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[PtA] Szenenwünsche, Plot-Conflicts

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Joe Dizzy:

--- Zitat von: Fredi der Elch am 27.03.2008 | 07:38 ---Da war immer die Frage: Welche Szene würde jetzt in eine Serie passen?
--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Fredi der Elch am 27.03.2008 | 07:38 ---Gleich auf die richtige Schiene setzen: "Das ist eine Serie. Jede Szene sollte in die Serie passen. Jeder ist für das Gesamtergebnis gleichermaßen verantwortlich. (...)" usw.

--- Ende Zitat ---

Ich sehe da keinen Unterschied zu anderen Rollenspielen. Was du Serie nennst, haben andere vorher Geschichte genannt und wieder andere davor Abenteuer. Wenn du von Szenen sprichst, reden andere von Situationen und wieder andere von Konflikten. Und das Gesamtergebnis, das dir so wichtig ist, hieß früher Atmosphäre und davor Realismus.

Ich weiß auch nicht, wie du Kämpfe bei D&D abwickelst. Vielleicht ist das ja eine "Würfelblase" wie bei Wushu, in der jeder vor sich hin rollt und alles ignoriert, was nicht auf seinen Würfelwurf addiert wird. Aber in jedem Rollenspiel, dass ich kenne, achtet man darauf was vorher passiert ist und lässt seinen Charakter passend dazu handeln. Man spielt darauf hin gemeinsam eine Geschichte zu erleben und legt es darauf an, dass jeder seinen Teil zu einer mitreißenden Atmosphäre beiträgt.

Und auch wenn ich mich wiederholen muss: es geht nicht darum, dass du mit deiner PTA-Art supertoll neue Leute anfixen kannst. Du leitest nicht Nocturamas PTA-Runde. Du bist nicht da. Nocturama wird das machen und es ist niemandem geholfen, wenn du ihr Worte in den Mund legst, mit denen ihre Gruppe vielleicht nichts anzufangen weiß. PTA ist kein kompliziertes Spiel; man kann es aber sehr verwirrend und umständlich erklären.

Nocturama wird am Besten entscheiden können, welche Erklärung für ihre Gruppe geeignet ist. Sei es die Parallele zu Fernsehserien, der Vergleich zu Rollenspielen oder vielleicht etwas ganz anderes. Das einzige was fest steht, ist das was im Regelbuch zu lesen ist.

Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich albern so ein Riesending daraus zu machen, dass in deiner Runde jeder Spieler eine Szene zu jedem Charakter anmelden darf. Natürlich kann man das machen, ich habe doch nichts dagegen gesagt oder so getan, dass es dem Spielspaß abträglich wäre, wenn man das tut. Ich halte es nur für eine unnötige Verkomplizierung für das allererste PTA-Spiel. Es ist eine sinnvolle Technik, die man einbringen kann, wenn die Gruppe sich mit der "Story-Brainstorming"-Spielweise von PTA zurechtgefunden hat. Es gibt Spieler, die springen sofort darauf an und andere die dasitzen und darauf warten, dass der Spielleiter ihnen eine Plotschiene vorsetzt. Das halte ich für ein sehr viel weiter verbreiteten Stolperstein als "ich hab eine total tolle Idee für eine Szene, aber ich darf nicht, weil es nicht um meinen Charakter geht".

wjassula:
Ich finde diese Diskussion für das Verständnis von PtA überflüssig. Man entwickelt in der Gruppe gemeinsam einen Vorschlag für eine Szene, wobei die Person, die gerade dranne ist das letzte Wort hat. Es darf sich in dieser Szene selbstverständlich um alle Charaktere drehen. Wer "seinen" Charakter bevorzugen möchte, darf das tun, es führt allerdings nicht immer zu den dramaturgisch sinnvollsten Ergebnissen. Um´s mal mit PtA zu sagen: Wo ist jetzt der Konflikt?

Interessanter finde ich die Behauptung, dass Fredi irgendwie ein eigenes PtA spielt, das mit dem regelkonformen PtA  nichts zu tun hätte. Wo das her kommt, weiß ich nicht - mir ist es beim Spielen mit ihm nicht aufgefallen. Fredi ist doch eigentlich geradezu ein Regel-Nazi, der immer alles bei dem Buch machen will. Mir scheint es eher umgekehrt so zu sein, dass viele andere bei PtA lieber die Regeln etwas biegen, damit es "rollenspieliger" ist...aber ok. 

Und, liebe Threaderstellerin: Nicht verzagen. Das sind hier alles so Grabenkämpfe, die du gar nicht brauchst. Buch nehmen, nach den Regeln ausprobieren, mit Spielbericht wiederkommen und dann reden wir darüber, was nicht geklappt hat. Ist sinnvoller als sich vorher schon groß Kopf machen. Wie richtig gesagt wurde, ist PtA kein schwieriges Spiel und hat völlig zu Unrecht irgendwie den Ruf bekommen, dass man da erstmal total tiefsinnig ein anderer Mensch werden müsste. Das ist Tünnef, man macht es wie bei jedem anderen Spiel auch. Regeln durchlesen, ausprobieren und langsam lernen.

oliof:
Jasper: Hauptunterschied ist (IIRC, ich hab nur mal reingehört und Berichte gelesen) die relative Entmachtung des Producers und eine etwas andere Handhabung von Konflikten. Macht es aber nicht weniger zu PtA, korrekt.

Die Threaderstellerin sieht hier aber, dass es nicht wehtut, ihren eigenen Zugang zu PtA zu finden.

Zum Thema "Szene ohne Konflikt" – natürlich ist hier das Denouement als Stilmittel zu benennen, ebenso die Next Week Ons, die ja Spannung ohne konkreten Konflikt aufbauen können. Wobei man zwischen "Konflikt als Auseinandersetzung" und "Konflikt als Regelkonstrukt" unterscheiden muß. PtA-Konflikte beantworten die Fragen: Ist das was passiert im Sinne des Protagonisten oder nicht? (passend zum Protagonisten und seiner Issue) und Wer beschreibt, wie das aussieht?, Details hängen von der Gruppe, der Serie und der Episode/dem konkreten Spielgeschehen ab.

Pyromancer:

--- Zitat von: Georgios am 27.03.2008 | 12:17 ---Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich albern so ein Riesending daraus zu machen, dass in deiner Runde jeder Spieler eine Szene zu jedem Charakter anmelden darf.

--- Ende Zitat ---

Das war nunmal die Frage im OP. Und laut PtA-Regeln ist es nunmal so, dass jeder, der dran ist, Focus und Agenda festlegen darf, und es wird mit keiner Silbe erwähnt, dass da irgendwo der eigene Charakter drin vorkommen muss.
Das war die klare Antwort auf eine klare Frage.
Und dann kommst du, und versuchst, anderen Leuten deine (nicht PtA-konforme) Spielweise aufzuschwätzen :)


--- Zitat ---Natürlich kann man das machen, ich habe doch nichts dagegen gesagt oder so getan, dass es dem Spielspaß abträglich wäre, wenn man das tut. Ich halte es nur für eine unnötige Verkomplizierung für das allererste PTA-Spiel.

--- Ende Zitat ---
Ich seh das anders, Fredi sieht das anders, Matt Wilson sieht das anders. ;)

oliof:
Hey Tobias, Du hast mich vergessen!

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