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Settingidee - Benighted

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der.hobbit:
Sehr nette Settingidee, so was hat mir auch vor einigen Jahren im Kopf herum gegeistert. Gibt's ja auch schon viele Vorlagen für solche Mischungen, allerdings habe ich es noch nicht mit den Nanobots erlebt.

Elfen / Zwerge: Mach daraus doch Rassen, die zu einem bestimmten Zweck von den "Göttern" erschaffen wurden. Zwerge z.B. als Arbeitstiere, Elfen als Lustobjekte oder so ähnlich. Damit hast du eine Begründung, warum es mehrere Rassen gibt, und kannst diese gleichzeitig fest verankern. Wenn es einfach nur EDs im Sinne EDO sind, fände ich es schade. Als ehemalige erschaffene Kreaturen kannst du ihre Eigenschaften auf der Basis der an sie gestellten Anforderungen festlegen und es macht mehr "Sinn".

Ernährung: Sehr cool fände ich auch eine alte Nahrungsmittelfabrik, die immer noch beständig produziert. Entweder im Sinne von einer statischen Pumpanlage, die z.B. Öl oder Ähnliches aus dem Boden holt und vollautomatisch auf chemischen Weg in einen Nährschleim verwandelt (optimal für Arbeitervölker!) oder in Form einer mobilen Ernteeinheit, die über die Welt fährt und dabei regelmäßig Gräser und Ähnliches aberntet (wodurch sie natürlich auch aufgrund der schlechteren Umweltbedingungen völlig kahle Streifen hinterlässt) und aufbereitet.
Beiden ist gemein, dass sie ein Schlaraffenland bieten, aber nicht mehr korrekt gesteuert werden. Die Erntemaschine z.B. hält nicht mehr an, und es ist extrem gefährlich, auf die fahrende Station hinauf zu kommen. Die statische Fabrik wird durch Sicherheitssysteme vor dem Zugriff von Crittern bewahrt - zu denen jetzt auch Menschen, Elfen und Zwerge zählen, da sie keinen Zugangscode haben.

@Magie: Würde ich auch draußen belassen, bzw. getreu dem Motto "jede hoch genug entwickelte Technologie erscheint den Unentwickelten als Magie" umsetzen, d.h. dass es hochtechnisierte Gimmicks gibt, die pseudo-magische Effekte hervorrufen, aber keine Elfen, die aus eigener Kraft magische Effekte hervorrufen können. Würde sich meiner Meinung nach besser ins Setting einfügen.

@Abenteuer / Konflikte: Bisher ist das Setting sehr offen, d.h. an Abenteuern kann man wohl so ziemlich alles spielen.
Konflikte im größeren Stile hast du schon angedeutet (Überfälle der Elfen auf die Menschen, seltene magische Utensilien, schlafende "Götter"). Ich würde vor einer Region X ist Y Aufteilung abraten (also hier sind die Technikbewahrer, da sind die Farmer, dort wohnen die Indianer, obwohl es natürlich nich genug Indianer geben kann!). Mir gefielen genauer ausgearbeitete Beziehungen zwischen Elfen, Zwergen und Menschen, sowie einzelne herausragende NSCs (im Sinne von bestimmten Herrschern, Magiern = Technikbesitzern, religiösen Führern usw.). Das passt meines Erachtens hervorragend in eine dünn besiedelte Low-Tech Welt, in der herausragende Individuen noch viel mehr reißen als in einem ausgefeilten Staatengebilde.

JohnStorm:
Hört sich ganz interessant an, aber wozu Elfen und Zwerge in das Setting einbauen?
Wie es sich liest, soll es ja kein Endzeit-Setting sein, wo es mit der Zeit immer noch schwerer wird, sondern es soll wohl ein konstanter Dauerzustand sein.
Was für eine Rolle soll Magie spielen?

Realistisch gesehen wächst im Eis und im Zwielicht nichts, damit können sich auch keine höheren Tiere ernähren (ein Eisbär z.B. braucht ein Gebiet von ca. 70.000 km² um genug Nahrung zu finden, aber die wächst nicht im Eis, sondert wird in Form von Plankton im warmen mehr produziert und dann in die Polarregionen "gespülht".) usw. Die Bevölkerung, die ein solcher Planet ernähren kann wäre relativ klein und eher dort konzentriert, wo es sowas wie Jahreszeiten gibt, also evtl. offenens Meer/Wasser  (->Plankton->Fische->Nahrung für Menschen).
Irdische Pflanzen brauchen i.d. Regel genügend Licht, eine Durchschnittstemperatur von 5°C, und Wasser, damit sie dauerhaft überleben können.
"Lebens"energie muss ja irgendwo her kommen, aus dem Licht einer Sonne, oder aus relativ konstanten thermischen Prozessen.  Aber thermische Ökosystem sind sehr klein.
Seit Matrix glauben ja viele wieder an ein Perpetuum-Mobile, was anderes waren die menschlichen Batterien ja wohl nicht ;)

Als einfachstes Mittel würde ich einfach den magischen Staub weglassen, der die Sonneneinstrahlung dauerhaft verdunkelt hat, oder er hat sich schnell wieder gesetzt. Die Nanobots könnten ja eine Fehlfunktion bekommen haben, und sogut wie jedes Plastk und Aluminium und Eisenmetall zersetzen. Das würde einer hochtechnischen Zivilisation auch den Garaus machen.
Eine andere Idee wäre, dass durch irgendeinen Unfall/Absicht die Erdrotation so verlangsamt wurde, dass der Tag/Nachtzyklus sich von 12/12 auf 48/48 verschoben hat, was zu einer neuen Eiszeit führte.

Rein praktisch könnte ich mir vorstellen, dass die geforderte Isolation zu Mutationen geführt hat, die nicht gemischt auftreten, sondern von Stamm zu Stamm nur bestimmte; diese können dann auch als Erkennungsmerkmal dienen, damit auch als Ausgrenzungsmerkmal, Feindbildmerkmal.

Ich weiss, dass ich das böse R-Wort für ein Rollenspiel-Setting verwende ist "tz, tz, tz". Aber  in der Beschreibung werden selbst auch reelle Erfahrungen der Physik und Biologie verwendet bzw. mit Analogien gerechnet. Oder warum sollten Elfen, nur weil es kalt wird, ein Fell bekommen? Warum sollte ein Elfen-Fell vor Kälte schützen? Warum sollte es Dunkel und Kalt werden, weil dieser magische Staub (NanoMeds) in die Luft geblasen wird?

Kampagnen/Abenteuer-Ideen:
- Einige Mutationen könnten Vorteile bringen, z.B. Infrarotsicht, besseres Gehör, Geruch, bessere Heilung. Einzelne Stämme könnten sich bekriegen und sich die Frauen stehlen, um mit ihnen Nachkommen zu zeugen, die beide Mutationen haben, weniger martialisch wäre Handel und freiwilliger Tausch von Frauen und Männern.
- Bedrohung von Außen (was mich dann schon wieder ans DeGenesis-Setting erinnert)
- Alle Arten von Feindbildern, die vom Nebenstamm mit den Grünen-Augen: die Götter haben gesagt, die sind schuld am schlechten Sommer, tötet sie.
- Alte Ruinen, Schriften, die von einer Zeit erzählen als es noch warm war, finden; Hinweise auf ein Gerät der Götter, dass die Erdrotation wieder normalisiert. -> Verschiedene Fraktionen: die einen halten das für Blasphemie, die anderen für den Willen der Götter/Ahnen etc. Mehr oder weniger eine Schnitzeljagd nach Hinweisen und am Ende kann das Gerät aktiviert bzw. zerstört werden.
- "Dry-Land"-Legende, ein Landstrich wo es super-duper ist; eine Expedition wird ausgesandt.

sir_paul:
Danke für die beiden ausführlichen Stellungnamen. Entschuldigung wenn ich nicht auf jeden Einfall einzeln eingehen sondern erstmal sammele, drüber Nachdenke und mein Setting dann überarbeiten.

Allerdings hätte ich eine Verständnisfrage:


--- Zitat von: JohnStorm am 14.05.2008 | 14:15 ---Eine andere Idee wäre, dass durch irgendeinen Unfall/Absicht die Erdrotation so verlangsamt wurde, dass der Tag/Nachtzyklus sich von 12/12 auf 48/48 verschoben hat, was zu einer neuen Eiszeit führte.
--- Ende Zitat ---

Auf das Zwielicht kann ich ganz gut verzichten, aber das Thema "Eiszeit" sollte erhalten werden. Kannst du kurz umreissen warum eine neue Eiszeit ausbricht wenn der Tag/Nachtzyklus sich auf 48/48 ändert?

Könnte unter diesen Bedingungen denn eine ausreichende Menge an Nahrung auf natürlichem Wege entstehen?

Gruss
sir_paul

Crimson King:
Die Idee ist, wenn man sie wissenschaftlich zu Ende denkt, auch nicht ausgegoren. Deutlich längere Tag/Nacht-Zyklen führen vor allem zu deutlich größeren Temperaturschwankungen. Wenn diese nicht durch andere Aspekte (Atmosphärendichte und -zusammensetzung etc) ausgeglichen wird, ist Leben, wie wir es kennen, nicht mehr möglich.

Der Rest von JohnStorms Ideen gefällt mir aber außerordentlich gut.

Nth-Metal Justice:
baucht man in einem Setting mit Elfen udn ZWergen wirklich einen wasserfesten mechanischen Hintergrund? Es gibt sicher Leute, die das für ihre Suspension of Disbelief brauchen. Ich brauche sowas nicht. Die Atmosphäre kann das Setting durchaus schont ragen.

Das Zwielicht finde ich schick, ander Tag- und Nachtrhythmen würden mich auch nicht stören, aber besonders hilfreich finde ich diese auch nicht. Da muss man immer umdenken, wenn man Zeiten berechnen will.

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