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Musik: Warum soll man sich anhören, was man nicht mag?

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Arbo:
Hey, das ist ne Einleitung! Was MRR kann, kann ich schon lange!

Also, nicht so ernst nehmen, sonst antworte ich: Alles!

Weitermachen.  ;)

Crimson King:
Es gibt definitiv Sachen, die man sich schönhören kann oder sogar muss. Allerdings braucht es dafür halt auch ein grundlegendes Interesse, in die Richtung zu gehen und überhaupt, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen und den eigenen Horizont zu erweitern. Es gibt allerdings auch genügend Sachen, bei denen man sehr schnell merkt: das ist nicht meins, da gibt's auch kein Schönhören. Insofern gebe ich Jörg so ziemlich uneingeschränkt Recht.

Feuersänger:
Wie ich schon sagte: was Jörg gesagt hat. Natürlich sind meine musikalischen Präferenzen andere.

Erstens: Darf durchaus jeder toll finden, was er mag. Aber man muss nicht erwarten, dass es jedem gefällt, man muss nicht der ganzen Welt damit auf den Sack gehen, und man kann sich das Missionartum sparen, wenn man bereits auf Ablehnung gestoßen ist.

Zweitens: man darf auch Sachen scheisse finden und das auch sagen. Man darf übrigens bei erwachsenen Menschen im Regelfall durchaus davon ausgehen, dass sie etwas nicht aus der leeren Luft heraus als Mist bezeichnen, sondern schon ihre Gründe dafür haben.

Drittens: nein, ich muss auch nicht jedem neuen Kleid des Kaisers eine "faire Chance" geben und mit Gewalt versuchen, mich irgendwo reinzuhören, was mich von anfang an abstößt. Um mal Hüsch zu paraphrasieren: Ich habe inzwischen ein Alter erreicht, in dem ich nicht mehr alles mögen wollen muss.

Viertens: von wegen reinhören: es gibt unterschiedliche Grade des Nichtgefallens. Die vorgenannten Opeth zum Beispiel sind nicht unbedingt mein Fall, ich höre die Musik an und sage: jawoll, wahnsinnig komplex, für meinen Geschmack aber zu durcheinander, und ich mag diesen Gesangstil (also das Grunzen) nicht. Insgesamt sehr anstrengend. Wenn ich aber am anderen Ende des Spektrums z.B. das weinerliche Gejammere eines X. Naidoo hören muss, werde ich aggressiv und will irgendwas kaputtmachen; am besten die Quelle der Kakophonie. Zwischen diesen beiden Ausprägungen des Nicht-Mögens liegen WELTEN!
Kurz: In Opeth könnte ich mich vielleicht reinhören, in Naidoo niemals.

Kinshasa Beatboy:
Wie schön, dass sich meine Meinung zu 2/3 bereits im Thread findet:

1/3: das was Gaukelmeister sagt.

2/3: das was Crimson King sagt.

3/3: Musikgeschmack muss man sich teilweise erarbeiten. Es gibt nach meiner Auffassung in der Musik speziell und in der Kunst generell tatsächlich so etwas wie Geschmack im Sinne eines fortgeschrittenen und tieferen Verständnisses, welcher aber eine intensive Beschäftigung mit der jeweiligen Kunstform auseinandersetzt. Wer dazu keine Lust oder keine Zeit hat, wird das vermutlich auch weder verstehen können noch wollen.

Funktionalist:

--- Zitat ---Geschmack hängt nicht mit einer umfassenden Kenntnis der Musik und Szene zusammen, er bildet sich einfach herraus und das war es.

--- Ende Zitat ---
Da muss ich widersprechen.
Man brauch sich ja nur mal die verrückten Pianisten anzuschauen, die so unglaublich auf Schubert fliegen. Oder zum Beispiel diese Bach-euphorie überall.

Hier muss die Musik erarbeitet werden, bis sie einem zeigt, wo ihre Schönheit liegt... (Bei Bach bin ich zu faul ;D )

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