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Warum Attribute?
Merlin Emrys:
--- Zitat von: scrandy am 10.03.2009 | 13:32 ---So läßt sich die extreme Strenggläubigkeit und Gesetzestreue zum Beispiel nicht in Attribute fassen, ...
--- Ende Zitat ---
Aber warum denn nicht? Es ist, wie gesagt, doch nur eine Frage der Auswahl der Attribute. Wenn für diesen Hintergrund Gesetzestreue und Gläubigkeit wichtig sind, muß man sich eben überlegen, was daran den Charakter eines Attributs, was den Charakter einer Fertigkeit hat, und macht es dann so. (Oder man läßt sie weg, weil man sie aus anderen Gründen nicht braucht; das ist als Option völlig zulässig. Nur sollte man es dann nicht auf die Attribute i.A. schieben.)
Daß es natürlich, sofern hohe Atribbute = gut sind, wünschenswert ist, überall hohe Attribute zu haben, ist dann fast schon wieder unabhängig vom Hintergrund. Aber natürlich wollen alle in allem gut sein. Es ist ja auch als Zauberer nicht schlecht, einen großen Folianten aus dem Regal nehmen zu können, ohne von ihm erschlagen zu werden, ergo eine hohe Stärke... Ein Problem wird es, wenn ein Charakter in allem gut sein muß - aber das ist ein Problem der Hintergrundwelt, in der dann eine Erklärung vorhanden sein muß, wieso irgendwo alle Alleskönner versammelt sind, und erst in zweiter Linie eines der Umsetzung in Regeln.
Du hängst auch meines Erachtens nicht an den Attributen als solchen, sondern an einer bestimmten Umsetzungform, bzw. einem "Satz" an Attributen. Wenn Du den austauschst, sieht vielleicht allen ganz anders - und vor allem: passender! - aus.
scrandy:
--- Zitat ---Scrandy, du denkst mir zu sehr in Schubladen.
--- Ende Zitat ---
Ich denke eigentlich nicht in Schubladen. Die Attribute bzw. die klassische Nischenbildung ist Schubladenorientiert. Und die versuche ich hier darzustellen bzw. die Inkompatibilitäten mit manchen Charakterstrukturen aufzuzeigen.
--- Zitat ---Wieso, um alles in der welt, sollte man mit hoher Intelligenz automatisch lesen können?
--- Ende Zitat ---
Kann man nicht: Das ist ja gerade der Punkt. Wenn ich aber ein Konzept Attribut+Fähigkeit habe, dann ist ein In2 + Lesen2 dasselbe wie In4 + Lesen0 und man bräuchte wieder eine Sonderregel bei Unfähigkeit. Bei manchen Systemen bedeutet diese Sonderregel jedoch nur einen Malus sodass man möglicherweise doch irgendwie lesen kann obwohl man eigentlich noch nie ein Buch gesehen hat.
--- Zitat ---Was hat Seelsorge mit Charisma zu tun?
--- Ende Zitat ---
Das ist einfach eine Frage der Attributs-Definition.
--- Zitat ---Ein Hammerit ist also ein Übermensch?
--- Ende Zitat ---
Nein ein Hammerit ist kein Übermensch, sondern lediglich ein weniger Klischeehafter Charaktertyp. Wenn ein Ritter im Mittelalter ausschließlich hätte kämpfen können, dann wäre er auch nicht weit gekommen. Stattdessen hatte er gewisse Politische Kenntnisse, Etikette, vielleicht Kunst (Minnesang) und eine Anführerfunktion.
--- Zitat ---Dann deckt deine Liste entweder alles erdenkliche ab, oder hat Logik-Lücken.
--- Ende Zitat ---
Klar die Liste ist recht detailliert. Aber einfache Werfen Aktionen werden einfach nicht verlangt. Wenn man allerdings extrem präzise oder weit werfen will, nimmt man Wurfwaffen, sonst wirft man einfach so wie jeder andere auch. Dafür braucht man keine Probe.
--- Zitat ---Deine Sichtweise erscheint mir an einigen Stellen zu sehr durch D&D und Co. vernebelt, als gäbe es keine anderen Herangehensweisen.
--- Ende Zitat ---
Ich denke wir missverstehen gerade einander gewaltig. Ich habe eigentlich bis auf Baldurs Gate noch nie D&D gespielt und Spiele eigentlich nur Spiele mit anderm Stil.
Aber ich sehe Attribute, obwohl sie ein mächtiges Gestaltungselement sind, nicht als notwendig für jedes Spiel an. Beziehungsweise manchmal gibt es andere Aspekte des Spiels, denen man gegenüber den Vorteilen von Attributen den Vorzug geben muss.
--- Zitat ---Du hängst auch meines Erachtens nicht an den Attributen als solchen, sondern an einer bestimmten Umsetzungform, bzw. einem "Satz" an Attributen.
--- Ende Zitat ---
Das mag sein, aber aus meinem Systemhorizont konnte ich bisher noch keine Attribute ableiten, die passen würden ohne den Würfel-Mechanismus deutlich zu verlangsamen.
Feuersänger:
"Attribute" sind normalerweise im RPG-Kontext Werte (in ganzzahliger Größe), die man sich mit Ressourcen erkauft, egal ob das nun durch Kaufpunkte oder Prioritäten oder Zuordnung von gewürfelten Werten erfolgt. Dafür will man auch "bang for the buck" haben. Wenn also die "Strenggläubigkeit" keine direkten mechanischen Vorteile bietet, sondern z.B. nur als Anforderung für die Hammeritenklasse dient, wird niemand jemals mehr Punkte reinsetzen, als er muss.
Ich würde in einem "normalen" System als Attribute eher sowas wie die bekannten Stärke, Klugheit, Ausstrahlung etc. definieren, und Eigenschaften wie "Frömmigkeit", "Strenggläubigkeit" oder so eben als quasi binäre Traits. Die kann man wählen oder kaufen oder sonstwie erwerben, aber man hat sie eben oder nicht. Es besteht kein Bedarf für "Frömmigkeit 13" oder so -- das wäre dann im wahrsten Sinne des Wortes "Holier Than Thou". *g*
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: scrandy am 10.03.2009 | 16:18 ---Wenn ich aber ein Konzept Attribut+Fähigkeit habe, dann ist ein In2 + Lesen2 dasselbe wie In4 + Lesen0 und man bräuchte wieder eine Sonderregel bei Unfähigkeit. Bei manchen Systemen bedeutet diese Sonderregel jedoch nur einen Malus sodass man möglicherweise doch irgendwie lesen kann obwohl man eigentlich noch nie ein Buch gesehen hat.
--- Ende Zitat ---
Das ist richtig. Daher mag ich diese Attribut+Fertigkeit-Geschichte auch nicht. Man könnte natürlich sagen, dass man nur Fertigkeiten verwenden kann, die man gelernt hat, oder die man ungeübt einsetzen kann. Abgekürzt: Taucht in der Gleichung Attribut+Fertigkeit eine 0 auf, kann man die Aktion nicht ausführen. Damit hätte man dann gleich erfasst, dass Wesen, denen das zugrundeliegende Attribut fehlt (Wert = 0) eben sowas nicht können.
Zu den Hammeriten / Rittern: Müssen die alle gleich sein? Oder dürfen die gewichten? Gibt es Hammeriten, die sich mehr auf Kampf konzentrieren oder auf Zaubern oder ...? Irgendwie muss es sich erklären, dass die so gut in dem Ganzen sind. Besondere Auslese, extremer Drill, göttliche Gunst, gesetzliche Privilegien...
Funktionalist:
Eine ungewöhnliche Attributsliste:
Introvertiertheit
Extrovertiertheit
Schaffenskraft
Zerstörungskraft
I fasst alles das zusammen, was der Charakter alleine an geistigen Aufgaben erledigt, zeitg, wie gut er sich konzentrieren kann, alles, das vom Char ausgeht und auf ihn selbst gerichtet ist.
E fasst Redegewandtheit,Wirkung, Erklären, Sozialverhalten, alles, was vom Charakter ausgeht und auf andere gerichtet ist.
S bestimmt den Umgang mit Dingen in einem erhaltenden, schaffenden Sinn. Wenn ein Ding gleich oder in besserem Zustand hinterlassen wird, wird hierauf gewürfelt.
Z bestimmt die körperlich destruktive/gewalttätige Seite. Sobald etwas zerstört werden soll, wird hierauf gewürfelt.
Samurai: INtrovertiert, Zerstörungskraft
Geisha: extrovertiert, Schaffenskraft
Wikinger: extrovertiert , Zerstörungskraft
Dieb: introvertiert, Schaffenskraft
ODER:
Schaffen
Konflikt (geistig)
Konflikt(körperlich)
um es mal ganz einfach zu halten.
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