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Etwas Neues zum deutschen Pathfinder?

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Enpeze:

--- Zitat von: Wormys_Queue am  8.06.2009 | 00:17 ---Hm, James Wyatt, der Autor des DMG (ich nehm mal an, wir reden von 4E und zweifeln nicht die Qualifikation von Monte Cook an, ja? ^^) spielt selbst seit 1979, also inzwischen 30 Jahre. Die Spieler, die noch erfahrener sind, dürften hoffentlich nicht mehr allzuviele Tipps brauchen.

--- Ende Zitat ---

Monte Cook? Naja, nur weil der ein paar Büchlein geschrieben hat? Er ist wahrscheinlich ein guter Dungeon-Entwerfer. Aber war der nicht am Entwurf der (unsäglich üblen) 3rd Edition beteiligt? Das spricht dann für mich nicht für Qualifikation. Für 3x Fans sieht sieht das vielleicht anders aus, geb ich zu. Aber MC ist für mich kein Vergleich zu beispielsweise Shane Hensley (dem Designer von Savage Worlds), der wirklich weiß wovon er schreibt.

Wormys_Queue:
Wie Du meinst.

Falcon:
an 3.5 gehe ich immer so heran: Sie wussten es "damals" halt noch nicht besser ;). Viele Strömungen kamen da noch nicht im Mainstream an. Wer konnte schon vorher ahnen, daß die unterschiedlichen Mechanismen der Zauber (vor allem die Berechnung und das Festhalten der Dauer) mehr Zeit zum Auswendiglernen und Blättern kostet als man zum spielen hat. Oder das es nicht spannend, sondern doch eher öde ist, wenn man als nicht Spellcaster mehr leere Levelups als solche mit Wahlmöglichkeiten hat. Oder das man Spieloptionen ins Abseits drängt wenn man ihnen eigene Regekomplexe gibt (Grapple, TurnUndead usw.).
In Pathfinder haben sie ja jetzt die Möglichkeit aus diesen "Fehlern eines perfekten Systems" zu lernen.

ich hab ja vor 4E auch 3.5 gespielt und nehme ihnen die damalige Naivität auch nicht übel, ich kann ja sogar Spass mit dem Spiel haben. Aber eher wie man sich an DSA3 oder SR2 setzt, "um mal wieder so wie früher zu spielen". Aber das nachträglich zu krönen kommt mir schon albern vor.

Wormys_Queue:
Naja, was heißt krönen. Was mich angeht, spielt der eigentliche Regelkern beim Rollenspiel eine absolut untergeordnete Rolle.Wir haben früher mit unserer Gruppe wild zwischen allen möglichen Systemen hin und hergewechselt und hatten immer unseren Spass, weil wir den nicht von den Regeln abhängig gemacht haben. Und so wäre das ganz sicher auch mit der 4E, wenn wir denn noch in der Gruppe zusammenspielen würden.

Ich sehe jetzt allerdings in der 4E für mich selbst keine substantielle Verbesserung zur Vorgängerversion, die mir einen Anreiz zum Wechsel liefern würde , und könnte dafür eine ganze Menge Gründe nennen, warum ich WotC kein Geld mehr in den Hals stecken werde, die mit dem Regelsystem an sich nur mittelbar (wenn überhaupt) zu tun haben.

Hauptgrund ist letztlich einfach der, dass ich Bücher wegen des "Fluffs" kaufe, nicht wegen der Regeln. Deswegen ziehe ich DSA oder auch Pathfinder der 4E vor, da ich unter diesem Aspekt die Bücher der 4E nicht für ihr Geld wert halte.

Und dass ich dann entsprechend die Systeme zu den "Fluff"-Büchern kaufe, ist reine Faulheit. Würde mich mehr Zeit kosten, die Sachen in ein anderes System zu konvertieren als sie in dem System zu spielen, für das sie vorgesehen sind.

Enpeze:

--- Zitat von: Falcon am  8.06.2009 | 12:14 ---an 3.5 gehe ich immer so heran: Sie wussten es "damals" halt noch nicht besser ;).
--- Ende Zitat ---

Und warum wußten sie es nicht besser? Hätten sie das System ordentlich ausgetestet wie es sich gehört, wenn man ne neue Edition rausgibt, hätten sie es gewußt. Nein, ich glaube eher, die haben tatsächlich 3x mit all seinen Übelkeiten als "gutes" Rollenspielsystem angesehen. Die standen (und wenn man MCs Werke heute ansieht stehen teilweise noch immer) hinter dem was sie fabriziert haben. Wobei ich mir vorstellen kann, daß Du hier andere Vorstellungen hast, WARUM 3e so übel ist, als ich.

Ich sehe auch die 4e als natürliche Weiterentwicklung an. 4e macht einfach den Dungeoncrawl, der in 3x nur auf unnötig komplexe Weise dargestellt werden konnte, der aber das essentielle Markenzeichen on D&D ist, einfacher und spannender. Die letzten Reste an in den Vorgängerversionen ohnehin nur spärlich vorhandener Plausiblität ("Gygaxian naturalism") werden jedoch dabei endgültig auf dem Altar der Balance und Spielbarkeit geopfert.

Das interessante ist, daß erfahrenere 4e Spieler (wie unsere Runde z.B.) zunehmend überzeugt sind, daß die vielgerühmte Balance on 4e nur eine scheinbare ist. Vielmehr ist es so, daß die XP Ratings der Monster, auf der dieser Balanceanspruch aufbaut, oft nicht zutreffen, sondern simple und einfach falsch sind. Das ist aber ein anderes Thema, schätze ich. Unter Umständen kann Descent im Balancesegment hier besseres leisten, aber das testen wir noch aus. 




--- Zitat von: Falcon am  8.06.2009 | 12:14 ---In Pathfinder haben sie ja jetzt die Möglichkeit aus diesen "Fehlern eines perfekten Systems" zu lernen.
--- Ende Zitat ---

Ich bezweifle daß hier viel gelernt wird. Soweit ich aus der Beta ersehen konnte wird das Spiel nur kosmetisch verändert und bleibt für mich ebenso unattraktiv wie 3x.

Wo sich allerdings einiges verbessert hat ist bei der Präsentation der welt Golarion. Die finde ich äußerst gelungen. Auch der Grund warum ich eigentlich hier den Thread (der nun vollkommen entgleist ist :)) aufgemacht habe.
 

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