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SIFRP Das Rollenspielsystem zu Song of Fire and Ice von Green Ronin

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Chiungalla:

--- Zitat von: The Man Who Laughs am  6.12.2010 | 16:50 ---Naja, ein System muß ja nicht fehlerfrei sein, damit es okay ist. Ich erwarte auch nicht, dass ein neues System perfekt ist, aber ich finde, dass ein System gut sein sollte, für das was es können soll oder will. Gemessen an den Maßstäben die ich verwende ist SIRFP schlicht nicht gut genug. Und zwar sowohl auf der Ebene der Regeln im Allgemeinen und als Umsetzung des Settings.
--- Ende Zitat ---

Deine Maßstäbe sind aber rein subjektiv.


--- Zitat von: The Man Who Laughs am  6.12.2010 | 16:50 ---Es ist aber nach den Regeln faktisch nicht möglich jemanden wie Jon oder Robb als Spielercharakter zu erstellen.
--- Ende Zitat ---

Ich persönlich halte es für unsinnig zu erwarten das man mit Anfängercharakteren die Protagonisten der epischsten Geschichte von Westeros abdecken können soll. So etwas sind Rollen in welche die SCs reinwachsen sollen. Und das sind sie in eigentlich allen Rollenspielsystemen, auch in solchen die auf Romanen basieren.

Ich hab mich auch nie beschwert das mein 1. Stufe Elfenwaldläufer nicht so ein Held wie Drizzt war.

Abgesehen davon kann man alle Charaktere aus den Büchern wunderbar mit den Regeln abdecken, und das sogar mit Vor- und Nachteilen sehr schön und passend ausschmücken.

Terrorbeagle:

--- Zitat von: Hertha ---Ich finde, in einem Buch macht es Spaß, wenn die Protagonisten einen plötzlichen Tod sterben. In einem Spiel eher nicht.
--- Ende Zitat ---

Mag sein, dass ist jedem selbst überlassen. Nur ist es meines Erachtens ein Zeichen einer Fehlerhaften Umsetzung wenn das Spiel den Geist der Vorlage nicht einfängt. Es ist dann einfach eine schlechte Umsetzung. Die Option einer erhöhten Lebensertwartung kann man ja gerne beinhalten (notfalls über schlichtes GM fiat), aber als grundsätzliche Setzung ist es eine Verfehlung des Themas.
Es gibt einen Grund, warum ich Harnmaster als besseres Beispiel genannt habe - Harnmaster hat herrlich brutale Schadensregeln, aber es ist ehrlich gesagt nicht sonderlich leicht, dabei tatsächlich zu sterben. Es gehört zu den größeren Vorteilen eines konkreten und genauen Systems gegenüber eines abstrakten und oberflächlichen: Anstelle von abstrakten Absoluten kann man mit kleinschrittigen und konkreten und dadurch auch seh gut nachvollziehbaren Optionen arbeiten. Das ganze wird feiner justierbar und exakter.


--- Zitat von: Chiungalla ---Deine Maßstäbe sind aber rein subjektiv.
--- Ende Zitat ---
Absolut. Ich hab nie etwas anderes behauptet. Ich persönlich bin von dem System entäuscht, weil es eben meinen Erwartungen nicht genügt. Damit will ich gar nicht behaupten, dass das Spiel sonderlich schlecht ist. Dafür habe ich es auch nicht oft genug gespielt.


--- Zitat ---Ich persönlich halte es für unsinnig zu erwarten das man mit Anfängercharakteren die Protagonisten der epischsten Geschichte von Westeros abdecken können soll. So etwas sind Rollen in welche die SCs reinwachsen sollen. Und das sind sie in eigentlich allen Rollenspielsystemen, auch in solchen die auf Romanen basieren.

Ich hab mich auch nie beschwert das mein 1. Stufe Elfenwaldläufer nicht so ein Held wie Drizzt war.
--- Ende Zitat ---

Das Argument hat nur begrenzten Wert wenn es darum geht, 14-jährige Jungen zu spielen. Klar, der erststufige Waldläufer ist kein Drizzt - aber er hat die Chance und das Potential, einer zu werden. Die Möglichkeit besteht bei Rob oder Jon aber eben nicht - wo soll man denn mit der Kampagne anfangen, wenn man bitte ein erfahrener Held sein muss, um einen 14-jährigen Jungen zu spielen?

Yehodan ben Dracon:
Ich dachte, SIFRPG macht folgenden Unterschied:

Super-Star mit vielen Qualitäten aber keinen (rettenden) Destinypunkten
vs
eher durchschnittlicher Westerosi mit ner Menge Schicksal(spunkten)

?

Chiungalla:

--- Zitat von: The Man Who Laughs am  6.12.2010 | 17:20 ---Das Argument hat nur begrenzten Wert wenn es darum geht, 14-jährige Jungen zu spielen. Klar, der erststufige Waldläufer ist kein Drizzt - aber er hat die Chance und das Potential, einer zu werden. Die Möglichkeit besteht bei Rob oder Jon aber eben nicht - wo soll man denn mit der Kampagne anfangen, wenn man bitte ein erfahrener Held sein muss, um einen 14-jährigen Jungen zu spielen?
--- Ende Zitat ---

Mit einem 8jährigen Charakter z.B.
Oder mit einem 13jährigen, wenn man in dem einen Jahr viel erlebt, und der Spielleiter mit EP um sich wirft.

Es ist eben unmöglich mit einem 14jährigen epischen Held anzufangen. Einen zu spielen ist hingegen gar kein Problem. Das System kann die Charaktere aus den Büchern abbilden, gibt nur den Spielern solche nicht als Startcharaktere an die Hand.

alexandro:
Semi-OT:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat von: The Man Who Laughs am  6.12.2010 | 16:50 ---Wie alle Harnmaster-Produkte ist es eine sehr detaillierte und durchdachte Beschreibung, wie ein Gutshof oder LEhen funktioniert, wobei sich die zugehörigen Regeln dann aus den Beschreibungen abbleiten. Ungefähr ein Drittel des Buches wird durch Beschreibungen der LEbens- und Alltagswelt von leibeigenen Bauern bis hin zu Adeligen aufgwandt, auch um ein gutes Gefühl für die Lebens- und Erfahrungswelt der Charaktere zu bieten. Aus diesem Rahmen leiten sich dann Regeln ab, die hauptsächlich über Ressourcenmanagement laufen; sprich wie viel Geld man mit einem Landgut erwirtschaften kann, wie man dieses Geld dann wieder ausgibt, und so weiter. Etwa ein Drittel schildert den wirtschaftlichen Teil der Lehensverwaltung, der meines Erachtens ein gutes Maß zwischen einfachen und schnell nachvollziehbaren, aber gleichzeitig nicht oberflächlich und damit dummen Regeln wird. Eine art Schicksalswurf für die Lehensentwicklung gibt es übigens auch.
Der letzte Drittel des Buches beinhaltet Beispiele und spielfertige Hintergründe, aber die dürften nicht so relevant sein.
Das Buch ist sein Gewicht in Gold wert, wenn es darum geht, ein Gefühl für die Lebens- und Erfahrungswelt in einer pseudo-mittelalterlichen Dorfgemeinschaft oder einem Rittergut zu geben.

--- Ende Zitat ---

Der Witz ist ja: die meißten Charaktere in ASOIAF verwalten ihr Lehen nicht selbst, sondern delegieren diese Aufgabe an ihre Seneshale und andere Untergebenen. Wichtig ist in diesem Fall hauptsächlich, welche Ergebnisse die Verwaltung bringt, nicht wie diese genau abläuft

Hier ein Dumm-Detailliertes System aufzusetzen, würde die Position Identification des Spielers untergraben und den Fokus des Spiels in eine Richtung verschieben, die nicht von jedem Gewollt ist.

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