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WoW ab 18?
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 18.03.2009 | 12:05 ---(Die Suchtrate von Alkohol liegt im einstelligen Bereich.)
--- Ende Zitat ---
Und die Suchtrate bei MMORPGs wohl im promille Bereich.
Da kommt es natürlich drauf an ab wann man da von Sucht spricht. Da es hier keine Körperliche Abhängigkeit gibt, ist das extrem schwer zu definieren, und dieser Tatbestand schreit nur so nach Ideologisch vergifteten Definitionen.
Wenn ich höre wie schrecklich die alte Generation es findet, wenn Jugendliche Heute im Durchschnitt 3,x Stunden pro Tag Computerspielen.
Wenn sie 3,x Stunden am Tag Fußball spielen würden, würde das keinen Stören.
ChristophDolge:
--- Zitat ---
Das Internet ist groß und meine Zeit ist begrenzt. Aber falls du unbedingt Zahlen willst, traue ich es dir zu, diese Zahlen auch ohne meine Hilfe zu finden. - Und wenn du diese Zahlen gefunden hast, dann kannst du ja so freundlich sein und sie in diesem Thread hier zu posten. (Du würdest damit den anderen Usern die Mühe ersparen, ebenfalls nach den Zahlen zu suchen.)
--- Ende Zitat ---
Siehe meinen Edit weiter oben. Diese Zahlen sind in der Tat krass und wenn sie sich so auch aus anderen Quellen bestätigen lassen, muss ich zugeben, dass ich das Problem deutlich unterschätzt habe.
mat-in:
--- Zitat von: Mann Mit Fez am 18.03.2009 | 12:12 ---Er behauptet ja nichtmal, er sagt... gehen wir davon aus... also nehmen wir an... rein theoretisch gesprochen eben. Aus dieser Theorie leitet er dann ab, dass wenn diese Zahlen der Realität entsprechen würden, sie höher wären als beim Alkohol. Da es aber nichtmal für letzteres feste verlässliche Zahlen gibt... ~;D
--- Ende Zitat ---
Das ist ein beliebtes Stilmittel in Diskussionen aber auch als solches Bekannt...
--- Zitat von: Thalamus Grondak am 18.03.2009 | 12:14 ---Und die Suchtrate bei MMORPGs wohl im promille Bereich.
Wenn ich höre wie schrecklich die alte Generation es findet, wenn Jugendliche Heute im Durchschnitt 3,x Stunden pro Tag Computerspielen.
Wenn sie 3,x Stunden am Tag Fußball spielen würden, würde das keinen Stören.
--- Ende Zitat ---
Ich persönlich sehe Sucht definiert im Zwangsverhalten, das letzten Endes auch in isolation endet. Auch wenn ich nur eine Stunde mmorpg am Tag spiele ist das für mich Sucht, wenn ich das immer und jeden Tag mache und dafür Verabredungen, Job, sonstwas vernachlässige. Das "nicht ohne können" ist glaube ich ein gutes Indiz, oder?
Und da muß ich leider sagen... 3 von 5 WoW Spielern die ich kenne haben alle sozialen Kontakte abgebrochen, die erreicht man - wenn sie Zeit für sowas finden zwischen Job und Zocken per E-Mail. Mag sein das ich eine Menge gelegenheitsspieler oder ex-spieler kenne, aber diese 5 gehören zu den für mich typischen Spielern, die reden wenn sie nen anderen Spieler gefunden haben über nichts anderes, selbst die zwei die noch vor die Tür gehen sind in einer Rollenspielrunde zusammen ungenießbar.
Das allein mag nicht repräsentativ sein, aber ich höre ähnliche Geschichten von so vielen Leuten... die können nicht alle die gleichen 3 Menschen meinen.
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: mat-in am 18.03.2009 | 12:47 ---Das ist ein beliebtes Stilmittel in Diskussionen aber auch als solches Bekannt...
Ich persönlich sehe Sucht definiert im Zwangsverhalten, das letzten Endes auch in isolation endet.
--- Ende Zitat ---
Ist Alkoholsucht dann solange keine Sucht, wie ich nur auf Partys Saufe?
Ne, das ist mir viel zu kurz gegriffen. Ein gleiches Pensum kann für den einen schon Sucht sein, für den anderen noch lange nicht. ob derjenige süchtig ist, erkennst du erst wenn du ihm das potentielle Suchtmittel Zwangsweise wegnimmst (und auch dann nur bedingt)
Ich habe Jahrelang stark geraucht, und dann von einem auf den anderen Tag aufgehört, das ich das so einfach geschafft habe heisst aber nicht das ich nicht Süchtig war.
Wenn ich nach alle was ich jeden Tag mache süchtig bin, dann bin ich aber auch nach sehr vielen Dingen süchtig.
Es muss ein Leidensdruck vorhanden sein, und den kann letztendlich nur der potentiell süchtige definieren.
--- Zitat von: mat-in am 18.03.2009 | 12:47 ---Das allein mag nicht repräsentativ sein, aber ich höre ähnliche Geschichten von so vielen Leuten... die können nicht alle die gleichen 3 Menschen meinen.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube da an stark selektive Wahrnehmung. Man nimmt natürlich nur die WoW-Spieler war, die es "übertreiben". Die die ab und zu mal Zocken, die erkennst du oft garnicht, und bindest sie so nicht in deine Persönliche Statistik mit ein.
Vllt wird auch andersherum ein Schuh draus. Vllt. zieht WoW einfach nur die ganzen Leute an, die nach einer Sucht suchen, um sich aus dem Alltag zu stehlen. Das bedeutet dann wieder, das ein Verbot, oder eine Altersbeschränkung nichts bringen würde, denn den Leuten gehts dadurch nicht besser. Ich denke tatschlich, das für die Suchtgefahr eines Stoffes/Spieles nur wichtig ist, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das jemand, der nicht vor hat damit vor irgendwas zu fliehen, davon Süchtig wird. Und die Fälle von fest im Leben stehenden Personen, die plötzlich total abstürzen durch WoW, halte ich für ganz Deutschland an einer Hand abzählbar. (Und selbst bei denen vermute ich die eigentlichen Probleme woanders)
Ludovico:
Ich denke mal, das Thema ist mittlerweile ziemlich tot. Wenn ich bis morgen nix lese, was mich vom Gegenteil überzeugt, mach ich den Thread dicht, denn die üblichen Link-Schlachten, Definitionsgrabenkämpfe, etc. finde ich langweilig und nicht konstruktiv.
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