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Wisst ihr, wie man euer Spiel spielen soll, bevor ihr es entwickelt?

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Gaukelmeister:

--- Zitat von: Lord Verminaard am  8.04.2009 | 17:02 ---Du erinnerst dich wahrscheinlich an das hier. Ich habe das mal versucht, fand’s nur mäßig hilfreich.

--- Ende Zitat ---

Genau, das hatte ich irgendwann einmal gelesen - und jetzt habe ich es im Hinterkopf und frage mich: Muss man das können, wenn am Ende etwas Gutes herauskommen soll? (Und das Problem ist natürlich, dass ich es nicht kann ...)

Die meisten Antworten deuten ja eher darauf hin, dass sich ein Großteil des Spiels erst während des Entwicklungsprozesses ergibt.


--- Zitat von: Joerg.D am  8.04.2009 | 17:23 ---Ja, ich weiß genau wie ich es spielen will, ich muss dann bloß noch die passenden Regeln schreiben.

--- Ende Zitat ---

Wie lange brauchst du, um deine genaue Vorstellung zu bekommen. Poppt die auf einen Schlag hoch, oder investierst du einige (Gedanken)Arbeit, bis du endlich siehst: genau so soll es werden.

@ Tobias D.
Ja, so in etwa läuft das bei mir gerade - nur ohne 72h-Limit.

Joerg.D:

--- Zitat von: Gaukelmeister am  8.04.2009 | 17:26 ---Wie lange brauchst du, um deine genaue Vorstellung zu bekommen. Poppt die auf einen Schlag hoch, oder investierst du einige (Gedanken)Arbeit, bis du endlich siehst: genau so soll es werden.
--- Ende Zitat ---

Ich weiß genau was ich spielen will und mache mir Gedanken, wie man das erreicht. Die Idee mit den Tarotkarten zu Dramatik spukte mir schon eine ganze Weile im Kopf rum und ich habe sie bewusst nicht verfolgt, weil ich die in einer Challenge umsetzen wollte. Wenn ich dann Anfange zu entwerfen, dann mache ich mir eine Mind Map um meine Ideen zu ordnen (dauert ca 10 Minuten) und fange an zu schreiben. Dabei kommt erst einmal alles ins Spiel rein, was ich so an Ideen habe und die schlechten Sachen fliegen bei den Testspielen raus.

Holothuroid:
Ich persönlich find eine Idee immer zu wenig. Besser sind zwei oder besser noch drei Ideen, die nicht zusammen gehören und nicht einmal zusammen passen. (Da kann auch ein Mechanismus bei sein.) Und dann macht sie passend. Unter Umständen werden sie dabei so verzerrt, dass man die Teile selbst nicht mehr erkennt, aber das ist dann genau gut.

Das alles, was hier gesagt worden ist, schließt sich aber nicht aus.

reinecke:

--- Zitat von: Gaukelmeister am  8.04.2009 | 17:26 ---Muss man das können, wenn am Ende etwas Gutes herauskommen soll?
--- Ende Zitat ---
"Man" muss das nicht könne, es gibt immer Leute, die mit völlig anderen Herangehensweise gute Spiele produzieren, aber DU musst es vielleicht schon können, weil es DIR hilft, ein gutes Spiel zu schreiben.
Der Ansatz ist interessant und mir hat's bisher auch nie geholfen, habs aber auc herst einmal probiert und das war nicht ernsthaft.

Allerdings denke ich, dass, die Idee "wie das Spiel gespielt werden soll" schon wichtig ist, recht FRÜH entwickelt zu werden.
Genau darauf zielen ja auch diese ganzen Fragenkataloge wie Big3, Power9 (?) und so ab. WIE spielt es sich un dWORUm geht es eigenltich?

Ich für mich, der noch kein Projekt vollendet hat, kann sagen: Ich finde das total wichtig! Die coolen Ideen gehören selbstverständlich auch dazu, aber das "WIE" ist relevant.

Gaukelmeister:

--- Zitat von: reinecke am  8.04.2009 | 20:54 ---Allerdings denke ich, dass, die Idee "wie das Spiel gespielt werden soll" schon wichtig ist, recht FRÜH entwickelt zu werden.
Genau darauf zielen ja auch diese ganzen Fragenkataloge wie Big3, Power9 (?) und so ab. WIE spielt es sich un dWORUm geht es eigenltich?

--- Ende Zitat ---

Ja, die Fragenkataloge gehen in die Richtung. Allerdings kann man viele Fragen beantworten, ohne dass man eine glasklare Vorstellung vom Spiel hat. (Zumindest habe ich die Personal 8 mal übungshalber beantwortet.) Und bei den Fragenkatalogen wird ja auch immer alles gleichzeitig abgedeckt. Also die Interaktion der Spieler, die Interaktion der Charaktere, die Regelmechaniken etc. Insofern sind das in meinen Augen eher Hinweise darauf, was man sich alles überlegen muss, wenn man irgendwann einmal fertig werden will. Eine sinnvolle Struktur des Entwicklungsprozesses mit Hinweisen auf Anfang, Mitte, Ende (oder so) geben sie eher nicht vor.

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