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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 24.07.2008 | 15:30 ---Die Existenz von Wärmesuperleitern und Metamaterialien würde Laser übrigens fast außerkraft setzen, da die Hitze sofort abgeführt werden könnte und ein Laser vor Ort mehr Hitze erzeugt, als am Ziel...
--- Ende Zitat ---
Nein, genau andersrum:
Auf dem Planeten kann man Wärmesuperleiter supergut einsetzen, um die Hitze aus dem Laser abzuführen und damit zum Beispiel die Erdkruste oder den benachbarten See zu erwärmen.
Bei einem Raumschiff ist das nicht der Fall: Die Wärme kann zwar theoretisch abgeführt werden, aber wo soll sie hin? Einen Teil der Wärme kann man in die Heatsinks pumpen. Aber die sind auch irgendwann voll. Einen Teil der Wärme kann man über die Radiatoren abstrahlen.
Aber ich denke mal, ein planetarer Laser erzeugt auf dem Schiff mehr Wärme, als ein Radiator in den Weltraum abgeben kann.
--- Zitat ---Es könnte auch wieder Flugmanöver geben.
--- Ende Zitat ---
Flugmanöver kann es auch beim Laser geben: Klar, wenn der Laser erstmal abgefeuert wurde, ist es zu spät auszuweichen.
Aber der Laser muss ja erstmal auf das Ziel eingestellt werden. Und wenn das Raumschiff wie verrückt hin und hergurt, ist es für den doch recht guten Laser schwer, sich so auszurichten, dass man das Schiff trifft. (Beim Laser geht es also darum, auszuweichen, BEVOR der Laser schießt. Bei einer Rakete geht es darum, auszuweichen, NACHDEM sie abgefeuert wurde.)
Feuersänger:
--- Zitat von: Destruktive_Kritik am 24.07.2008 | 15:30 ---Naja, du gehst jetzt davon aus, dass die Srtahlung zu 100% absorbiert wird... wenn es allerdings ne Tarnkappe gibt (die dann auch über ein breites Frequenzband funktionieren müsste *handwedelnanotekhustexotischematerie*)
--- Ende Zitat ---
"There's really no way to get around this using matter made out of atoms held together by chemical bonds (or hydrogen bonds, VanDerWaals forces, and so on)." -- will heißen, jedes Material ist aus Atomen mit Kernen und Elektronen gemacht, und diese Elektronen lassen sich anregen, wenn nicht durch die eine Frequenz, dann auf jeden Fall durch viele andere.
--- Zitat ---solche Unternehmungen würden wichtige Personen, wie Bootschafter, Enterkommandos, Spione etc...transportieren.
--- Ende Zitat ---
Botschafter können entweder unbehelligt normal reisen oder sie werden am Zielort sowieso nicht respektiert. Enterkommandos in so einer Nußschale hätten kaum eine Chance, ein richtiges Schiff zu kapern - aber vielleicht dachtest du da eher an Raumstationen? Wie gesagt, dann dürften sie bis _nach_ dem Andocken nicht entdeckt werden, was ich nach wie vor für "schwierig" halte.
Spione sehe ich ein -- wenn man die Zeit hat und es dann am Schluss eine Möglichkeit gibt, so einen Spion unbeschadet auf eine Planetenoberfläche zu bringen.
Davon unabhängig ist mir gerade eine Idee gekommen, wo sich ein Schiff auf Schleichfahrt gut verstecken könnte: in einer Art "Schrottplatz" mit diversen alten Schiffsteilen, die dort im Raum driften, teilweise mit radioaktiven Antrieben, die genug strahlen könnten, um ein antriebsloses Schiff auf reiner Lebenserhaltung zu verdecken. Das ist jetzt erstens aus einem Computerspiel geklaut, zweitens für militärische Zwecke weniger praktisch, aber, drittens, dürfte es sich super für ein Abenteuer ausschlachten lassen. ^^
--- Zitat ---Sobald es eine Reihe von großen Mächten gibt, werden diese ihre Sensorenstellungen möglichst geheim halten und höchstens von ihren bekannten Basen aus aktiv scannen.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, die verstreuten Sensoren können einfach passiv sein, dann sind ihre "Scans" quasi nicht zu orten. Die gesammelten Daten müssten dann von Kommunikationslasern gesendet werden -- so gibt es keine ortbare Radioquelle, und man muss "nur" mit der Abwärme des Commlasers fertigwerden. Was machbar sein könnte, wenn man das ganze Sensorrelais z.B. in einen Asteroiden einbaut.
--- Zitat ---Wenn man all diese Bereiche aktiv scannt, dann haut man aber ganz schön viel Energie ins All.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, aktive Scanner können die verwenden, denen die Signatur egal sein kann.
--- Zitat ---Während also die hauptflotte außerhalb der Laserreichweiten Rohstoffe abbaut, um Waffen zu bauen, hat der Informationskrieg und die Sabotagen schon längst begonnen
--- Ende Zitat ---
Hmmm, dann müsste man ja ganze Fabrikschiffe heranbringen. Womit man sich wiederum eine Blöße gibt, weil man dem Gegner angreifbare Ziele quasi frei Haus liefert.
--- Zitat ---Die Existenz von Wärmesuperleitern und Metamaterialien würde Laser übrigens fast außerkraft setzen, da die Hitze sofort abgeführt werden könnte und ein Laser vor Ort mehr Hitze erzeugt, als am Ziel...
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich habe ich mich ja von der Idee des Wärmesupraleiters wieder verabschiedet, aber davon abgesehen, hat Eulenspiegel recht, es wären so oder so die Planetenbasen im Vorteil.
--- Zitat ---Das würde die Gefechte wieder auf Raketen etc...beschränken und damit enger aneinander führen. Es könnte auch wieder Flugmanöver geben.
--- Ende Zitat ---
Auch was Eulenspiegel sagt: Lasern muss man vor dem Schuss ausweichen. Da bist du dauernd am manövrieren. ;) Man muss da z.B. reichlichen Gebrauch von seinen Lateralthrustern machen.
Man kann einen Raumkampf prinzipiell auf drei Arten gewinnen:
a) man trifft den Gegner stark genug, um das Schiff außer Gefecht zu setzen oder gar komplett zu vernichten --> Kill
b) man zwingt den Gegner so lange auszuweichen, bis er dabei soviel Delta-V verbraucht hat, dass er seine Mission nicht mehr erfüllen kann, obwohl sein Schiff noch intakt ist --> Mission Kill
c) man schafft es, das Hitzemanagement (Heatsink/Radiatoren) des Gegners zu überlasten. Dabei gehe ich davon aus, dass fragile Radiatoren im Kampf eingefahren werden, damit sie nicht zerschossen werden. Droht das Schiff zu überhitzen, muss es die Radiatoren ausfahren, was einer Kapitulation gleichkommt.
Kleiner 4. Mann:
Also, zu dem Thema "Planet vs. Raumflotte" hatte ich schon einmal eine längere Diskussion. Konsens war, was hier auch schon angeklungen ist: Wenn die Raumflotte will, kann sie den Planeten (oder vielmehr Teile desselben) einäschern, weil sie aus großer Entfernung mit aller Zeit der Welt nach Belieben Steine schmeißen kann.
Nun wurde hier eingewandt "Aber das wollen die ja nicht ihren eigenen Kolonisten antun", oder sonstige Skrupel. Schön, aber: Wenn das angesichts der fortgeschrittenen Abwehrlaser die einzige Möglichkeit ist, dann wird es trotzdem passieren. Ganz definitiv. Kein Militär der Welt(en) läßt sich von solchen Erwägungen komplett die Butter vom Brot nehmen.
Was in einem solchen Szenario nun passieren kann, ist folgendes: Planetenbombardement ist verpönt - und planetare Abwehrlaser ebenso. Raumschiffe werden mit Raumschiffen bekämpft, und Planeten werden danach durch Invasionstruppen erobert.
Das ist so eine Art "Tit for tat". Gab es auch in der Realität, selbst bei Gegnern, die sich wirklich spinnefeind waren - beispielsweise basierte der Nichteinsatz von Giftgas im 2. Weltkrieg auf solchen Erwägungen.
Offtopisches...
--- Zitat von: Feuersänger am 22.07.2008 | 19:19 ---Seither wurde die Seite, die den Krieg begonnen hat, regelmäßig in ihre Schranken verwiesen und stand am Ende meist schlechter da als vorher.
Denkt mal drüber nach.
--- Ende Zitat ---
Also, die Sowjetunion hat ihren Teil von Polen behalten...
(Die hat den 2. Weltkrieg in Europa nämlich mit angefangen. Vergißt man oft.)
--- Zitat ---b) man zwingt den Gegner so lange auszuweichen, bis er dabei soviel Delta-V verbraucht hat, dass er seine Mission nicht mehr erfüllen kann, obwohl sein Schiff noch intakt ist --> Mission Kill
--- Ende Zitat ---
Das ist eine etwas schräge Defintion von "Mission Kill" (andererseits kann man vermutlich "Unit Kill" im Weltraum auch nicht im üblichen Sinne verwenden.) Wo hast Du die her?[/size]
Feuersänger:
Das gehört jetzt eigentlich wieder in den Setting-Thread.
Ich antworte dort.
Funktionalist:
Wie schon geschrieben, das sind Vorschläge, die nur durch Handwedeln funktionieren...
@Botschafter sind immun.
nicht wenn eine dritte Partei das nicht will...
Man sollte trotzdem auf außergewöhnliche Designs zurückgreifen:
die Diamantschiffe mit den Lithium-öAdern sind schon geil!
Wenn man alternative Designs sucht, so kann man sich zum Beispiel verschieden raumfüllende Muster anschauen:Schoenfliese
so könnte eine Weltall-Nanofabrik ausschauen: kompakt im FLug und mit großer Oberfläche+Radiatoren und sauberem Innenraum bei der Produktion...
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