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Etwas Neues zum deutschen Pathfinder?

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Enpeze:

--- Zitat von: Windjammer am  8.06.2009 | 19:44 ---Oh Mann. 3.5 DMG I schlecht finden, aber das neue Manual of the Planes mit "großartig" titulieren. Wo bin ich denn hier gelandet? Im Heimatland der Schokolade?

--- Ende Zitat ---

Ich finde die neue 4e Kosmologie der alten von 3e haushoch überlegen. Warum? Ganz einfach wegen der inherenten Simplizität der neue Achse mit nur 4 Grundbenen. Sie ist perfekter Ausdruck der 4e Philosophie daß ausschließlich gut und leicht bespielbare Elemente im Spiel auch beschrieben werden sollten. Übertrieben komplexe und unspielbar-megalomanische Hirnwixerei wie dutzende Ebenen des Wheel of Planes der früheren 3.5 ist in 4e gygaxseidank verboten!

Pathfinder-Golarion hat in dieser Hinsicht leider, leider den falschen Weg eingeschlagen. The Great Beyond war für mich eine Enttäuschung. Viel zu fiddelig, zuviele Ebenen, zuviel nutzlose Information. Der Author dieses Buchs hat sich offensichtlich massiv an 3.x orientiert, ohne dessen schon früher zu komplexes Konzept überhaupt einmal in Frage zu stellen.

Wer bitteschön braucht z.B. kaum bespielbare negative/positive Energieebenen oder eine Ethereal Plane? Richtig. Keiner. Was bringen diese Konstrukte für das Spiel? Genau. Gar nix.

Ein weiterer Kritikpunkt an Golarions Kosmologie ist die dort schamlos praktizierte Megalomanie. Nicht nur daß erst ein ein fünftel des Planeten abgebildet wurde und trotzdem allein dafür bereits tausende Seiten Material existieren, nein es gibt dann noch ein Sonnensystem mit xy bewohnten Planeten/Monden und das ganze ist in einem unendlichen materiellen Universum eingebettet, welches aber nur ein winziger Teil der Gesamtkosmologie des Great Beyond darstellt. Wie groß darfs denn sein? Wieviele hundert Milliarden (nutzloser weil niemals erfassbarer oder bereisbarer) Planeten will Paizo im Spiel haben? Warum überhaupt eine pseudowissenschaftliche Kosmologie mit Sonnensystemen und Galaxien in einem Fantasy-Setting?

Auch hier hat 4e die mit Abstand bessere Überlegung. Eine symmetrische 4er Achse an Ebenen, die alle von den Spielern leicht erfassbar sind und (das ist wichtig!) vor allem bequem mit Abenteuern erfahrbar. Keine Planeten, keine Sonnensysteme und kein pseudowissenschaftlicher megalomanischer unbespielbarer Humbug mehr.

Einige gute Ideen (wie die Stadt Axis) hat das Buch Great Beyond allerdings und auch das für Golarion übliche exzellente Artwork. Insofern bereue ich den Kauf nicht, da ich es für mein Spiel ausschlachten kann.

Enpeze:

--- Zitat von: Falcon am  9.06.2009 | 01:18 ---
Witzigerweise habe ich erst vor kurzem angefangen eine offene Kampagne für D&D zu planen, die sich an Sword&Sorcery orientiert.
--- Ende Zitat ---

Kannst Du vergessen, 4e hat ein zu enges Konzept und ist zu verzahnt. Deine Idee wird nicht funktionieren, außer Du baust das System massiv um. Nach anfänglichem Enthusiasmus geb ich Euch nicht mehr als ein paar Spiele bevor es Euch entweder zu langweilig oder zu unbalanciert wird. Sorry wenn ich es so deutlich sage, ich meins aber nicht böse.


--- Zitat von: Falcon am  9.06.2009 | 01:18 ---Das Verwalten spielt vor allem beim Festhalten der HP von 1001 Monstern im Kampf bei gleichzeitigem Merken jeglicher Zauberdauern auf jedem einzelnen Kampfbeteiligten eine Rolle.
Beim Vorbereiten spielt vor allem das Erstellen magischer Items oder das Ändern von Monsterwerten mit rein.
--- Ende Zitat ---

Diese Art von Verwaltung geht leicht, wenn man mit Props arbeitet so wie es wir tun. Dh. Farbchips für conditions/blooded und Geld. Magische Items werden aus den Büchern farbkopiert und als Zettelchen an die Spieler verteilt. Jeder Spieler hat eine eigene Box die beim Spielleiter verbleibt. Dort werden seine Items, Gold, Charbo reingelegt. Fertig. Kein Aufwand.

Eine leichtere HPs Verwaltung ist allerdings ein anderes thema und nicht so leicht lösbar.





Windjammer:

--- Zitat von: Enpeze am  9.06.2009 | 07:54 ---Ich finde die neue 4e Kosmologie der alten von 3e haushoch überlegen. ... Auch hier hat 4e die mit Abstand bessere Überlegung. Eine symmetrische 4er Achse an Ebenen, die alle von den Spielern leicht erfassbar sind und (das ist wichtig!) vor allem bequem mit Abenteuern erfahrbar. Keine Planeten, keine Sonnensysteme und kein pseudowissenschaftlicher megalomanischer unbespielbarer Humbug mehr.
--- Ende Zitat ---

Das ist ja alle schön und gut. Dann habe ich Dich einfach falsch verstanden. Du findest die neue Kosmologie "großartig", nicht notwendigerweise deren Darstellung im neuen Ebenenhandbuch. Die ich scheiße fand. Ich rechne fix damit, dass einige Schwächen des Buches in Folgebänden, wie im für 2010 angekündigten The Plane Below: Secrets of the Elemental Chaos, wieder ausgebügelt werden, und hoffe, dass ich dann mein Fazit von damals zurückziehen kann:

"Auch die Ebenen selbst wurden nicht (wie angekündigt) im Bereich der Spielbarkeit interessanter gemacht. Stattdessen wurden sämtliche Gefahrenzonen vom ätzenden Mageninneren eines Astral Dreadnought bis zur Amnesiegefahr bei Berühren des Unterweltflusses Styx einfach aus dem Spiel rausgelöscht, ohne dass etwas vergleichbar interessantes hinzugefügt wurde. Was hier entsteht, ist eine Kosmologie, die sowohl auf als auch unter der Oberfläche nur mehr als eine beispiellose Verharmlosung und Verniedlichung zu bezeichnen ist – was für so einiges am Spieltisch sorgen wird, aber gewiss nicht für gesteigerte Spannung beim Erkämpfen epischer Erfolge."

6:

--- Zitat von: Enpeze am  9.06.2009 | 08:04 ---Kannst Du vergessen, 4e hat ein zu enges Konzept und ist zu verzahnt. Deine Idee wird nicht funktionieren, außer Du baust das System massiv um. Nach anfänglichem Enthusiasmus geb ich Euch nicht mehr als ein paar Spiele bevor es Euch entweder zu langweilig oder zu unbalanciert wird. Sorry wenn ich es so deutlich sage, ich meins aber nicht böse.

--- Ende Zitat ---
Sorry, aber da muss ich Dir widersprechen. Bei mir läuft gerade eine funktionierende offene Kampagne. Das einzige, dass ich hausregeln musste, waren die Aktionspunkte, die jetzt wie Bennies funktionieren. Diese Hausregel hatte aber nichts mit Realismus zu tun, sondern eher damit, dass einige Spieler so schlecht würfeln, dass schon Würfel durch die Gegend geflogen sind.
Die Guidelines zum Thema zum Gruppenlevel passende Gegner und die Trasureparcels ignoriere ich. Dazu benutze ich die Zufallstabellen aus OD&D. Ich orientiere mich gleichzeitig an die Moralregeln aus dem OD&D. (Habe ich schonmal gesagt, dass die D&D-Enzyklopädie ein klasse Werkzeugkasten ist?)
Ansonsten werden die normalen Regeln verwendet mit samt Skillchallenge und DMG Seite 42.
Momentan funktioniert es wunderbar. Ich muss mich allerdings noch dran gewöhnen, dass Dramatik keinen Einfluss auf meine Beurteilungen haben darf.

Selganor [n/a]:
Wird das jetzt eine Diskussion zu 4e oder was es neues zum deutschen Pathfinder gibt?

Irgendwelche Diskurse zu 4e bitte in eigenen Threads, denn wer danach schaut wird sicher nicht in "Pathfinder-Threads" suchen.

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