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Astrópía – Hier gelten andere Regeln
Bad Horse:
--- Zitat von: oliof am 7.03.2009 | 10:38 ---ich verstehe die Einwaende mit den nerigen Nerds ehrlich gesagt nicht. von der ersten minute an ist klar, dass die figuren comichaft ueberzeichnet sind. Solche Uschis wie Hildur und ihre Freundinnen gibts ja auch nicht wirklich.
--- Ende Zitat ---
Doch, solche Uschis gibt es. Ich kenne mindestens eine.
Und exakt solche Nerds habe ich auch schon getroffen. Ich hab mal in einem Rollenspielladen gearbeitet, und ich fand die Charaktere alle sehr glaubwürdig. ;) Na gut, es hat nie jemand versucht, einem Elfjährigen Slasherfilme als Bildungsmaterial anzudrehen. Aber es gab durchaus Leute, die von ihren Sabbat-Runden erzählen mussten, auch wenn Pokémon-Kiddies daneben standen. ;)
bolverk:
--- Zitat von: Bad Horse am 8.03.2009 | 02:23 ---und ich fand die Charaktere alle sehr glaubwürdig
--- Ende Zitat ---
Dito. Wer einmal Vampire-Live-Spieler unter sich beobachten "durfte", den wundert garnix mehr. ~;D
Eulenspiegel:
Ich denke auch, der Film war ein Film von Nerds für Nerds.
Eine Person, die RPG überhaupt nicht kennt, würde ich vollkommen von dem Film abraten. Dafür wird zu wenig erklärt.
Und einem Rollenspieler würde ich dem Film mal empfehlen, falls er gerade Langweweile hat und sonst nichts besseres zu tun. Der Film hat ein paar witzige Elemente, aber auch hier einfach zu wenig Lacher über den ganzen Film verteilt. (Und mir fällt jetzt auch keine Szene ein, wo ich sagen muss: "Diese Szene ist obergenial, da musste ich laut loslachen.")
Fazit:
Für Rollenspieler eine mittelmäßige Komödie.
Für Nichtrollenspieler eher langweilig.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Besonders schrecklich fand ich das Ende, wo ganz gewöhnliche Rollenspieler dann einfach so die Banditen fertig gemacht haben. Das war weder witzig noch hat es imho dazu beigetragen, RPG für Nichtrollenspieler interessanter zu machen.
Vom komödiantischen Aspekt fände ich es besser, wenn es schnelle Szenewechsel zwischen "RPG-Situation" und "Realsituation" gegeben hätte:[*]Ingame beschwört der Magier zum Beispiel einen Feuerball. Outtime wirft er einen Molotiwcocktail.
[*]Ingame rennt er mit einem Schwert auf den Gegner, der schreiend davonrennt. Outtime rennt er mit einer Kettensäge auf den Gegner, der schreiend davonrennt.
[*]Ingame ist er ein Held in strahlender Rüstung und Ritterhelm. Outtime trägt unser kettensägenschwingender Freund eine Eishockey-Maske wie Jason Voorhee. (Mir ist klar, dass so etwas bei Nichtriollenspielern noch mehr Vorurteile wecken würde. - Aber Nichtrollenspieler werden sich diesen Film sowieso nicht anschauen. Daher kann man imho diesen Aspekt vernachlässigen.)
[*]Ingame ist der Schwarzmagier gerade dabei, einen bösen Dämon zu beschwören. Outtime transferiert der Kerl das Geld gerade auf ein Schweizer Nummernkonto.
[*]Ingame wird die Dämonenbeschwörung verhindert, indem der Schutzkreis zerstört wird. Outtime wird der Geldtransfer unterbrochen, indem der Computer zerstört wird.[/list]
oliof:
dann haette es wahrscheinlich wieder gehiessen, dass der film das alte vorurteil aufwaermt, rollenspoiekler koennten nicht zwischen spiel und wirklichkeit unterscheiden.
wir hatten kuerzlich besuch von nichtrollenspielenden freunden, denen ich die dvd ausgeliehen habe. sie fanden den film lustig und haben ihn gern gesehen.
das isst doch schonmal wwas. immerhin haben wir es hier nicht mit einer 85mio-dollar-emmerich-Produktion zu tun.
Backalive:
--- Zitat von: oliof am 8.03.2009 | 10:17 ---dann haette es wahrscheinlich wieder gehiessen, dass der film das alte vorurteil aufwaermt, rollenspoiekler koennten nicht zwischen spiel und wirklichkeit unterscheiden.
wir hatten kuerzlich besuch von nichtrollenspielenden freunden, denen ich die dvd ausgeliehen habe. sie fanden den film lustig und haben ihn gern gesehen.
das isst doch schonmal wwas. immerhin haben wir es hier nicht mit einer 85mio-dollar-emmerich-Produktion zu tun.
--- Ende Zitat ---
Yep. Ich sehe das auch so.
Wärs nach der Beschreibung von Eulenspielgel gegangen, wären wahrscheinlich sofort wieder die Vorurteile zum Thema RPG hochgekocht worden.
Ich glaube, daß wir oft von falschen Voraussetzungen ausgehen, wenn wir aus unserer Sicht die Sichtweise von Nicht-Rollenspielern einschätzen wollen.
Ob dieser Film tatsächlich auf Desinteresse oder gar Ablehnung bei den Nicht-Insidern stößt, wird sich bei uns hier zeigen müssen. In Isaland sind ja offensichtlich mehr mit diesem Thema vertraut, sonst wäre er dort kein so großer Erfolg gewesen. Oder?
Dennoch scheint der Film auch bei uns seine Liebhaber bei den Nicht-Rollenspielern gefunden zu haben, wie einige vorstehende Threads berichten.
Ich habe den Film jetzt Bekannten geliehen, die zwar mein Hobby Rollenspiel kennen, selbst damit aber nichts anfangen können. Bin auf deren Resonanz gespannt.
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