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Savage Worlds - Small Talk
Sphärenwanderer:
--- Zitat ---Ein kleiner Diskussionspunkt am Ende: wie handhabt ihr den Todesstoß gegenüber SCs bei Euch am Tisch? Kommt der überhaupt einmal oder sogar öfter vor? Ich habe ihn gestern zum ersten Mal gesehen, und der betroffene Spieler, dessen Charakter vorher schon mit 4 Wunden auf einen Streich zu Boden gegangen und nun wehrlos war, war über den Todesstoß etwas angefressen. Wohlgemerkt, er spielt sehr sportlich, und hat dementsprechend an den vorangegangenen harten Würfelergebnissen nicht einen Ton zu meckern gehabt. Und es war eigentlich auch jedem klar, dass er höchstwahrscheinlich sehr bald auch ohne Todesstoß verblutet wäre, weil die Hilfe nicht unmittelbar erreichbar war. Und dennoch: die Hoffnung stirbt zuletzt. Mein Vorschlag war gestern, dass es vor einem Todesstoß, auch in solcher ohnhehin prekären Lage, immer einen kurzen Ausstauch zwischen SL und Spieler geben sollte: "Einverstanden?" So vermeidet man sicher jede Missstimmung am Tisch. Wer dann sagt: "in Ordnung!" trägt selbst in dieser wehrlosen Rolle noch zur Dramatik des Spielgeschehens bei. Und wer sportlich sagt: "lass mich bitte das Verbluten auswürfeln", trägt auch nicht wenig zur Spannung bei
--- Ende Zitat ---
War denn der Todestoß innerweltlich sinnvoll?`Hat also der Ausführende sofort erkannt, dass sein Gegner nicht tot, sondern nur halbtot ist? Und hat er gerade nichts besseres zu tun gehabt, wie z.B. weglaufen oder sich einem anderen Gegner zuwenden? Wenn das alles zutrifft, würde ich nichts dagegen sagen. Man sollte vlt die Nutzung des Todesstoßes generell vor der Kampagne absprechen und ggf. eine Verhinderungsmöglichkeit einbauen (Bennie). Wenn man einen Bennie ausgeben kann, um dem Todesstoß zu entgehen (Gegner glaubt, man sei tot), lassen sich auch Schurken manchmal wiederverwenden.
Kardohan:
Warum Spielerfiguren hier anders behandeln, wie Nichtspielerfiguren? Wenn sich die Situation eines Todesstoßes ergibt, so ergibt sie sich halt. Und wenn die Kameraden dem Verwundeten nicht zu Hilfe eilen konnten, so ist es eben so. Die "Tödlichkeit" eines Settings ist ja schon durch die Sterblichkeitsregeln desselben abgehandelt; da muss imA nichts mehr diskutiert werden.
Harlan:
Bennies hatte der Spieler leider keine mehr (sonst hätte sein SC auch nicht vier auf einen Streich gefangen). Der Stoß war taktisch nicht erforderlich. Der SC lag ja schon (tödlich verwundet) am Boden und der verrückte Schurke war eigenlich in der Fluchtbewegung; aber für einen solchen blutrünstigen Akt war eben doch noch etwas Zeit (die anderen SCs standen im ersten Stock und mussten durch das Fenster zusehen, was am Boden geschah) und zum Schurkencharakter hat es auf jeden Fall gepasst.
Es geht also mehr um das Miteinander am Tisch.
Kardohan:
Dann kann man nur sagen: Leider wirklich dumm gelaufen.
Ja, das Herzblut hing vielleicht an diesem Charakter, aber die Situation erscheint mir nicht unfair oder gemein. Und die Kameraden waren halt "außer Reichweite".
Ein paar letzte Worte würde ich ihm jedenfalls noch zustehen ;)
Harlan:
--- Zitat von: Kardohan am 7.10.2011 | 10:41 ---Ein paar letzte Worte würde ich ihm jedenfalls noch zustehen ;)
--- Ende Zitat ---
Eben, es geht mir darum, den Spieler auch in dieser letzten Szene des Charakters aktiv mitspielen zu lassen. Denn es ist immer blöd, wenn ein anderer Mitspieler (der Spielleiter) sagt: "Dein SC ist tot und Du kannst (auch als Spieler) nichts machen." Das mag noch so stimmig sein, die Passivität wird den Spieler frusten. Der Unterschied zu NSCs, nach dem Du fragst, liegt darin, dass der Spielleiter nach dem Tod eines NSCs kein Jota von seinen Spielanteilen einbüsst, ein toter SC aber mindestens eine Zäsur für eine halbe Stunde bedeutet. Die garantierten "letzten Worte" sind eine Möglichkeit, die "Zustimmungslösung" die ich vorschlage, eine andere, dem Spieler Aktionsmöglichkeiten zu geben, wo sonst Passivität und Frust lauern.
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