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Rohrkrepierer, Strohfeuer und Projekte für die Ewigkeit
Gaukelmeister:
--- Zitat von: Beral am 2.05.2009 | 23:53 --- Yeah! Dem stimme ich zu. Das hängt zum Teil damit zusammen, dass sich der Horizont zu einem Tunnelblick verengt, sobald ein Ziel anvisiert ist. Dann wird das Ziel nicht mehr hinterfragt.
--- Ende Zitat ---
Komisch, ich habe da andere Erfahrungen gesammelt. Bei Dingen, die ich fertig schreibe (z. B. Hausarbeiten, Rollenspielabenteuer, Kurzgeschichten), denke ich nie, dass die Sache perfekt ist. Ich finde es einen sehr komischen Gedanken, dass man etwas nur dann abschließen kann, wenn man keinerlei Zweifel mehr an der Qualität hat. - Ich kann mir schon vorstellen, dass es solche Typen gibt. Aber meine eigene Erfahrung und Beobachtungen aus meinem Umfeld lassen sich mich denken, dass dies echt ein Sonderfall ist. Normaler Weise schreibt man Sachen fertig, weil man sie irgendwann mal fertig haben muss oder fertig haben will (warum auch immer: Termine, Versprechen ...) - und nicht, weil man von seiner eigenen Genialität überzeugt ist.
der.hobbit:
Das ist eine Frage des Perfektionismus: Manche geben sich nicht mit weniger zufrieden, wodurch sie wenig aber wenn dann (hoffentlich) sehr Gutes produzieren. Ist meiner Meinung nach eine Charakterfrage.
Daher bezweifle ich auch, dass ein "Tunnelblick" nötig ist, um ein Werk als vollendet zu betrachten, wenn man nicht den gleichen Anspruch an "fertig" stellt.
Backalive:
Wenn man bei solchen Projekten erst dann sagt, man sei fertig, wenn es in den eigenen Augen perfekt ist, dann wird es nie fertig!
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