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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Chaos:

--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 25.07.2008 | 19:09 ---Feuersänger, ich versuche mal in diesem Themenkomplex davon weg zu kommen auf diese endlosen Wortklaubereien und das hin und her einzugehen. Es ist von größter Bedeutung die strategische Konzeption im Auge zu behalten - vor allem in diesem frühen Stadium der Setting-Entwicklung.

Mein momentanes Anliegen:
Nach allem was ich jetzt gelesen habe über das Setting würde ich dringend raten, nochmal zur prinzipiellen Funktionsweise der FTL-Antriebe zurück gehen und sie zu löschen.

Es mag aus einem für mich bisher völlig unbekannten Grund toll für Dich sein oder logisch klingen oder ich weiß nicht warum, aber mit der Bedingung auf Sprungpunkte springen zu müssen, hast Du Dir einfach großartige Möglichkeiten zugemauert.
Diese seitenlange Diskussion über das Ende aller Kriege hätte man sich sparen können. Es ist keinen Deut realistisch weil die ganzen realistischen Folgerungen letztenendes doch nur auf 100% Handwavium gründen. Die Folge für das Spiel ist einfach nur eine unbedingte Langeweile, in der ich mir beim besten Willen nicht mehr das coole Spiel von unabhängigen privaten Raumfahrern vorstellen kann, die Du zu Beginn im Kopf hattest.
Mein Rat: Streich die Sprungpunkte - die sind Käse.
Das Überhandnehmen von FTL-Antrieben und daraus resultierenden Waffensystemen kannst Du trotzdem limitieren, indem Du es teuer und/oder illegal machst.

(das hätte ich natürlich auch im Settingthread schreiben können, aber es betrifft ja auch unmittelbar die Raumschiffe.)

--- Ende Zitat ---

Du hast deine Meinung ja recht eindrucksvoll dargelegt. Nur eines hast du vergessen: zu erklären, warum aus A (Sprungpunkte) B (keine privaten Raumfahrer) folgt.

MadMalik:
Einzelne, festgelegte Punkte sind leicht von Militärs/Zoll/Sonstwas kontrollierbar,
da jeder dort durchmuss und es keinen weg drumherum gibt. Die Macht die mit
der Kontrolle über diese wenigen Punkte einhergeht wäre so groß das sich
bestimmt jemand findet, ob staatlich oder privat, der dies auszunutzen sucht.

Wenn es keine festgelegten Punkte/Routen gibt ist es um einiges schwerer, man
könnte sogar davon ausgehen das es für einen Staat fast unmöglich wäre alle
Routen zwischen allen Sonnensystemen/Sonstwas immer komplett abzudecken.
Und vor allem in der Lage zu sein rechtzeitig einzugreifen wenn etwas auserplanmäsig
irgendwo auftaucht bevor es sich wieder verdrückt.

Eulenspiegel:
@ Lt. Niceyard, M.
Nein. Aber die Amerikaner haben eine gut bewachte Küstenlinie erobern müssen: Sie  konnten halt nicht irgendwo im Deutschen Reich landen, sondern mussten an einer bestimmten Küste landen. (Die anderen Küsten waren zu weit weg und um mitten auf dem Festland zu landen, reichten die Transportkapazitäten der Flugzeuge nicht aus.)

Des Weiteren verstehe ich das mit der Macht nicht:
Wenn ein Schiff von Europa nach Amerika fahren wollte, konnte es auch nicht irgendwo starten und irgendwo landen. Es gab halt Häfen, wo das Schiff anlanden konnte und diese Häfen waren fest vorgegeben. Aber obwohl das Militär die Häfen genau kontrollierte, gab es immer ein paar Schmuggler, die sich an den Hafenkontrollen vorbeischleichen konnten. (Und so ein Hafen ist tausendmal kleiner als eine mehrere Kilometer durchmessende Sphäre.)

Desweiteren: Wollen wir mal deinen Vorschlag und den von Feuersänger miteinander vergleichen:
1) Vorschlag von Lt. Niceyard, M.:
Ein Händler kann vom Planeten starten und verschwindet im Hyperraum, sobald es die Atmosphäre verlassen hat. Danach erscheint es über den Zielplaneten, kurz über der Atmosphäre.
Die Polizei muss also nicht mehr das ganze System, sondern nur die Planetenoberflächen sichern. - Da sich die Händlerschiffe nur wenige Sekunden bis Minuten dort befinden, wird es für Piraten quasi unmöglich, die Händler anzugreifen. (Der Pirat ortet ein Händlerschiff. - Und ehe es in Reichweite ist, ist das Händlerschiff bereits im Hyperraum. - Am Zielpunkt das gleiche: Der Pirat ortet das Händlerschiff. Aber ehe er noch in Reichweite ist, ist das Händlerschiff bereits gelandet.)

Militärische Kriege wären ebenso langweilig: Der Gegner erscheint aus dem Hyperraum genau über der gegnerischen Hauptstadt, pulverisiert diese und springt wieder zurück in den Hyperraum, noch bevor der Gegner merkt, was überhaupt los ist.

Sorry, aber sowohl das Piratensetting als auch das Militärsetting wirkt recht langweilig.

2) Vorschlag von Feuersänger:
Piraten können nicht einfach so von einem System ins andere springen, da die Sprungpunkte vom Militär/Polizei abgesichert sind. - Das führt dann aber eben zu lokaler Piraterie. (Auf der Erde gab es ja auch Piraten, die sind in der Karibik tätig gewesen und es gab Piraten, die waren um Indonesien herum tätig. Aber es gab kaum Piraten, die weltweit aktiv wurden.)

Das heißt, es gibt zum Beispiel Solpiraten: Diese leben nur im Solsystem und überfallen halt Handelsschiffe, die zwischen Erde, Mars und den Neptunmonden verkehren. - Oder wenn ein Erzfrachter Rohstoffe von den Saturnringen zur Erde transportieren will, werden sie von Piraten angegriffen. (Und mit einem Kaperbrief, können sie anschließend relativ legal bei einer befreundeten Großmacht auf der Erde landen.)

Oder Alpha Centauri Piraten: Diese überfallen Handelsschiffe, die vom Kolonialplaneten auf Alpha Centauri und den Asteroiden oder zum Sprungpunkt unterwegs sind.
Ihr Versteck haben sie auf einem Planeten. (Entweder auf einem unbewohnten Planeten, oder sogar auf dem Kolonialplanet: Dieser besitzt sicherlich auch noch zigtausend Hektar unbesiedelte Fläche.)
Das heißt, das Militär kann zwar orten, auf welchen Planeten die Piraten meistens fliegen und wahrscheinlich ihre Basis haben. - Aber wo genau auf dem Planeten sie ihre Basis haben, können sie nicht feststellen. Dazu ist ein Planet einfach zu groß. (Und vielleicht haben die Piraten auch Sympathisanten unter der Kolonialbevölkerung. - So Robin Hood mäßig, und die Kolonisten verstecken die Piraten vor dem Militär.)

Beim Militärsetting: Der Aggressor muss erstmal den Sprungpunkt einnehmen. Hier haben die Verteidiger zwar einen Vorteil, aber es ist nicht unmöglich für den Aggressor. Anschließend muss er den Planeten erobern. Hier hilft jedoch keine rohe Gewalt, sondern er muss hinterlistig vorgehen. (Mit List und Tücke kann man vielleicht irgendwie ein Elite-Bodenkommando absetzen, dass den Planeten infiltriert. - Rohe militärische Gewalt ist jedoch kaum effektiv gegen die Laser.)

Hier finde ich Piraten- und Militärsetting sehr spannend.

MadMalik:
Goldene Mitte, Schiffe sind nicht an Sprungpunkte gebunden, können aber nicht in ein System hereinspringen. Heisst müssen an den Rand des Systems springen (magnetisch/gravimetrisches Feld, sonstwas, blablabla, physikgebabbel). Erlaubt sichere Routen für Händler(und gewagte Schmuggler, die dann aber sicher vor Piraterie sind) durch feste, kontrollierte Handelsrouten und einen großen Freiraum für die Leute mit fragwürdigen Absichten. Militärangriffe sind nicht instant, allerdings auch nicht auf einen Punkt konzentriert wo eine Doomsday-Defensivwaffe jede Angriffsflotte instant pulverisieren könnte ohne das sich der Verteidiger über die Auswirkungen auf seine Industrie/Handels/Bevölkerungszentren sorgen machen müsste.

Schlussendlich isses aber ney mein Setting un mir Pupsegal was draus wird. Aber ich geb gern Anstöße, vieleicht gefällts ja jemand.

//Eulenspiegel
Hafenanlagen (Orbitale Stationen mit planetaren Aufzügen?) werden für große Frachter immernoch wichtig sein. Allerdings braucht eine Invasionsflotte nicht unbedingt eine; genau wie kleien Schmuggelschiffe (siehe Drogenschmugglerschnellboote usw). Siehe dein Beispiel -> D-Day; wo ohne Hafenanlage eine riesige amphibische Landung gelungen ist, um dann genau diese Hafenanlagen für die eigentliche Invasion zu erobern.

Chaos:

--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 26.07.2008 | 05:40 ---*snip* Mir geht es im Moment um die großen Zusammenhänge. Und das war auch nur ein gut gemeinter Hinweis zur weiteren Vorgehensweise. Macht damit Watt ihr Volt.

--- Ende Zitat ---

Ein kleiner gut gemeinter Hinweis meinerseits: gut gemeinte Hinweise kommen nicht allzu gut gemeint an, wenn sie im Tonfall "Das ist alles Scheiße, was da sagst, du musst das machen wie ICH sage" abgeschickt werden.

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