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[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie

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Eulenspiegel:
Die Reibung hängt auch mit der Aerodynamik des Geschosses ab.
Ein Komet hat ja eine sehr schlechte Aerodynamik.
Während ein Geschoss, das nagelförmig bzw. pfeilförmig ist, eine sehr gut Aerodynamik besitzt. Damit erzeugt es auch weniger Reibung.
Zusätzlich kann man am Nagel Hitzeschilder befestigen, wie sie auch in der Raumfahrt verwendet werden.

Und letztendlich kann der Nagel ruhig verdampfen: Wenn du von einer 3000 km/s schnellen Druckwelle erfasst wirst, ist das fast genau so verheerend, wie von einem 3000 km/s schnelle Festkörperprojektil getroffen zu werden.

Hr. Rabe:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 28.07.2008 | 17:08 ---Und letztendlich kann der Nagel ruhig verdampfen: Wenn du von einer 3000 km/s schnellen Druckwelle erfasst wirst, ist das fast genau so verheerend, wie von einem 3000 km/s schnelle Festkörperprojektil getroffen zu werden.

--- Ende Zitat ---

Tatsächlich würde ich als Angreifer den Nagel sogar verdampfen lassen wollen. Das resultierende Luftchaos, wenn 9.000.000.000.000 kJ kinetische Energie (Ekin = 1/2*mv2) schlagartig in Wärme umgewandelt wird ergibt so ein wunderhübsches Unwetter, daß ich mir keine bessere Vernichtungswaffe wünschen könnte. >;D

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Feuersänger am 28.07.2008 | 17:00 ---Gott sei dank, nich nur ich schieße solche Böcke. Erdradius sind 6000km.
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Dadurch verzehnfachen sich meine oben errechneten Werte:
Man muss ihn auf 18.000.000 km Entfernung, das entspricht 0,1 AE bereits den Impuls von 1km/s verpassen.


--- Zitat von: Chaos am 28.07.2008 | 17:01 ---Aber bei einer Atomexplosion wird doch eine ganze Menge Energie frei, oder? Diese Energie wird in alle Richtungen abgestrahlt, und wenn die Nägel nah genug dran sind, bekommen sie einiges davon ab, oder? Wenn ich also genug Energie nah genug an den Nägel dran erzeuge, müssten sie verdampfen.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn du genug Energie erzeugst, dann verdampfen sie irgendwann.
Das Problem ist halt, dass du im Weltraum aber wesentlich mehr Energie zum Verdampfen benötigst als in der Atmosphäre.

Eine Atombombe setzt im Prinzip zwei Strahlungsarten frei:
Strahlungsenergie und Hitzeenergie.
Die Strahlen entweichen halt in alle Richtungen und die meisten fliegen ungehindert in den Weltraum. Nur die wenigsten Strahlen kommen auf den Nagelgeschossen an.
Von diesen wenigen Strahlen, die auf den Nagelgeschossen ankommen, werden wiederum die meisten entweder reflektiert oder durchdringen das Geschoss ungehindert. Es gibt nur ein sehr geringes Spektrum, das dafür sorgt, dass der Nagel sich erhitzt.

Kommen wir zur Hitzeenergie: Diese kann sich mangels Atmosphäre nicht ausbreiten und bleibt auf die Rakete selber beschränkt. Das bedeutet also, dass sich die Rakete so sehr erhitzt, dass sie gasförmig wird. Das Gas breitet sich nun explosionsartig aus und fliegt in alle Richtungen davon.
Auch hier gilt: Ein Großteil des Gases fliegt ungehindert in den Weltraum und hat keinerlei Auswirkungen auf die Geschosse. Ein Bruchteil des Gases trifft aber die Geschosse. Und hier ist halt die Hoffnung, dass die Hitzeenergie, die bisher in der verdampften Rakete gespeichert ist, sich auf die Nagelgeschosse überträgt und sie erhitzt.

Man kann also guten Gewissens schätzen, dass über 90% aller Energie, die bei einer Atombombenexplosion im Weltraum freigesetzt wird, sich nicht auf die Nägel überträgt, sondern wirkungslos im Weltraum verpufft. (Klar, wenn man 100 Atombombe zündet, dann sollte es ausreichen. - Aber man benötigt im Weltraum halt wesentlich mehr Energie als innerhalb der Atmosphäre.)


--- Zitat ---Bist du sicher? Dann wäre es im Grunde auch zwecklos oder kontraproduktiv, die Nägel mit dem Laser abschießen zu wollen.
--- Ende Zitat ---
1) Nein, ich bin mir nicht sicher. Meine Vermutung beruht aber auf ein paar Beobachtungen:
Selbst Wasser kann sehr sehr schmerzhaft sein, wenn man es mit genügend hoher Geschwindigkeit abbekommt. (z.B. Bauchklatscher vom 10 Meterbrett oder Wasserwerfer der Polizei)

Der Schaden von Sprengstoffen beruht in den wenigsten Fällen direkt auf die Hitze, die freigesetzt wird, sondern häufiger auf der Druckwelle, die bei der Explosion ausgelöst wird. Und diese Druckwelle, die sogar Häuser zum Einsturz bringt, ist "nur" Luft mit einer sehr hohen Geschwindigkeit.

2) Die Nägel zu verdampfen bringt durchaus etwas. Es ist halt nur extrem wenig, was es bringt. (Anstatt ein 100 km tiefes Loch zu bohren, bohren die Partikel dann nur noch ein 90 km tiefes Loch. (Zahlen frei erfunden))

3) Der Sinn des Lasers (und der Atomrakete) sollte es auch weniger sein, den Nagel zu verdampfen, sondern vielmehr, ihm von Kurs abzubringen. (Du musst halt nicht den ganzen Nagel verdampfen, sondern ihn nur auf einer Seite verdampfen. Das sorgt dann dafür, dass der Nagel in Richtung der nichtverdampften Seite ablenkt.)

Bei Nägeln, die einen Spin haben, ist das zwar wesentlich komplizierter, aber prinzipiell auch machbar.


--- Zitat ---Es ist ja nicht nur ein Nagel, es wären ja mehrere, Dutzende oder Hunderte, je nach Größe der angreifenden Flotte. Und wenn so ein Nagelhagel ein Gebiet perforiert, dürfte das schon gewisse Auswirkungen haben.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich nie bestritten. Natürlich haben diese Nägel Auswirkungen.
Mir ging es um die Frage, ob sie Vulkane und/oder Erdbeben auslösen.

Camouflage:
Wenn man ein Geschoss auf dem Weg zum Planeten verdampft, dann hat sich die Sache erledigt. Gasförmig breitet sich das Geschoß nämlich durch den Druckausgleich und thermische Bewegung in alle Richtungen aus. Was in der Atmosphäre ankommt ist dann nur noch ein leichter Hauch, der vermutlich schon an die Ionosphäre einfach abgleitet. Wenn man die Theorien hier so ließt, dann fragt man sich, warum wir nicht schon längst vom Sonnenwind perforiert oder den unzähligen Explosionen von Tonnen von kosmischer Materie in der oberen Atmosphäre in Stücke gerissen wurden...

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Lt. Niceyard, M. am 28.07.2008 | 17:46 ---Solche Dinge sehe ich in der Sprungtor-Idee leider nicht. Oder hab ich was übersehen? Schreib doch mal wie ein spannender Krieg durch Sprungtore aussehen könnte.
--- Ende Zitat ---
1) Es gibt kein Sprungtor, sondern eine Spungsphäre. (Also einen Raum von vielleicht 1 Mio bis 10 Mio km Durchmesser, wo die Schiffe erscheinen können.)

2) mögliches Kriegszenario:
Sprung ins System mit Kriegsdrohnen. Diese Kriegsdrohnen sind mit Raketen ausgestattet, die auf alles schießen, was sich bewegt oder evtl. zurückschießt.

Eine Minute später erscheint dann die eigentliche Flotte der Angreifer.
Der Angreifer startet sofort Richtung Kolonialplanet mit Vollgas. Die Verteidiger im Nacken. Hier entbrennt im Prinzip ein Kampf wie in Star Wars IV, wo es galt, den Todesstern zu vernichten. (Die Angreifer haben einen Zielpunkt und versuchen mit vielen Ausweichmanövern diesen Zielpunkt zu erreichen, während die Verteidiger ihm am Nacken kleben und versuchen, den Angreifer vorher abzuknallen.)

Die Angreifer senden ihrerseits ebenfalls ein paar Jäger aus, die das Ziel haben, den Verteidiger aufzuhalten und zu beschäftigen, während die Bomber weiter auf das Ziel zufliegen.
Die Verteidiger müssen sich jetzt entscheiden, ob sie die Verfolgung abbrechen und sich um die Jäger kümmern oder ob sie die Verfolgung weiter aufnehmen und dafür dann von den Jägern unter Beschuss genommen werden.

Einige Kilometer bevor die Bomber in Reichweite der planetaren Laser gelangen, schießen die überlebenden Bomber ihre ganze Munition in Richtung Planet. (Darunter befinden sich sowohl Geschosse mit Antrieb als auch solche ohne Antrieb. Sowohl solche mit Sprengköpfen als auch welche ohne.)
Danach drehen die Bomber ab.

Der Planet schickt jetzt seinerseits alle möglichen Abwehrraketen in Richtung Angreifer und nimmt mit seinen planetaren Lasern den Beschuss der anfliegenden Nägel auf sich. (Die Bomber halten sich ja intelligenterweise außerhalb der Reichweite der Laser.)

Die Angriffsmunition der Angreifer ist gestaffelt: Vor allem vorne fliegen einige Raketen, die einen gut geschützten Sprengkopf haben und selbstständig manövrieren können. Sobald die Abwehrraketen der Feinde in Reichweite sind, zünden sie und zerstören damit die Abwehrrakten der Feinde.
Einige Angreiferraketen führen Ausweichmanöver durch, damit sie vom planetaren Laser schlechter getroffen werden und die anderen vertrauen auf ihre schiere Masse und fliegen direkt auf den Planeten zu.

Evtl. gibt es auch noch ein paar Abfangjäger der Verteidiger, die von hinten die Munition und Raketen unter Beschuss nehmen. (Und dabei vor den Jägern der Angreifer ausweichen müssen.)

Entweder gelingt es dem Angreifer mit diesem Erstschlag, eine Bresche in die planetare Verteidigung zu schlagen oder nicht.
Wenn es dem Planeten gelingt, alle feindlichen anfliegenden Raketen und Railgeschosse abzuschießen, gilt der Angriff als gescheitert und der Angreifer zieht sich zurück. (Evtl. baut er ja auf einem abgelegenen Planeten einen Brückenkopf auf.)

Sollte es dem Angreifer jedoch gelingen, die planetaren Laser auf einer Seite des Planeten auszuschalten, so können sie im nächsten Atemzug mit Phase B beginnen:
Ihre Bomber fliegen wieder zum Planeten. Und zwar ind em Korridor, in dem die planetaren Laser vernichtet wurden.

Auf dem Planeten ist man derweil beschäftigt, aus dem bunker diversese Flaks rauszuholen und sie auf der verwundeten Seite des Planeten zu stationieren. Uboote und Flugzeuge mit Interkontinetalraketen werden ebenfalls in Bewegung gebracht, um die Ankunft des Feindes zu erwarten.

Im Weltraum selber sollte derweil langsam eine Seite als überlegenen Seite hervorgehen. Nehmen wir mal an, dies seien die Angreifer. Die letzten Schiff springen also in den Hyperraum, um Hilfe zu holen und da sie keine Lust haben, vernichtet zu werden. (Die Verstärkung für den Verteidiger trifft aber frühestens in einigen Tagen ein.)

So, die Bomber können sich jetzt überlegen, was sie tun wollen: Die eine Seite des Planeten können sie relativ mühelos zerbomben. (Und ich denke mal, die Städte auf der verwundeten Seite des Planeten kapitulieren auch recht schnell.)
Auf der anderen Seite des Planeten sind die Abwehrsysteme des Planeten aber noch vollkommen intakt und der Angreifer hat auch bereits den Großteil seiner Munition verschossen.

Er wird daher Landetruppen aussenden, die die kapitulierenden Städte besetzt. Danach versucht er dann auf planetarer Ebene, bis zu den gegnerischen Lasern vorzustoßen und diese zu zerstören. (Aus dem Weltraum heraus, wäre das zu riskant.)
Dabei wird der Angreifer jedoch durchd ie Guerilla-Taktik der verteidiger immer weiter aufgehalten: Halt lauter Basen, die unter Wasser oder unter der Erde versteckt sind und den Flugzeugen/Raumschiffen zusetzen, sobald sie innerhalb der Atmosphäre fliegen.
Bodentruppen des Angreifers werden ebenfalls mit Widerstand zu kämpfen haben. Und sobald die Bodentruppen des Angreifers den bereich erreichen, der durch die planetaren Laser noch geschützt wird, können die angreifenden Bordentruppen auch nicht mehr auf Luftunterstützung hoffen. (Bzw. sie müssen erst den planetaren Laser ausschalten und bekommen dann Luftunterstützung.)

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