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Moralregeln?

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Feuersänger:
In meinem Conan DoS äußerte reinecke den Wunsch nach handfesten Moralregeln, in diesem Falle eben für D20. Also im Sinne von: wann bekommt es ein Kombatant (oder eine Einheit) mit der Angst zu tun und ergreift das Hasenpanier? Mir sind da noch keine (gescheiten) Regeln bekannt. Daher wollt ich hier mal rumfragen, bzw über ebensolche Regelmechanismen nachdenken.

Erster Ansatz:
Wer in einer Runde selber soundsoviel Schaden nimmt (z.B. 50% der Gesamt-HP), oder in seiner direkten Umgebung soundsoviele Verbündete fallen sieht, muss einen Moralwurf (Willenswurf gegen Furcht) machen, und wird sich bei Mißlingen schnellstmöglich aus dem Kampf entfernen wollen.
Die Regeln sollten dabei das Domino-Prinzip berücksichtigen: je mehr Kameraden um einen herum fliehen, desto schwieriger wird es für einen, selbst nicht den Mut zu verlieren.

Wenn also z.B. von 10 Kämpfern gleich in der ersten Runde drei geplättet werden, ohne dem Gegner nennswerte Schäden beizubringen, müssen die restlichen sieben erstmal je einen Moralwurf machen, und wer versiebt, versucht zu fliehen. Wenn alle standhalten, geht der Kampf normal weiter. Wenn jedoch z.B. 2 fliehen, müssen in der nächsten Runde die restlichen 5 nochmal einen weiter erschwerten Moralwurf hinlegen.

In größeren Maßstäben wird freilich nicht mehr einzeln gewürfelt, sondern nur einmal pro Einheit, evtl. kombiniert mit einem Prozenter.

Was haltet ihr von dem Ansatz? Wie würdet ihr das mechanisch konkretisieren?

Falcon:
Tja, ich finde mechanische Verregelung immer gut und sowas einfaches wie hier spricht mich schon an.
Aber die Frage ist, ob das nicht eher in den Bereich "Charakter ausspielen" fällt. Also ob der Spieler nicht am besten weiß, wann seinem Char der Mut verlästt.

Asdrubael:
Also ich finde das System für NSC durchaus brauchbar. Für SCs würde ich hier auf reine Spielleiterwillkür zurückgreifen

Wenn du aber sowas wie Moralwürfe reinbringen willst, wie wäre es denn das Unknown Armies System zu integrieren.
Es gibt hier verschiedene Aspekte wie Gewalt und Isolation auf die man würfeln muss, wenn man mit einer derartigen Situation konfrontiert wird.
Versaut man den Wurf, bekommt man einen Wahnsinnspunkt, ansonsten einen Abhärtungspunkt in der jeweiligen Kategorie. Sprich bei einer erneuten Konfrontation damit ist man abgehärteter.
In einem Kampt in dem viele Kameraden fallen (und man so befürchten muss, alleine dazustehen) müsste man also auf Gewalt und Isolation testen.

Vielleicht wäre das was, weil es eben nicht nur Kampfsituationen abdeckt

Feuersänger:
Äh ja, ich sollte noch dazusagen, dass das ganze System eigentlich _grundsätzlich_ für NSCs verwendet werden sollte. SCs müssen meines Erachtens überhaupt nicht auf moralisches Versagen würfeln.
Der Spieler stattet den SC automatisch mit Selbsterhaltungstrieb aus. Ihm ist ganz automatisch daran gelegen, den SC nicht verrecken zu lassen. Im Gegensatz dazu stellen NSC für den SL oft nur Kanonenfutter da, die in jedem Fall bis zum Tode kämpfen.
Außerdem: SCs sind Helden, und Helden fliehen nicht, sie treten höchstens den taktischen Rückzug an.

Heretic:
Hm, finde ich nicht gut, mMn ist D&D kein Warhammer Fantasy Battles.
Denn das System versagt mMn dann, wenns um TPKs geht...

Und wenn, dann wie gesagt für NSCs, die keine Wildcards sind.
Und dann würd ichs so machen:
Will vs. 15, -2 /pro bereits geflohenem Verbündeten.
Beim ersten versagten Rettungswurf ist man shaken, dann frightened, dann panicked.
Oder lass shaken weg, und fang direkt bei frightened an.

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