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WoW ab 18?

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Scorpio:
WoW ist für Herrn Pfeiffer ja auch ein Gewaltspiel. Es geht ja nicht nur um die Sucht, sondern auch um den seiner Meinung nach gestiegenen Gewaltgrad (z.B. indem man Affenbabys foltert).

Was ein Gewaltspiel ist, ist völlig subjektiv und nicht objektiv messbar. Was alleine alles Gewalt sein kann... das reicht je nach Autor von Splatterfilmen bis hin zu Stadtplanung.

Aber der steigenden Gewaltbereitschaft von Jugendlichen kann man ja entgegenwirken. Indem man z.B. Rugby an Schulen für Jungen anbietet, damit sie ihre "natürliche, männliche Aggressivität" ausleben können.

MadMalik:
Das hamm sie sogar mal versucht bei uns... aber das war den Sportlehrern zu Hart, also hat man den Vollkontakt abgestellt und das durch kleine Stoffstreifen an der Hose ersetzt... weil der Spass ist ja die strategie/taktik des Sportes, nicht das mal in eine nette Männerwand zu rennen.... und schwupps ist das Interesse ins Bodenlose gesunken... statt den Fehler rückgängig zu machen wurde das Angebot einfach komplett gekickt... weil unbeschnitten ist das alles zu Brutal für das schulische Umfeld.  ::)

Bluerps:
Nee. Ich wollte nur darauf hinaus, das es zwei unterschiedliche Diskussionen sind. Beim einen gehts darum das Kinder wegen Computerspielen andere Kinder abknallen, beim anderen gehts darum das Kinder wegen Computerspielen aufhören mit anderen Kindern zur reden. Die Polemik ist dieselbe und Überschneidungen zwischen beiden Themen gibts vermutlich auch.


Bluerps

Feuersänger:
Ja, denn der Mensch im Allgemeinen und Jugendliche im Besonderen zeigt und entwickelt ja erst seit wenigen Jahren irgendwelche Gewaltpotentiale, nämlich erst genau seitdem es einigermaßen realistisch dargestellte Computerspiele gibt. Früher war das alles viel besser. Da gab es nie irgendwelche Schulhofprügeleien, und erst recht nicht haben sich zu irgendeiner Zeit, auch nicht vor 50 oder 100 Jahren, die Jungens aus zwei benachbarten Dörfern - z.B. mit unterschiedlicher Konfession - jeden Samstag auf halber Strecke zum sich kloppen getroffen. Es wurden auch niemals von irgendwelchen Dorfkindern Tiere gequält, z.B. Katzen mit Steinen beschmissen, Vögel mit Luftgewehren abgeschossen oder Frösche mit Strohhalmen aufgeblasen, oder sonst irgendwas...

Ich denke mal ihr versteht, worauf ich hinauswill.
Also im Klartext: ich bin der Ansicht, dass sich gerade durch diese elektronischen Spiele das immer schon vorhandene Gewaltpotential regelmäßig harmlos entlädt, denn die oben beschriebenen Nicht-Beispiele waren "früher", ich sag mal: vor den 80ern oder 90ern, an der Tagesordnung. Nur ist unsere Gesellschaft heutzutage so mimosenhaft konditioniert, dass jeder Tropfen Pixelblut Zeter und Mordio hervorruft. Dass noch vor ein paar Jahrzehnten stattdessen regelmäßig live ein paar Zähne flogen, will man heutzutage nicht mehr wahrhaben. Lächerlich ist das.

Und zum eigentlichen Thema Onlinesucht etc.: ja, das Phänomen existiert und stellt ein gewisses Problem dar. Aber nein, eine Altersbeschränkung ab 18 würde nichts daran ändern. Da muss man, wenn schon, dann anders an die Sache herangehen. Davon abgesehen, dass andere Suchtprobleme unserer Zeit sicherlich dringender wären, wenn man mal nur die Zahl der jeweils Betroffenen vergleicht.

Pyromancer:

--- Zitat von: Scorpio am  3.03.2009 | 15:07 ---Aber der steigenden Gewaltbereitschaft von Jugendlichen kann man ja entgegenwirken. Indem man z.B. Rugby an Schulen für Jungen anbietet, damit sie ihre "natürliche, männliche Aggressivität" ausleben können.

--- Ende Zitat ---

Man kann sich auch einfach in den Pausen prügeln.

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