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Eure Meinung: D&D4 als Nachfolger von D&D1-3

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Greifenklaue:

--- Zitat von: Evil DM am  5.02.2009 | 22:44 ---Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass viele der Schreier der 4. Edition traditionelle Spellcaster sind. Die ihre geliebten Klassen in der Macht beschnitten sehen. Die sehen, dass sie gestreamlined wurden. Die sich durch andere nur durch Rituale unterscheiden....ach das kann man ja schnell mit einem Feat ausbügeln.

--- Ende Zitat ---
Das ist mal ne neue These,kannte ich noch gar nicht  :d

Ich hab tatsächlich einen Magier gemacht, aber nur um endlich auch mal einen zu spielen. Und schon auf der ersten Stufe gut was beigetragen...

Falcon:
@Greifenklaue: das stimmt, die Konkurrenz ist enorm geworden. Spiele ja selbst auch lieber Savage Worlds. Vielleicht haben "früher" weniger Leute geschrieen, weil sie sonst nicht wussten, wo sie hin sollten. Ist natürlich einfacher wenn man sich schon auf einen trockenen Flecken gerettet hat.

Enpeze schrieb:
--- Zitat ---Bezüglich der Erfahrung mit verschiedenen Rollenspielen. Mit über 40 Lenzen spiel ich wahrscheinlich um einiges länger die meisten Leute an diesem Board (wahrscheinlich Dir inklusive) und habe während dieser langen Zeit bereits mehr Rollenspielkonzepte vergessen als andere überhaupt kennen. Ich denke ich bin mittlerweile fähig ein Rollenspiel von keinem zu unterscheiden. Smiley
--- Ende Zitat ---
Vielleicht hast du zu viel vergessen ;D
Wenn mir eines beim Mitspielen in anderen langlaaangjährigen Runden klar geworden ist: Spielzeit hat nichts mit Rollenspielerfahrung zu tun. Da waren schon einige Leute dabei, die seit 20Jahren ihr einziges Ding durchziehen und einen Herzkasper kriegen wenn man vorschlägt mal mit höheren XP zu starten oder zu viel Meta redet.


@aktionsbasiert sind für mich Regeln, die die Handlungen eines Charakter direkt abbilden (manche nennen das auch Simulationistisch, aber das führt oft zu verwechslungen, deswegen benutze ich es dafür auch nicht mehr).
Powers gehören z.b. nur eingeschränkt dazu um noch ein drittes Beispiel zu bringen, daß 3.5. aktionsbasierter ist.
Die Enc. und Daily Powers lassen sich nicht beliebig oft einsetzen pro Encounter und es gibt bis auf ein paar Ausnahmen (die meisten davon Zauber) keinen Grund, warum ein Charakter es nicht nochmal tun könnte (z.b. ein Passing Attack). Die Powers sind damit (obwohl sie Aktionen darstellen) viel weniger Aktionsbasiert sondern eher Story/Dramatik orientiert (der Spieler entscheidet per Player Empowerment, daß der Krieger in seine Situation gekommen ist, in der er Passing Attack nutzen kann und er kann dies nur einmal, da dies Dramatisch und Balancetechnisch schlecht wäre) => nicht aktionsbasiert.

@Wotzies/Aufklärung:
der Elch-Smiley hätte eigentlich schon zeigen sollen, daß das nicht ganz ernst gemeint war. Sie stellen natürlich keine Authorität dar, aber sie haben eine Menge Einfluss aufs Hobby. Ich will damit sagen, man hätte das in den Regelbüchern klarer, für jeden verständlicher erklären sollen, weil natürlich erstmal jeder "aktionsbasiert" an ein RPG herrangeht (man muss sich nur selbst mal hier in dem "Kenner"forum umschauen)
Aber offensichtlich kriegen sie es nicht hin, wie du schon sagst.

und zu HeroQuest: Ich war lange Jahre der Meinung, daß sowas wie Wushu kein Rollenspielsystem ist, weil es eigentlich überhaupt kein richtiges System ist. Irgendwann hab ich den Spieß dann umgedreht, weil ich es einfach Leid war jeden Blödsinn als RPG angepriesen zu sehen und würde mittlerweile sogar Golfen als Rollenspiel sehen, hängt immer davon ab, was man damit tut, wenn jemand beim golfen Tiger Woods mimt ist das eben ein tolles golfzentriertes... Golfsystem ;)

Ariadne:

--- Zitat von: Thalamus Grondak am  5.02.2009 | 21:25 ---Ich weiß nicht wie Intensiv du diese Umstellung mitgemacht hast. Im Vergleich zu diesem Umbruch war das garnichts.
Die Schreie waren vor allem vor dem Erscheinen der 3.0 laut geworden, aber nach deren Veröffentlichung sind die allermeisten ziemlich schnell umgestiegen.
Bei D&D4 zeichnet sich ein anderes Bild.
D&D4 wurde von den meisten geradezu erwartet, und die große Ablehnung trat auf, als sie rauskam und die Leute das unterschiedliche Spielgefühl erlebt haben.

--- Ende Zitat ---
Volle Zustimmung! Ich weiß noch, dass ich mich damals auch ziemlich aufgeregt habe. Nein, nicht weil des "neue" D&D kein Rollenspiel mehr war, sondern, weil alles irgendwie gleichgeschaltet wurde (gleiche Aufsteigstabellen für jeden z.B.). Natürlich hab ich mich auch ziemlich drüber geärgert, warum mein Schutzring nun nicht mehr mit meiner Schutzrobe zusammen gehen soll und welcher Idiot auf die Idee mit dem max. Dex. Bonus kam. Dann habe ich die 3.0 erstmal ne Weile links liegen lassen und weiter schön brav AD&D gespielt. Dann kam irgendwann das erste Dragon Magazin mit einer völlig neuen Idee: Prestige Klassen hieß dieses komische Konzept und so eine hebt dich irgendwie vom Rest ab. Und dann kamen immer mehr Bücher mit mehr davon und ich dachte mir: Hey, super! Sowas kann ich auch designen (wie, was und warum ist eine andere Geschichte). Wie dem auch sei, ich erkannte das Potential der 3E und spätestens, nachdem das Savage Species erschienen ist, ist mir aufgegangen, dass man mit diesem Baukastensystem echt so ziemlich alles machen konnte und das machte mir totalen Spass. So, was sehe ich dann jetzt in der 4E? Alles, was ich an Freiheit bekommen habe und was für mich DIE Neuerung der 3E war, wurde kurzerhand wieder eingestampft und nicht genug: Meine geliebten Caster waren nicht mal mehr ein Schatten ihrer Selbst, ein Problem, was sie beim Wechsel 2E --> 3E nun wirklich nicht hatten. Mal ganz davon ab, konnte ich die Gleichschaltung 2E --> 3E schon nicht ab, wenn ich dagegen aber 3E --> 4E vergleiche, kriege ich graue Haare. Da ich zusätzlich auch noch nicht auf Battemaps stehe, ist bei mir dann endgültig alles vobei gewesen. Kurz, ALLES fühlt sich anders an und nichts davon gut. Blende ich hingegen aus, dass ich ein Rollenspiel spielen will, wo mein Charakter mehr ist, als nur eine Figur auf Battlemap und Zettel, dann kann ich mich richtig gut auf die 4E einlassen. So für Zwischendurch, zwischen dem OotS-Brettspiel und Munchkin...

Allerdings fürchte ich, dass ich deutlich eher wieder zu AD&D zurückkehren würde, als die 4E zu meinem Haussystem zu machen...
Aber es gibt ja genügend, die meinen, ich hab das Licht noch nicht gesehen... ;)

Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Evil DM am  5.02.2009 | 22:44 ---Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass viele der Schreier der 4. Edition traditionelle Spellcaster sind. Die ihre geliebten Klassen in der Macht beschnitten sehen. Die sehen, dass sie gestreamlined wurden. Die sich durch andere nur durch Rituale unterscheiden....ach das kann man ja schnell mit einem Feat ausbügeln.

--- Ende Zitat ---

Sehr schoen formuliert und keine unhaltbare These, denn:


--- Zitat von: Ariadne am  6.02.2009 | 01:51 ---Meine geliebten Caster waren nicht mal mehr ein Schatten ihrer Selbst, ein Problem, was sie beim Wechsel 2E --> 3E nun wirklich nicht hatten. Mal ganz davon ab, konnte ich die Gleichschaltung 2E --> 3E schon nicht ab, wenn ich dagegen aber 3E --> 4E vergleiche, kriege ich graue Haare.

--- Ende Zitat ---

Q.E.D. ;D

Feuersänger:
Naja, mag schon sein, aber ist das ein Grund, diese mit 4E weniger glücklichen Spieler als "Schreier" abzuqualifizieren?  Der Reiz an einem klassenbasierten Rollenspiel ist doch gerade, dass jede Klasse andere einzigartige Fähigkeiten erschließen soll, die andere nicht duplizieren können. Und bei 3E kam dann eben noch der besondere Kniff mit dem Multiclassing hinzu, eben auch speziell PrCs. Wenn das nun alles wegfällt, und im Endeffekt alle gleichgeschaltet sind (oder maximal in die Nischen Tank, Nuker etc. aufgeteilt), was soll der Quatsch dann noch?

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