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Eure Meinung: D&D4 als Nachfolger von D&D1-3

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Enpeze:

--- Zitat von: Maltese Falcon am  5.02.2009 | 20:19 ---ich glaube Leute, die D&D4 nicht als Rollenspiel sehen, sind dieselben, die auch abstrakt designte Erzählspiele nicht als Rollenspiel sehen, wenn sie sie denn überhaupt kennen würden.
Sprich: Sie sind mit D&D4 zum ersten mal überhaupt in Kontakt mit etwas anderes als "Aktionsbasierten" Rollenspielen gekommen und die erste Reaktion ist erstmal Ablehnung weil es nicht mehr so ist, wie alles, was sie kennen (also so gut gar nichts).

--- Ende Zitat ---

An Deiner Stelle würde ich "Rollenspiel" in Anführungszeichen setzen und nicht aktionsbasiert. Das zweite ist Fakt und für jeden ersichtlich, das erste ist nur eine Annahme von einigen Leuten. :)

Bezüglich der Erfahrung mit verschiedenen Rollenspielen. Mit über 40 Lenzen spiel ich wahrscheinlich um einiges länger die meisten Leute an diesem Board (wahrscheinlich Dir inklusive) und habe während dieser langen Zeit bereits mehr Rollenspielkonzepte vergessen als andere überhaupt kennen. Ich denke ich bin mittlerweile fähig ein Rollenspiel von keinem zu unterscheiden. :)


--- Zitat von: Maltese Falcon am  5.02.2009 | 20:19 ---Wären solche Leute zuvor schon mit abstrakteren Konzepten in Kontakt gekommen wäre der Umstieg auf D&D4 runder gelaufen. Da hätten die Wotzies wohl mehr Aufklärungsarbeit leisten müssen.
--- Ende Zitat ---

Hm. Aufklärungsarbeit? Die Frage ist doch ob die Wotzies selbst irgendwie befähigt sind gescheite Rollenspiele auf die Füsse zu stellen - ein Tipp von mir: hör Dir mal die Podcasts mit den WotC-Hausrunden an, ein gutes Beispiel für etwas das KEIN Rollenspiel ist und von den Machern doch als solches bezeichnet wird. (ebenso wie das ganze 4e Produkt)

Offensichtlich bist Du der Meinung, WotC stellt so eine Art Authorität im Rollenspiel dar. Ich möchte Dir diese Illusion natürlich nicht nehmen. Also wenn Du von ihnen gerne "aufgeklärt" werden willst, welche neuen tollen Spielkonzepte sie sich für 4e ausgedacht und dann mit dem Label "Rollenspiel" versehen haben, dann nur zu. Konsequenterweise sollten dann für Dich Spiele wie Descent oder Advanced HeroQuest auch unter die Rubrik Rollenspiel fallen. (steht bei letzterem auch auf der Schachtel)

Enpeze:

--- Zitat von: killedcat am  5.02.2009 | 19:05 ---
Ich persönlich sehe D&D4 durchaus als Rollenspiel.
--- Ende Zitat ---

Allerdings nehme ich an, Du hattest noch nicht das Vergnügen es zu spielen oder?


--- Zitat von: killedcat am  5.02.2009 | 19:05 ---Es ist nicht mein Rollenspiel. Um genau zu sein: ich würde D&D4 nicht spielen wollen und habe eine gewaltige Nachkaufdissonanz.
--- Ende Zitat ---

Und was ist eine "Nachkaufdissonanz"??


--- Zitat von: killedcat am  5.02.2009 | 19:05 ---Aber ich finde, es ist ein ganz normales, wenn auch mit furchtbar viel Aufwand verbundenes, Rollenspiel. Ja, der Schwerpunkt liegt auf Kampf, genau wie bei der oWod, bei Rolemaster, bei Savage Worlds. Jedes Rollenspiel setzt Schwerpunkte.

--- Ende Zitat ---

Das kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Willst Du uns hier weismachen, daß z.B. ein Abenteuer mit Schwerpunkt Politik statt Kampf nicht oder nur ungenügend mit einem von Dir oben genannten Systemen spielbar ist?

K!aus:

--- Zitat von: Thalamus ---Die Schreie waren vor allem vor dem Erscheinen der 3.0 laut geworden, aber nach deren Veröffentlichung sind die allermeisten ziemlich schnell umgestiegen.

--- Ende Zitat ---

Richtig. Denn da durften die Spellcaster auch immernoch ihre Zauber behalten und konnten sich sicher sein, dass sie ....ab der 10. Stufe die Gruppe beschützen, während es vorher umgekehrt war.. Oder wie ging dieser Slogen?

Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass viele der Schreier der 4. Edition traditionelle Spellcaster sind. Die ihre geliebten Klassen in der Macht beschnitten sehen. Die sehen, dass sie gestreamlined wurden. Die sich durch andere nur durch Rituale unterscheiden....ach das kann man ja schnell mit einem Feat ausbügeln.

Zumindest habe ich das so in meiner Gruppe so empfunden und viele Posts auf Enworld gingen meiner Meinung nach in eine ähnliche Richtung. Sobald ein schimpfender Geselle sein zweites oder drittes Post verfasst hatte, ist langsam durchgesickert, dass die Magier jetzt solche Zottel geworden sind.


Und so sehe ich mittlerweile irgendwie die Ironie.
Zumindest in meiner Gruppe gab es früher den Aufschrei, dass diese verdammten Magier so dermaßen imba sind. Imba! Imba! Das sei das dumme an DnD. Gehen wir doch lieber DSA spielen.
Und jetzt? Jetzt sind alle gleich.
Wie sagt man jetzt? Alle Charaktere sind ba ba ba?!?  ~;D

Egal wie man es macht es ist verkehrt. Welch neue Erkenntnis.  >;D

Ich persönlich muss sagen, dass ich vor lauter Flamewar (denn dann gibt es ja noch Pathfinder!) zwischendurch echt die Lust am Spielen verloren habe.

Können wir nicht einfach nur mal wieder spielen und freude an dem System haben? Weil es gerade jetzt Bock macht? Kein Rollenspiel ist perfekt. Kann es auch nicht. Da jeder andere Ansprüche und Vorstellungen an ein System hat.

Also warum zur Hölle soll dann DnD4  unperfekter sein als andere?

Mist, das wurde jetzt fast ein Rant. Hoffe, dass das durchgeht.

Cheers,
  Evil DM.

6:

--- Zitat von: Enpeze am  5.02.2009 | 21:45 ---Hm. Aufklärungsarbeit? Die Frage ist doch ob die Wotzies selbst irgendwie befähigt sind gescheite Rollenspiele auf die Füsse zu stellen - ein Tipp von mir: hör Dir mal die Podcasts mit den WotC-Hausrunden an, ein gutes Beispiel für etwas das KEIN Rollenspiel ist und von den Machern doch als solches bezeichnet wird. (ebenso wie das ganze 4e Produkt)

--- Ende Zitat ---
Ein kleiner Tipp für Dich: Schau Dir bei Gelegenheit das Abenteuer "Demon Queen`s Enclave" an. Das Abenteuer ist sehr Intrigen- und Diplomatielastig. Es ist dabei möglich und wird sogar für den SL relativ gut vorbereitet, dass ein Großteil der Encounter über Skillchallenges und ohne Kampf gelöst werden. Sie haben dabei zwar (mal wieder) an den Regeln für Skill Challenges gedreht. Aber trotzdem wird der SL darauf vorbereitet, dass die Spieler sich eben nicht durchschnetzeln, sondern mittels Rollenspiel andere Lösungen finden. EDIT: Sie durchbrechen bei dem Abenteuer sogar die Encounterstruktur indem die Aktionen in den verschiedenen Encounter Konsequenzen in den weiteren Encounter haben.
Unerwarteterweise muss ich sagen, dass die Küstenzauberer doch sinnvolle Abenteuer schreiben können.

Ach ja. D&D4 ist sehrwohl ein Rollenspiel und (entgegen dem was die meisten Küstenzaubererabenteuer suggerieren) ziemlich gut kampflos zu leiten. Jetzt müsste es nur noch sinnvolle Abenteuer geben...

Greifenklaue:

--- Zitat von: Bastian am  5.02.2009 | 21:31 ---Insbesondere dieses "Das ist doch gar kein Rollenspiel mehr" habe ich damals sehr oft gelesen.
Und es geht mir heute noch genau so auf die Nerven wie damals.

--- Ende Zitat ---
Das lustige / interessante /bemerkenswerte ist aber, dass die teilweise auch die Befürworter sagen ;) (Brettspiel eher weniger, aber Bier-& Bretzelspiel oder RollenSPIEL)

Siehe hier.

Ich find`s nicht schlimm, ich weiß deswegen aber auch, warum es mir nicht mehr so gut als meion Haus- & Hofrollenspiel gefällt.




--- Zitat ---@Thalamus schrieb: aber die Debatte Hack'n Slay ungleich Rollenspiel gabs doch auch schon lange vor D&D4.
Vor allem auch zu D&D3.5.
die Nörgler umfassten meisstens
1. Spieler anderer Systeme
2. Fanboys der alten Editionen desselben Systems (z.b. AD&D Spieler).

Bis eben Leute heran mussten, die erstmal erklärten:
1. Hack'nSlay ist auch Rollenspiel und
2. Man kann mit 3.5 auch was anderes als Hack'n Slay spielen

und solche Leute braucht es jetzt eben wieder, und nein, ich meine nicht mich. Nur sind die 3.5 Spieler eben die neuen Nörgler aber sonst ist alles wie immer.
--- Ende Zitat ---
Aber einen dicken Unterschied gibt es eben doch. Wo es für AD&D'ler nur DnD 3.0 gab, gibt es heute für den 3.5'ler neben dem 4.0-Nachfolger einige Alternativen - und damit mein ich jetzt nicht nur Pathfinder, auch SW ist etwas, was für DnD'ler gerade zu ideal konzipiert ist. Auch ein Rückschrauben von d20 - man hätte ahnen können, dass das zurückschlägt.


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