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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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6:

--- Zitat von: Xemides am  4.07.2020 | 14:08 ---Aber auch die Konsequenzen können in den Büchern doch besser dargestellt werden als in der Serie. So es überhaupt Tode waren (was beim Bluthund ja nicht mal gesagt ist, vielleicht war der auch einfach gar nicht tot).

--- Ende Zitat ---
Du missverstehst glaube ich immer noch meinen Punkt. Wenn sie nicht tot sind, dann verwässerst Du für mich die Konsequenzen und die Bedeutung der Tode. Da kannst Du dann in den Büchern rumargumentieren, wieso sie nicht gestorben sind, wie Du willst. Die Beiden sind dann nicht tot und das warum sie gestorben sind, wird dadurch verwässert. Sie sind ja nicht tot, also ist der Rest nicht mehr gültig.

JS:
Ich kann diese Position gut verstehen, vor allem, weil in GoT ja mit dem (dauerhaften) Tod auch der berühmten Leute nicht gegeizt wird. Sicherlich sind Wiederbelebungen bei GoT trotzdem noch eine Ausnahme, aber dennoch fragt man sich nach der ersten davon, wer von den Toten wohl noch auferstehen wird.

(Richtig schlimm haben sie das bei Gotham ins Extrem getrieben, wo eigentlich niemand mehr "echt" stirbt. Das persiflieren sie zwar in der Serie dann schon selbst, aber alles in allem wirkt es nur hilflos. Man merkt, daß sie eine feste Crew haben und dabei bleiben müssen.)

Mr. Ohnesorge:

--- Zitat von: Xemides am  4.07.2020 | 14:12 ---Schrott ist ansonsten halt nur deine subjektive Meinung. Sicher sind viele Bücher die du magst für andere Schrott.

--- Ende Zitat ---

Erzähl' mal. Endlich mal eine neue Erkenntnis für mich.  ::)

Mir persönlich (also: meiner Meinung nach) hat die Qualität der Bücher mit jedem Buch abgenommen. Im in den letzten beiden (ich beziehe mich auf die englische Ausgabe) sind zu viele überflüssige neue Charaktere eingeführt worden, die Plots treten auf der Stelle und es gibt wenig Überraschungen.
Disclaimer: ich habe den Kram vor sechs Jahren gelesen.

Ist aber, wie du so richtig richtig erkannt hast, meine Meinung. Keine unumstößliche Wahrheit.

 :hi:

Jiba:

--- Zitat von: JS am  4.07.2020 | 15:34 ---(Richtig schlimm haben sie das bei Gotham ins Extrem getrieben, wo eigentlich niemand mehr "echt" stirbt. Das persiflieren sie zwar in der Serie dann schon selbst, aber alles in allem wirkt es nur hilflos. Man merkt, daß sie eine feste Crew haben und dabei bleiben müssen.)

--- Ende Zitat ---
(Ist mir auch aufgefallen. Aber dann sollen sie halt keine Plots schreiben, in denen Charaktere sterben (WtF?). Und die trotzdem spannend sind. Das muss ja wohl möglich sein...)

Ansonsten sehe ich das genau wie 6. Das Wiederbeleben von Charakteren führt die eigene Stimmung, die die früheren Staffeln/Bücher aufgebaut haben, ad absurdum.

JS:
Als sie Ned Stark so richtig echt und dauerhaft umgebracht hatten, fiel mir noch vor Schreck die Kaffeetasse aus der Hand; ungläubiges Staunen vor dem Bildschirm und schließlich Bewunderung für diese ganz ungewohnte Serienkonsequenz folgten auf dem Fuße. Das war dann spätestens ab John Schnee leider nicht mehr der Fall. Gut, es minderte nicht meine Zuschauerfreude und war sogar schön, weil ich John mag und nicht missen wollte, aber trotzdem... der Blick auf Tode wurde anders.

Ich kam jedenfalls auch mit der 8. Staffel ganz gut zurecht, obwol sie antiklimaktisch war und sehr gerafft. Der Untotenkrieg war ein schlechter Witz in Taktik, Dauer und Ende. Mich ärgerte nur, daß Daenerys plötzlich zu einer Wahnsinnigen gemacht und hochgeschrieben wurde, weil sie das machte, was in der gesamten Menschheitsgeschichte selbst milde Feldherren immer mal wieder befohlen haben oder befehlen mußten: eine rebellische Stadt plattzumachen und damit jeden weiteren Widerstand zu brechen. Das mag vielleicht ein gewisser Kontrast zur superlieben Daenerys der vorherigen Staffeln gewesen und einem großen persönlichen Schmerz entsprungen sein, hatte aber gar nichts mit Wahnsinn zu tun. Die letzte und mächtigste Widerstandsbastion voller feindlicher Soldaten ergab sich nicht und lehnte jede weitere Verhandlung ab. Hätte Daenerys die Mauern niederstarren sollen? Oder auf den "Triumph des Volkes" warten? Come on...
Weshalb all die Metzler, Schlächter und Krieger in ihrem Gefolge darüber so schockiert waren, erschloß sich mir weniger. Vorher wurde jeder Gegner knallhart beseitig und gab es Schlachten mit Bergen von Toten (buchstäblich), jetzt plötzlich fanden alle zu ihrem Pazifismus zurück? Das war mir alles in allem zuviel Inkonsistenz und ein zu moderner, moralinsaurer Humanistenblick auf eine ganz andere Welt, Zeit und eine Bürgerkriegssituation.

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