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HBO's Game of Thrones (Song of Ice and Fire von George R Martin)

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Arlecchino:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es wurde gezeigt aber nicht erklärt. Und schon beim ersten Mal wars unglaubwürdig. Wie gesagt sehen wir nichts davon, wie der Charakter zu der Kenntnis gelangt ist. Es ist einfach nur eine weitere seiner tollen Eigenschaften, die ihn anderen Figuren gegenüber überlegen macht. Noch dazu macht es im Narrativ keinen Sinn. Wer hauptsächlich auf seiner Burg hockt und Frauen quält hat wenig Zeit ein militärisches Genie zu entwickeln. Vor allem verglichen mit Berufssoldstem und Feldherren, die in der ganzen Welt durch die Gegend springen.

Die Spannung zwischen Sansa und Arya kam auch für mich unerwartet, ich finds aber nicht unplausibel. Arya hat Sansa als die Frau Erinnerung, deren naives Verlangen nach Ansehen und Macht sie an die Seite von Goffrey gebracht hat - und die hilflos daneben stand, als ihr Göttergatte ihren Vater hinrichten ließ. Ob die Einschätzung so korrekt ist sei mal dahingestellt, aber nachdem sie durch den westerosischen Adelsfleischwolf gedreht wurde dürfte sie schon allein aufgrund ihres Verhaltens in den augen Aryas genau den Menschen ähneln, die Arya zu verachten gelernt hat.

Arya widerum hat keine Ahnung von politischem Kalkül und bewertet ihre Schwester aus einem fast eingefrorenen, moralischen Verständnis heraus, das in ihrer Ausbildung jenseits von Westeros verstärkt wurde. Sie weiß auch wenig über Sansas Leidensweg bis zu dem Punkt. Rückblickend betrachtet hätte ich es vermutlich seltsam gefunden, wenn daraus kein Konflikt zwischen den beiden entstanden wäre.

Ich war zunächst auch enttäuscht, dass Littlefinger Arya entdeckt hat. Es lässt sich aber durchaus herleiten. Vielleicht hatte er auch mal mit diesen magischen Assassinen zu tun. Zuzutrauem wäre es ihm.

Silent:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich glaube ja, dass Arya eine Ahnung hat, dass Kleinfingers etwas plant und erst einmal nur mitspielt. Kleinfinger versucht zu offensichtlich die Schwestern gegeneinander auszuspielen. Ich denke das wird nicht gut für ihn enden.

Arldwulf:

--- Zitat von: Arlecchino am 15.08.2017 | 16:01 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich war zunächst auch enttäuscht, dass Littlefinger Arya entdeckt hat. Es lässt sich aber durchaus herleiten. Vielleicht hatte er auch mal mit diesen magischen Assassinen zu tun. Zuzutrauem wäre es ihm.

--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ehrlich gesagt würde es viel besser zu ihm passen wenn er sie gar nicht entdeckt hat. Sondern einfach nur ganz simpel mit ihr rechnet.
 Genauso wie er es Sansa schon gesagt hat. Rechne mit allem, dann kann dich nichts überraschen. Genau dies passt viel besser zu ihm als Charakter. Vor allem wenn man bedenkt, dass er es gewohnt ist beobachtet und ausspioniert zu werden. Gleichzeitig hat er ganz offen Hinweise auf Aryas Entwicklung gesehen, z.B. bei dem Kampf mit Brienne, oder dadurch das sie es war welche den Dolch an sich nahm. Genug um jemanden wie ihn neugierig zu machen und zu kleinen Tests zu verleiten. Und es ist ja auch nicht so als ob Arya tatsächlich ihre (ganzen) Fähigkeiten dafür einsetzt heimlich zu bleiben, nein sie unterschätzt ihn scheinbar. Das würde sie nicht wenn sie ihn so gut wie Sansa kennen würde. Tut sie aber nicht.

Eulenspiegel:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich glaube, da wird eine Szene mächtig missinterpretiert.
Baelish muss die ausgebildete Assassinen gar nicht erkennen. Er ist aber Menschenkenner genug, um zu erkennen, dass sie misstrauisch ist. Das heißt, er muss nur halb offensichtlich/halb versteckt nach den Schreiben suchen und es verstecken. Dann hat er eine hohe Chance, dass Arya das Schreiben findet.

Es ist dabei nicht wichtig, dass Baelish Arya erkennt. Der Plan funktioniert auch, wenn Arya vollkommen unentdeckt bleibt.

Diese Beobachter-Szene ist einfach nur ein erzählerischer Kniff und für die Handlung vollkommen irrelevant. Früher hat der Protagonist seine Gedanken laut zum Publikum gesprochen (sogenannter innerer Monolog). Käme bei GoT aber blöd, wenn Baelish seine Gedanken dem Publikum erzählt. Daher musste man sich einen anderen Kniff überlegen, wie das Publikum von Baelishs Plan erfährt, ohne dass Baelish einen inneren Monolog führt. Und der Kniff dafür war: Baelish steht hinter der Mauer und schaut mysteriös.

Wichtig dabei ist: Ob Baelish dort nun steht oder nicht steht, ist für die Handlung vollkommen irrelevant! Der einzige Sinn und Zweck hinter der Szene war, dass das Publikum erfährt, dass es Baelishs Plan war. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemanden die Szene stört: Einfach ignorieren. Sie hat für die weitere Story keine Relevanz. Sie ist nur ein erzählerischer Kniff, der den inneren Monolog ersetzen sollte.

Hellstorm:
Die Schnelligkeit der Erzählung ist gut, dennoch stößt mir einiges Sauer auf. Zeit oder besser das "vergehen von Zeit" spielt keine Rolle mehr. Besonders merkt man es auf Dragonstone. Zusätzlich spürt man stark das nun serienschreiber das Zepter übernommen haben. Der Showkampf zweier Hauptcharaktere wäre in der ersten Staffel belacht worden (siehe Kampf sandore vs. The Mountain). Kurz gesagt der Fantasy Anteil nimmt stark zu und Logik wird mir sehr stark gebogen.

Trotzdem macht es sehr viel  Spass die Serie zu schauen. Es ist ,aus meiner Warte, nur nicht das "große Kino"  von dem alle reden.

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