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Jippi! Das erste mal Feng Shui gezockt!
Tybalt:
--- Zitat von: Corcoran am 17.02.2003 | 14:28 ---und was unterscheidet nun fenk schuhij
von 1000 anderen Systemen ?
--- Ende Zitat ---
Feng Shui ist von Grund auf darauf ausgerichtet, Actionfilme (insbesondere Hong Kong Action) zu simulieren. Und es funktioniert hervorragend. Es gibt keinen unnötigen Ballast, keine Rücksicht auf Realismus oder andere langweiligen Dinge. Nur Genrekonventionen sind wichtig. So kann man der Schaden von Pump-Action-Schrotflinten erhöhen, indem der Spieler (!!!) die Bewegung des Durchladens macht und "Ka-Ching" sagt. Grundsätzlich ist alles, was im Actionfilm cool wirkt, ohne Probleme bei Feng Shui möglich. Beispiel: mehrere Typen hatten sich hinter einem Tisch verschanzt und feuern auf die SC's. Ein SC sagte "Das reicht mir jetzt!", stand auf und ging langsam und zielstrebig auf die drei zu. Er hatte in jeder Hand eine Waffe, er benutzte aber nur die rechte und feuerte beim Gehen. Als er beim Tisch ankommt, hat er nicht einen Kratzer abbekommen und bei jedem Schuß von ihm hat er einen Gegenr erwischt. Es gibt nicht viele System, in denen man diesen Stunt abziehen kann.
--- Zitat ---das hättest du ohne Regeln, ohne Würfel und mit freiem Erzählen doch auch alles machen können ?
--- Ende Zitat ---
Nein. Das Kampfsystem von Feng Shui ist ideal für diese over-the-top Action. Es bringt die Spieler dazu, aufzudrehen und wilde Stunts durchzuziehen.
--- Zitat ---Wo liegt der Grund für die Begeisterung ?
--- Ende Zitat ---
Das System ist schnell, einfach, innovativ und bringt das Beste im Rollenspieler hervor. Wer es nach Feng Shui nicht drauf hat, die Handlungen seines SC's interessant zu schildern, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
Und außerdem ist das Sytem gut geschrieben, es macht wirklich Spaß, es zu lesen. (Mein Lieblingszitat aus den Waffenbeschreibungen: "Mossberg Special Purpose. And just what might that special purpose be, hmmm...? Might it be: blowing people away?")
Tybalt
critikus:
Hmmm,
ich habe viel Gutes von Feng Shui gehört, konnte mir aber bisher kein Bild davon machen. Jetzt habe ich die Regeln und irgendwie versthe ich nicht mehr warum das so innovativ sei soll.
Die Regeln (am Anfang schon mal kurz erläutert) finde ich kompliziert (warum 2-3 mal würfeln, wenn es ein Wurf auch täte).
Ich kann das mit LIQUID auch leicht, vielleicht sogar noch leichter, machen. Naja, und das Szenario ist auch leicht entworfen. Schlägereien kann ich auch so wunderbar improvisieren
Also, habe ich da bisher etwas falsch verstanden?
(Vielleicht hat ja jemand eine FS-Kurzfassung; es gibt ja immer etwas, das man aus anderen Systemen lernen kann)
critikus
6:
@critikus: Auf der Atlas-Seite gibt es hier eine vierseitige Regelreferenz (Vorsicht! Englisch!).
Du wirfst pro Angriff 2w6 einmal (nicht zweimal). Der eine Würfel ist ein Pluswürfel, der andere ein Minuswürfel. Dazu rechnest Du Deinen Angriffswert (Martial Arts, Guns, usw.) und damit musst Du den Verteidigungswert des Gegners übertreffen.
Die Innovation ist, dass bei der originellen Beschreibung des Angriffes ein großer Teil der Abzüge unter den Tisch fallen gelassen werden.
Die Szenarios sind wirklich einfach zu erstellen. Interessant bei den vorgefertigten Szenen ist aber dass dabei eine Menge Ideen für Angriffe ausserhalb der normalen "Ich hau auf den Gegner"-Routine stehen. Beispiel: Eine Szene spielt in einem chinesischen Restaurant. In diesem Restaurant befindet sich ein großes Hummerbecken. Da muss natürlich mindestens einer der Gegner reingeworfen werden. Einer der Spieler hat das gleich zum Anlass genommen, um einen neuen Hummer-Kung-Fu-Stil zu entwickeln (bei dem ein Hummer im Allerwertesten des Anführers landete ;) ). Auch der Stützpfeiler des Hauses kann zweckentfremdet werden. Die Spielerei mit der Schüssel mit heisser Nudelsuppe nicht zu vergessen. In einer anderen Szene befand sich der ein Tisch mit einer riesen Menge Handouts darauf. Da bietet sich doch gleich zum Angriff der tausend Papercut-Tode an.
critikus:
Buahh, ihh Englisch; ok, wenn ich mal davon absehe, dass ich zu über 90% nur englische Texte habe.
Danke für Deine Hilfe, Christian.
Ich kenne die Referenz schon.
Was mir wirklich Schwiriegkeiten macht: mir ist überhaupt nicht klar wozu die beiden Würfel (der Plus- und Minuswürfel) jetzt wirklich da sind. Du sagst, man kann damit die Abzüge vermeiden, würfelt dafür aber zusätzlich nocheinmal. Komisch? Gibt es zu der Methode im Manual noch einen detailierteren Hinweis? Bin darauf noch nicht gestoßen.
critikus
Tybalt:
--- Zitat von: critikus am 25.02.2003 | 14:48 ---Was mir wirklich Schwiriegkeiten macht: mir ist überhaupt nicht klar wozu die beiden Würfel (der Plus- und Minuswürfel) jetzt wirklich da sind. Du sagst, man kann damit die Abzüge vermeiden, würfelt dafür aber zusätzlich nocheinmal. Komisch? Gibt es zu der Methode im Manual noch einen detailierteren Hinweis? Bin darauf noch nicht gestoßen.
critikus
--- Ende Zitat ---
Es wird nur einmal für eine Probe geworfen. Hier mal ein schlichtes Beispiel: Dein SC möchte auf jemanden schießen. Dazu brauchtst du den Grundwert für die Probe: das ist der Wert in Guns, sagen wir mal, dein SC hat 14. Du wirfst also 2W6, wobei du vorher festlegst, welcher Würfel positiv und welcher negativ sein soll, sagen wir mal der schwarze Würfel ist negativ und der weiße ist positiv. Du erhälst eine 5 beim weißen Würfel und eine 4 beim schwarzen. Das Ergebniss der Probe ergibt sich aus Grundwert +1W6 -1W6, in diesem Fall 14 +5 -4 = 15.
Das mit den Abzügen vermeiden hat nichts mit dem Würfel zu tun. Stell dir folgende Situation in z.B. Shadowrun vor: "Mein SC nimmt anlauf, springt durch die Luft, rutscht auf dem Boden lang, zieht seine Waffe und erschießt den Typ, wenn er an ihm vorbeirutscht." Der SL würde dich mit Modifkatoren totwerfen oder gleich sagen, das das nicht möglich ist. Bei Feng Shui würde es heißen: "OK, kein Malus, würfel mal." Und das ist das wirklich innovative: Eine Aktion wird nicht mit einem Malus belegt, wenn man etwas kompliziertes macht, was man auch leichter hätte machen können. In diesem Fall: "Ich schieße auf den Typ."
Tybalt
Edit: Zahlen so korrigiert, daß das Ergebniss Sinn macht. Verdammte Grundrechenarten... ;)
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