Medien & Phantastik > Sehen

Der Mongole

<< < (3/3)

Enkidi Li Halan (N.A.):
Also ich fand den Film eigentlich ganz okay. Schöne Bilder.
Und manche Szenen ließen mich irgendwie an einen Dokumentationsfilm über das Leben der barsaivischen Hochland-Trolle denken  ("Hey, ich bin betrunken - komm, lass uns kämpfen!") >;D

Das Grauen:
Sodele, nachdem ich den Film jetzt am Wochenende gesehen habe (nachdem ich fast ne Dreiviertelstunde das Kino gesucht habe), kann ich auch endlich meinen Senf dazugeben.

Den Film fand ich von der Aufmachung her super gemacht, schöne Landschaftsbilder, schöne Ausstattung, alles in allem sehr glaubwürdig. Die Schauspieler haben auch eine solide Leistung abgegeben. Wirklich negativ ist mir selbst eigentlich nichts aufgefallen. Der Film hat mich unterhalten und das ist ja, was zählt :)

Fazit: Kann man sich anschauen, der Film hat einiges sehenswerte Szenen!

Yerho:

--- Zitat von: Imiri am 14.08.2008 | 22:45 ---Für mich war ja so ein Persönliches Highlight : 'Alle Mongolen fürchten sich vor dem Donner, warum du nicht? Ich hatte keinen Ort an dem ich mich hätte verstecken können und da habe ich aufgehört mich zu fürchten!'

Zieht euch die Szene in der Richtigen Stimmung rein ....
--- Ende Zitat ---

Wer solche kleinen Weisheiten mag und sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich als Lektüre "Der Schwarze Wolf" von Kurt David. Der Roman ist leider nur noch antiquarisch erhältlich, lohnt sich aber. Aus der Sicht eines Jugendfreundes von Temudschin (dem späteren Khan) wird dessen Weg vom Sklaven zum Heerführer und schließlich zum Tyrannen dargestellt. Außerdem wird der Kontrast zwischen dem rauhen Gehabe der Steppenkrieger und ihrem kulturellen Nomadenleben sehr schön dargestellt.

Mal ein paar Beispiele:

"Dein Leben ist gering, dein Tod wird keinen erzürnen. Also wirst du nur ein Blatt sein, das der Wind vom Baume reißt. Und wer vermisst an einem Baum schon ein einzelnes Blatt?"

"Elf von euch folgten meinem Befehl, der mich das Leben gekostet hätte, einer folgte ihm nicht und rettete mich vor dem Tode. Wenn ich dem einen jetzt danke und ihn beschenke, danke ich ihm dann seinen Ungehorsam?"

"Lieber will ich wie ein Tier leben und verenden, als ein Sklave sein; denn das Tier ist frei und steht über dem Sklaven."

"Zedern sterben nicht, sie wachsen aus Vergangenem ins Künftige, sie leben wie stumme Riesen unter uns, sind Zeugen der Zeiten. Und wenn der Wind sie zerzaust, beginnen sie zu erzählen wie die weißbärtigen alten Männer. Wer ihnen lauscht, wird weise, mein Sohn."

JS:
30 minuten kürzer, bessere schnitte und übergänge, spannungsreichere geschichte, dann hätte es was werden können. so aber bleibt für mich ein etwas langatmiger film mit wunderlichen zeitsprüngen und ein paar malerischen landschaftsaufnahmen.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln