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Greifenklaue:
Chez Max - Dystopie von Jakob Arjouni (auch bekannt für seine Kayankaya-Krimis um den türkischen Ermittler Kayankaya)
Hintergrund und Ausgangslage via Wiki: "Chez Max spielt in Paris im Jahr 2064. Die Welt ist durch einen gigantischen Zaun in zwei Lager geteilt - einen fortschrittlichen, demokratischen und einen rückständigen, diktatorischen und von religiösem Fanatismus geprägten Teil. Europa und China sind die zwei Großmächte, die die 1. Welt beherrschen. Die USA sind, nachdem sie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im Irak einmarschiert sind, dort gescheitert, gingen bankrott und wurden in einen Agrarstaat umgewandelt, gehören aber nichtsdestoweniger noch zur 1. Welt. Im Rahmen einer europäisch-chinesischen Konföderation wurde der Große Befreiungskrieg durchgeführt, „an dessen Ende sämtliches Kriegsgerät in der südlichen Hemisphäre entweder zerstört oder abtransportiert und der Zaun fertiggestellt war.“[t 1] Sowohl der Zaun selbst als auch das Leben „vor“ dem Zaun - also in der ersten Welt - werden von den so genannten Ashcroft-Büros überwacht. Die Ashcroft-Büros, benannt nach dem ehemaligen Justizminister (Attorney General) John Ashcroft, sind eine Art Superpolizei, die geheimdienstliche Überwachungen durchführt. Ihrer Vorgehensweise liegt das Prinzip der präventiven Verbrechensbekämpfung zugrunde.
Max Schwarzwald, der Erzähler des Romans ist ein Ashcroft-Mann und arbeitet verdeckt für die Ashcroft-Behörde. Vorgeblich ist er Besitzer des Chez Max - cuisine allemande, einem kleinen Restaurant im elften Pariser Arrondissement. Zu Beginn des Romans sieht Max mit an, wie Leon, ein guter Bekannter von ihm, auf seine Veranlassung hin verhaftet wird. Leon hatte nicht nur geraucht, was schon verboten ist, sondern auch versucht, im großen Stil Drogen zu importieren und zu verbreiten und wurde schließlich von Max verraten (...)"
Deutsche Dystopie (in Frankreich) von Krimi-Autor? Kann das funktionieren? Überraschend gut. Arjourni greift einige Entwicklungen auf, überspitzt sie, hat dazu noch einige (durchaus gute) Ideen, insgesamt beschreibt er perfekt den Mitläufer eines Systems, wie es heute schon in Grundzügen existiert und hier und da pervertiert.
Gelungene Dystopie 4 von 5 Würstchen mit Sauerkraut - direkt aus dem Chez Max.
Ludovico:
Cibola Burns aus der The Expanse-Reihe
Der schwaechste Teil der Serie soweit. Die Motivation der Antagonisten ist eher unglaubwuerdig und am nervigsten war die Unfaehigkeit des Autoren bei direkter Rede oefters ein anderes Verb zu nutzen als "to say".
Man, mir gingen die Dialoge echt auf den Sack.
Das Grauen:
Der Flotte Totte - Brennt die kleine Kerze ;D
Noir:
Gerade die erste Folge Potz Blitz - Die Zauberakademie gehört. Ein Kinderhörspiel das im Netz gerade eine Menge positiven Feedbacks kassiert. Grundsätzlich war das schon eine niedliche Geschichte ... aber EXTREM bei Harry Potter zusammengeklaut. Das geht schon bei der Musik los, die mich teilweise arg an die Filme erinnerte und geht dann fröhlich weiter. Die Zauberakademie könnte 1 zu 1 Hogwarts sein, die Lehrer und Kinder haben fast exakt die selben Rollen ... naja ... für die Zielgruppe ist es trotzdem ein schönes Hörspiel geworden (und Santiago Ziesmer darf hier mal etwas böse sein - darf er viel zu selten. Der Mann kann nämlich nicht nur Spongebob und Steve Urkle).
Die Sprecher waren fast alle gut besetzt. Die Klassenlehrerin hat mich leider nicht überzeugt. Sehr künstlich.
Greifenklaue:
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik - 1. Tag von Patrick Rothfuss, gelesen von Stefan Kaminski
4 mp3-CDs, ungekürzte Lesung über 1689 min.
Puhh, das war mal ... detailiert und teils langatmig. Im Kern geht es um die Werdung des Helden Kvothe, der als alter Gastwirt seine Geschichte selbst erzählt - in drei Tsgen. An Tag eins beschreibt er sein Aufwachsen bei den Edema Ruh (eine Art edle Zigeuner), sein Schicksal als Gossenkind, wie er an der Akandemie aufgenommen wurde und die ersten Schritte in der Sympathie, einer Form der Magie, erlernt.
Mir deutlich zu detailliert, auch wenn Rothfuss immer wieder interessante Aspekte bringt - seine Magietheorie rund um die Symphatie oder seine doch etwas anderen Drachen.
Wer es ausführlicher will:
-> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Name_des_Windes
3 von 5 Namen.
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