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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Feuersänger:
Chaosens Angriffsstrategie ist zum Beispiel ein guter Plan, wie eine Invasion tatsächlich funktionieren könnte: eine Lücke in die Verteidigung reißen, indem man einen "rückwärtigen" Laser entweder sabotiert oder erfolgreich zerbombt, und dann in die Lücke hinein Truppen landet. Dann aber eher weit von den Bevölkerungszentren entfernt sein dürfte, und dann eine ordentliche Kampagne führen muss, obendrein ohne gesicherten Nachschub, wie Hannibal weiland.

Eulenspiegels Variante mit eingeschmuggelten Infiltratoren etc. ist eine andere Variante. Kann funktionieren oder auch nicht -- so wie sich das für einen spannenden Konflikt gehört.


--- Zitat von: Quaint am 22.07.2008 | 17:21 ---Also ich hätte im Krieg gerne richtigen Krieg, wie man das vielleicht auch von der Erde kennt.
--- Ende Zitat ---

Dazu ist mir auch noch was eingefallen.
Die Kriege der modernen Zeit zeichnen sich bei genauerem Hinsehen durch eine bemerkenswerte Erfolglosigkeit aus. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass der weltweit letzte erfolgreich geführte Krieg - soll heißen: wo der "Aggressor" seine Ziele durchsetzen konnte - der Preußisch-Französische Krieg 1870/71 war. [Wenn wir ganz streng sind und sagen, dass ja eigentlich die Franzen angefangen haben, müssen wir sogar noch weiter zurückgehen]
Seither wurde die Seite, die den Krieg begonnen hat, regelmäßig in ihre Schranken verwiesen und stand am Ende meist schlechter da als vorher.
Denkt mal drüber nach.

Chaos:

--- Zitat von: Feuersänger am 22.07.2008 | 19:19 ---Chaosens Angriffsstrategie ist zum Beispiel ein guter Plan, wie eine Invasion tatsächlich funktionieren könnte: eine Lücke in die Verteidigung reißen, indem man einen "rückwärtigen" Laser entweder sabotiert oder erfolgreich zerbombt, und dann in die Lücke hinein Truppen landet. Dann aber eher weit von den Bevölkerungszentren entfernt sein dürfte, und dann eine ordentliche Kampagne führen muss, obendrein ohne gesicherten Nachschub, wie Hannibal weiland.
--- Ende Zitat ---

Na ja, wenn die Lücke erstmal da ist, dann bleibt sie auch offen, und man kann Nachschub genauso schwer oder leicht landen, wie ursprünglich schon die Truppen. Und die vorrückenden Bodentruppen können weitere Laser, die sie erreichen, genauso außer Gefecht setzen, so dass das Verteidigungsnetz noch weiter offen gerissen wird. Richtig schwierig werden wohl erst die letzten paar hundert Kilometer, wenn man sich dem Laser nahe der "Hauptstadt" nähert, um den herum sich auch die Truppen der Verteidiger konzentrieren.
Ich hier davon aus, dass wenn die Lücke in der Laserverteidigung groß genug ist, die Schiffe des Angreifers sich in geostationären Orbit über ihrer Landezone begeben können, und alle Verteidiger, die sich zu weit aus der Deckung ihrer Laser wagen, aus diesem Orbit heraus mit kinetischem Beschuss pulverisieren.


--- Zitat ---Eulenspiegels Variante mit eingeschmuggelten Infiltratoren etc. ist eine andere Variante. Kann funktionieren oder auch nicht -- so wie sich das für einen spannenden Konflikt gehört.

Dazu ist mir auch noch was eingefallen.
Die Kriege der modernen Zeit zeichnen sich bei genauerem Hinsehen durch eine bemerkenswerte Erfolglosigkeit aus. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass der weltweit letzte erfolgreich geführte Krieg - soll heißen: wo der "Aggressor" seine Ziele durchsetzen konnte - der Preußisch-Französische Krieg 1870/71 war. [Wenn wir ganz streng sind und sagen, dass ja eigentlich die Franzen angefangen haben, müssen wir sogar noch weiter zurückgehen]
Seither wurde die Seite, die den Krieg begonnen hat, regelmäßig in ihre Schranken verwiesen und stand am Ende meist schlechter da als vorher.
Denkt mal drüber nach.

--- Ende Zitat ---

Du musst wohl mindestens bis zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zurückgehen - und genau den ziehen wir ja immer wieder als Beispiel für Kriegsführung in deinem Szenario heran.

Da muss man aber auch dazu sagen, dass in den allermeisten erfolglose Kriegen die Aggressoren entweder von vorneherein reichlich planlos an die Sache herangegangen sind, oder aber in blinder Überheblichkeit Gegner angegriffen haben, die zu groß für sie waren. Vietnam wäre ein Beispiel für ersteres, der Zweite Weltkrieg (sowohl für Deutschland als auch für Japan) für letzteres. Ein kompetent geplanter Krieg gegen einen Gegner von einigermaßen leicht verdaulicher Größe müsste eigentlich gewinnbar sein. Das Problem hier für dein Szenario ist nur, dass noch niemand einen interstellaren Krieg geführt hat, und daher auch niemand in der Lage ist, so einen Krieg wirklich kompetent zu planen.

Feuersänger:
Erstens:
aus dem tiefen Raum kommend sofort in einen geostationären Orbit einzutreten, ohne dabei laser-gedeckte Sektoren zu überfliegen, ist keinesfalls leicht. Wenn es überhaupt möglich ist. Das einzuschätzen, übersteigt allerdings meine Kompetenz. ;)
Clever wäre dann vom Verteidiger, Hohlspiegel in einen eigenen geostationären Orbit zu bringen, mit denen dann die noch funktionsfähigen Laser "um die Ecke" schießen können.

Zweitens:
die deutschen Einigungskriege von 1864 bis 1871 waren erfolgreich. Weiter zurück braucht man also nicht gehen.
Danach war aber ziemlich Essig.

Funktionalist:

--- Zitat von: Feuersänger am 22.07.2008 | 16:45 ---Wieso sollte man ständig beschleunigende Raketen nicht von antriebslosen Täuschkörpern unterscheiden können?

--- Ende Zitat ---
dieser Post bezog sich auf nicht-beschleunigende Geschosse...
Und selbst wenn...kann man die Ballons halt mit nem Feuerzeug als Antrieb aufrüsten und sie halten der Beschleunigung stand...Da kann man beliebig wild in beide Richtungen täuschen.

--- Zitat ---Ich bin mir nicht sicher, ob du die richtige Vorstellung vom Effekt negativer Brechzahlen hast. Tatsache ist, Stoffe mit negativer Brechzahl werden bereits entwickelt und dürften in 500 Jahren gängige Praxis sein. Aber ihr Einsatzbereich ist laut Wikipedia in hochauflösenden Optiken zu suchen. Von Tarnkappentechnologie ist da nirgends die Rede. Das Militär ist bekanntlich an jeder neuen Technologie interessiert, wenn eine potentielle militärische Verwendung auch nur entfernt vorstellbar erscheint; daher denke ich nicht, dass hier wirklich das eine mit dem anderen zu tun hat.
"I don't think it means what you think it means."

--- Ende Zitat ---

Quelle: Spektrum der Wissenschaft
war sogar eine eigene Seite, in der ein Raumschiff davon umhüllt wurde und die Lichtwege gekennzeichnet waren.

Dass man im Moment diese Metamaterialien dazu verwenden möchte/kann, auch details von der Größe der halben Wellenlänge zu untersuchen ist einfeich eine andere Andwendung.

Negativer Brechungsindex bedeutet ja, dass ein eintreffender Strahl "hinter" die Senkrechte zur Materialoberfläche gebrochen wird. Damit lassen sich
Tarnkappen bauen. nur eine Seite, die das erwähnt
Manchmal ist die Wikipedia nicht vollständig...

--- Zitat ---Über Autogroße Brocken würde ich mir gar keine Gedanken machen, die verglühen ohne jedes menschliche Zutun von alleine beim Eintritt. Ein echter geplanter Brocken-Angriff müsste die Größe des Asteroiden so wählen, dass er _nach_ Laserschuss _und_ Eintritt noch genau soviel Energie hat, um die Waffen zu vernichten aber die Siedlung stehen zu lassen. Da kommen zu viele Unwägbarkeiten zusammen.

--- Ende Zitat ---
hängt alles von der Form und der Beschaffenheit ab und ob man die Brocken dann noch mal kurz bremst usw...

--- Zitat ---Laserargumente und Tarnung der Raketen
--- Ende Zitat ---
diese Brocken können ja kalt sein und zu anfang schnell beschleunigt werden....sie müssen ja nicht die ganze Zeit beschleunigen, es reicht, wenn sie kurz vor Atmosphäreneintritt so weit abbremsen, dass sie bis zum Boden geleangen und den Laser treffen...



--- Zitat ---erfolglose Kriege

--- Ende Zitat ---
und was ist mit den ganzen erfolgreichen Putschen?
Und das sind sehr wohl Kriege....

Feuersänger:
Das mit der Tarnkappe klingt doch ganz lustig, hätt ich nicht gedacht dass das geht. ^^
Wird nur für den Raumkampf nicht viel nützen.


--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 23.07.2008 | 14:32 ---Und selbst wenn...kann man die Ballons halt mit nem Feuerzeug als Antrieb aufrüsten und sie halten der Beschleunigung stand...Da kann man beliebig wild in beide Richtungen täuschen.<snip>
Negativer Brechungsindex bedeutet ja, dass ein eintreffender Strahl "hinter" die Senkrechte zur Materialoberfläche gebrochen wird.
--- Ende Zitat ---

Knackpunkt in beiden Fällen: Infratotsignatur. Zumindest was angetriebene Geschosse angeht. Ein massives Geschoss mit Raketenantrieb wird, Tarnkappe hin oder her, tausendmal mehr Hitze abstrahlen als ein Täuschkörper.
Wie das mit antriebslosen, optisch quasi unsichtbaren Körpern aussieht, und wie man die dann orten kann, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Grundsätzlich würde ich aber auf der Verteidigerseite ein ganzes Sensorennetz erwarten, das solche Systeme enttarnt. So wie ja auch schon heutige Tarnkappenflugzeuge von gleichwertiger Technologie schon entdeckt werden; der Krampf funzt bloß, solange man technisch unterentwickelte Gegner angreift.



--- Zitat ---und was ist mit den ganzen erfolgreichen Putschen?
Und das sind sehr wohl Kriege....
--- Ende Zitat ---

Ich habe bei meiner Quelle etwas übersehen: da war von "inter-state wars", also Kriege zwischen Staaten die Rede. Auch auf die meisten Bürgerkriege trifft das zu.
Aber zu Putschen gibt es eine interessante Beobachtung: wenn man sich die weltweite Entwicklung seit Ende des 2. Weltkriegs anschaut, ist seither im Durchschnitt eine Armee eine größere Bedrohung für die eigene Regierung als für andere Staaten. Diese ganzen südamerikanischen und afrikanischen Bananenrepubliken z.B. haben ja so gut wie nie gegeneinander Krieg geführt; die Militärs waren vielmehr damit ausgelastet, für Rotation ihrer amtierenden Präsidenten zu sorgen.

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