Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Etwas Neues zum deutschen Pathfinder?
Falcon:
@wormys: meinst du jetzt mich? Ich kenne dich ja nicht, ich kann ja nur vermuten, da du so widersprüchlich "missionierst". Es kann ja schliesslich sein, das du nicht WEISST, daß vieles an dem Verwaltungsaufwand bei 3.5 unnötig ist, oder das du es spielst gerade WEIL man so viel Zeit da hineinstecken musst.
Du sagtest allerdings, daß dir Regeln nicht wichtig sind, ich versuche nur seit bald einer Dekade zu verstehen, wieso man dann sowas spielt bzw. verteidigt. Ich bin da zugegebnermaßen einer kleiner Unfalltourist.
Den Fluff von 4E finde ich auch schlecht und spiele 4E lieber mit den alten Realms.
würde aber auch wirklich gerne mal was über den Fluff von Golarion erfahren.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Falcon am 8.06.2009 | 19:51 ---Du sagtest allerdings, daß dir Regeln nicht wichtig sind, ich versuche nur seit bald einer Dekade zu verstehen, wieso man dann sowas spielt bzw. verteidigt.
--- Ende Zitat ---
Ich nehme an, die Antwort: "Weils mir Spaß macht." wird dich nicht sonderlich befriedigen. :)
Die einzige Antwort, die ich ansonsten geben kann, ist, dass D&D in seinen Inkarnationen bis 3.5 eigentlich das einzige System ist, das nicht einen einzigen Dealbreaker enthält, den ich ignorieren müsste, um Spass dran zu haben.
D&D 4E dagegen hat das Powersystem, den ins absolute verzerrten Balancegedanken und vor allem die Erkenntnis gebracht, dass für WotC die Tradition keinen Wert an sich mehr hat.
Drudenfusz hat das im Gate so ausgedrückt:
--- Zitat ---4E hat sich der Zeit angepaßt, MMO und moderne Hollywood Filme sind halt recht Richtungsweisend wie Fantasy heutzutage aussehen sollte, und das macht 4E (besser als jedes andere Fantasy-Spiel).
--- Ende Zitat ---
Ich stimme da mit ihm völlig überein, aber genau das ist für mich der Dealbreaker. An Fantasy, wie sie in MMOs und modernen Hollywood-Filmen präsentiert wird, habe ich nämlich im Rollenspiel ziemlich Null Interesse.
Die andere Sache ist die, dass mich der Verwaltungsaufwand bei 3.5 nie besonders gejuckt hat und ich ihn ehrlich gesagt nicht mal als sonderlich hoch erachte. Sicher gibt es Systeme, bei denen das weniger ist (ich bin nicht sicher ob die 4E dazugehört), aber für mich persönlich stellt das einfach kein so wichtiges Kriterium dar, dass ich mich deswegen nach was anderem umschaue.
Was nicht heißt, dass ich anderes nicht spiele bzw. andere Systeme ignoriere. Als Spieler hab ich (die richtigen Mitspieler vorausgesetzt) auch gegen die 4E nichts einzuwenden. Nur leiten werde ich sie wohl nie
Falcon:
Ich denke, daß nicht nur Drudenfusz ziemlich daneben liegt (D&D4 ist viel zu taktisch für Hollywood und hat auch noch ein niedrigeres Powerniveau als 3.5), sondern, daß auch der verzerrte Balancegedanke genau das für die Kritiker ist: Ein verzerrter Gedanke, ein Vorurteil, den sie vermutlich selber noch nie hinterfragt oder kontrolliert haben.
--- Zitat ---Ich nehme an, die Antwort: "Weils mir Spaß macht." wird dich nicht sonderlich befriedigen.
--- Ende Zitat ---
eigentlich schon, denn genau darauf habe ich ja gewartet. Alle anderen, mit denen ich in Persona über 3.5 diskutiere fällt am Ende auch nichts anderes mehr ausser genau dieser Aussage ein ;) .
Gegen diesen letzten Schlupfwinkel lässt sich ja auch nichts sagen, nur ernsthaft darüber diskutieren kann man eben nicht.
und mir ist wirklich noch nie ein rationaler Grund für MEHR Verwaltungsaufwand eingefallen, das ist einfach nicht meine Gedankenwelt. Ein deutsches Phänomen kanns ja eigentlich nicht sein, in Übersee hängt man ja auch noch an dem alten Regelwerk fest.
Ein Mod sollte die letzten paar Posts wirklich mal auslagern.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Falcon am 8.06.2009 | 23:39 ---(D&D4 ist viel zu taktisch für Hollywood und hat auch noch ein niedrigeres Powerniveau als 3.5)
--- Ende Zitat ---
Beides ist aber genauso seicht und nur auf Effekthascherei aus. Immerhin kann man das bei D&D 4E als Spielleiter ändern, wenn man will, bei Hollywoodfilmen hilft einfach nur wegschauen. ;)
Darum gings Drudenfusz aber glaube ich auch nicht. Der Punkt war eher der, dass die Art von Fantasy, die frühere D&D-Versionen abzubilden versuchte (Sword&Sorcery ala Howards, Moorcock und Co.) heutzutage als eher veraltet gilt. Was ich persönlich sehr schade finde, was man aber natürlich auch genau anders sehen kann.
Niedrigeres Powerniveau stimmt übrigens höchstens auf höheren Stufen. Bei niedrigstufigen Charakteren ist ziemlich deutlich, dass 4E-Charaktere wesentlich mehr können als ihre 3E-Entsprechungen. Da ich die niedrigen Stufen bevorzuge und eigentlich überhaupt keine Lust auf Superheldenspiel habe, ist das für mich mit Problemen verbunden.
--- Zitat ---sondern, daß auch der verzerrte Balancegedanke genau das für die Kritiker ist: Ein verzerrter Gedanke, ein Vorurteil, den sie vermutlich selber noch nie hinterfragt oder kontrolliert haben.
--- Ende Zitat ---
Natürlich. Wenn man der Auffassung ist, dass dem Balancegedanken im Rollenspiel eine untergeordnete Rolle zukommen solle, dann hat mans nur nicht richtig durchdacht.
--- Zitat ---Gegen diesen letzten Schlupfwinkel lässt sich ja auch nichts sagen, nur ernsthaft darüber diskutieren kann man eben nicht.
--- Ende Zitat ---
Tut mir leid, das ist kein letzter Schlupfwinkel, sondern schon immer meine Haltung gewesen. Ich hab keine Lust, bei einem wenn auch lieben Hobby ständig darüber zu reflektieren, warum nun was wie genau meinem Geschmack entspricht, sondern urteile aus dem Bauch heraus. die 4E könnte die größte Erfindung seit der des Feuers sein; wenn sie mir nicht gefällt, brauch ich mich dafür nicht zu rechtfertigen.
Und da ich die Erfahrung gemacht habe, dass jedesmal, wenn ich mal die Dinge benenne, die mir nicht so gut gefallen, mir erwidert wird, ich
a) hätte das nicht richtig verstanden
b) hätte wohl anscheinend keine Ahnung, wovon ich rede
c) müsste nur meinen Standpunkt verändern, um die vielen Vorteile der 4E zu erkennen
d) wäre eh ein Vollidiot
bin ichs inzwischen auch ziemlich müde.
--- Zitat ---und mir ist wirklich noch nie ein rationaler Grund für MEHR Verwaltungsaufwand eingefallen, das ist einfach nicht meine Gedankenwelt.
--- Ende Zitat ---
eigentlich eine einfache Sache: es gibt keinen.
Es gibt aber auch nicht den geringsten Grund, rational über ein Hobby nachzudenken, bei dem der Geschmack eine so große Rolle spielt. Es gibt auch keinen Grund, groß drüber zu diskutieren. Nur dass natürlich die Bannerträger eines beliebigen Systems/einer beliebigen Denkrichtung direkt beleidigt reagieren, wenn man ihrer überlegenen Einsichtsfähigkeit nicht folgen möchte. (zielt jetzt nicht auf dich, aber ich bin, was das angeht, ein gebranntes Kind).
Dennoch mal die Frage: Was meinst Du eigentlich, wenn Du von Verwaltungsaufwand redest? Vielleicht versteh ich das irgendwie falsch, denn mein Eindruck ist der, dass das , was ich als Verwaltungsaufwand meiner Kampagnen bezeichnen würde, zu 99% nichts mit den Regeln zu tun hat, weswegen ich ja auch nicht den Eindruck habe, ich würde durch einen Wechsel zu einem verwaltungsärmeren System irgendeinen relevanten Gewinn erzielen?
Falcon:
Soso, D&D2 und 3 spiegeln also die großen Vorbilder Moorcock und co wider.
Den Absatz, daß ich mein 4E ausschliesslich auf billige Effekthascherei und mitlevelnde Gegner auslegen soll und das Hirn ausschalten muss wenn ich Powers und Healing Surges benutze muss ich immer überlesen haben. Auch den Absatz, daß es in 3.5 mal anders war (die unglaublich realistischen HP z.b.). Aber wenn Drudenfusz das sagt, dann müssen die Wotzies das eben so meinen.
Er hat dazu bestimmt ien paar lustige Blogartikel geschrieben, die muss ich mal raussuchen.
Witzigerweise habe ich erst vor kurzem angefangen eine offene Kampagne für D&D zu planen, die sich an Sword&Sorcery orientiert.
Das Verwalten spielt vor allem beim Festhalten der HP von 1001 Monstern im Kampf bei gleichzeitigem Merken jeglicher Zauberdauern auf jedem einzelnen Kampfbeteiligten eine Rolle.
Beim Vorbereiten spielt vor allem das Erstellen magischer Items oder das Ändern von Monsterwerten mit rein.
Die richtigen Charakterrollenspieler betrifft das aber nicht so stark, die spielen ja keine Kämpfe und wenn dann nur Duelle.
Das einige Probleme mit den niedrigen Leveln haben (bzw. die in 3.5 so toll finden) habe ich schon oft gelesen. Was die Schwierigkeit der Herausforderungen angeht muss man aber nicht viel mehr tun als ein wenig an den Leveln der Monster herumschrauben um sie gleich wesentlich schwerer zu machen. Und von der Darstellung her wirken die Encounter dann immer noch vergleichbar. Ausserdem wird ja gerne unterschlagen, daß auch die Monster "mehr" können. Und wenn alle super sind, ist keiner mehr super (der Goblin ist ja immer noch ein Goblin). Das geht natürlich erst dann wieder wenn Drudenfusz uns allen erlaubt das Balancingsystem so zu benutzen,wie es gedacht ist.
Und die Poweranzahl ist ja sowieso ähnlich gering wie in 3.5 (ein D&D4 Magier hat da nur 4-5 Zauber).
Schlussendlich zum Thema Balancing: Charakterpowers als "Gleichgeschalteter als 3.5" zu bezeichnen (weiss jetzt nicht wer es dieses mal geschrieben hatte) ist ähnlich albern, wie 3.5 Vorzuwerfen, daß alle einen BAB haben oder das Nahkämpfer und Fernkämpfer beide gegen AC würfeln.
--- Zitat ---ständig darüber zu reflektieren, warum nun was wie genau meinem Geschmack entspricht, sondern urteile aus dem Bauch heraus.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, darüber kann man eben nicht reden. Du brauchst dich ja auch nicht rechtfertigen.
Ich bin ja gar nicht so anspruchsvoll als das ich mehr als "... na weil is halt so" erwarte. Dafür muss man ja keine lange Diskussion führen, das kann ich sofort einordnen und man spart Zeit.
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