Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?

<< < (14/71) > >>

6:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 21.06.2009 | 23:35 ---Genau. Bloß in deinem Beispiel ist ja weder Spannung noch Herausforderung vorhanden, weil dein Mitspieler, dich ja automatisch gewinnen lässt.
Das wäre am ehesten zu vergleichen, mit einer Sache, wo es egal ist, wie du würfelst, du gewinnst automatisch.

--- Ende Zitat ---
Genau darum geht es: Egal was Du würfelst, Du kannst nicht verlieren, da Dein Charakter durch einen Würfelwurf nicht sterben kann.
Charaktertod = Niederlage. (Kann der Charakter nicht durch die Regeln sterben, dann kann es keine Niederlage geben.)

Vielleicht ist Dir dann verständlicher wieso Deine Diskussion komplett am Thema vorbei geht. :)

Nth-Metal Justice:

--- Zitat ---ich persönlich als SL würde nur noch sehr wenig die Herausforderungen an die Gruppe anpassen. Viel interessanter ist es meiner Meinung, wenn die Spieler vor Herausforderungen stehen, die eben nicht durch bloses in den Kampf rennen lösbar ist. Da kann ohne weiteres in der Nähe ein Drache, der 10 oder 15 Stufen höher als der Gruppendurchschnitt ist warten. Ich sehe dann auch keinen Grund in irgendeiner Weise eine mögliche Begegnung zu einem bestimmten Ergebnis hin zu manipulieren. Im Gegenteil. Das würde meiner Meinung nach die Errungenschaften der Spieler entwerten.
--- Ende Zitat ---

Klar. Verstehe ich auch. Aber das geht auch nur, wenn man einen Alternativen Lösungsweg parat hat (oder als SL sehr gut improvisieren kann). Und dieser Alternative Lösungsweg (es dürfen auch mehrere sein) muss für die SCs bestreitbar sein. Gerade bei D&D 3.5 und früher ist aber die Bestreitbare Vorgehensweise ausserhalb der Kämpfe problematischer als innerhalb der Kämpfe - WENN man nicht ausser Acht lässt, dass es in der Gruppe sehr, sehr wahrscheinlich Nulpen gibt, die einfach nix können (ein Blick in den Bereich Skills ...).
Also hat man im Endeffekt auch hier eine Anpassung des Encounters an die Gruppe - hoffe ich zumindest - nur dass eben der "indirekte Weg" (austricksen, schleichen, vielleicht gar eine Falle Basteln) und nicht der "direkte Weg" (Reinstürmen! Platthauen!) ausgearbeitet wird.

Wenn beide Wege nicht an die Gruppe angepasst sind, wird das wahrscheinlich zu Frust führen. Und den will man nicht.

6:
@Aya:
Du gehst zu sehr davon aus, dass die Lösung von Dir als SL vorausgesehen werden muss, damit das Spiel spannend wird. Ich geh da neuerdings etwas anders ran. Ich gebe den Spielern eine komplette Spielwelt mit ner Menge Spielweltteile(z.B. Erzminen, Ruinen, Monster/Humanoidensiedlungen, Fraktionen innerhalb der Siedlungen, Einzelne NSCs), die in verschiedenen Verhältnissen stehen und mit denen die Spieler spielen können. Dadurch haben die Spieler die Möglichkeit die Probleme, die sie lösen wollen zu lösen und sich dafür kreativ betätigen können. Ein Beispiel für den Hochstufigen Drachen wäre, z.B. einen nahe gelegenen Goblinstamm gegen den Drachen aufzuhetzen. Oder sie verbünden sich mit dem Drachen, weil sie kein Problem in dem Drachen sehen.
Dafür muss ich dann keine Anpassung der Encounter an die Gruppe machen. Die einzige Konsession, die ich mache ist, dass ich die Tabelle auf Seite 42 für die Fertigkeitswürfe verwende. Damit passe ich natürlich automatisch die Fertigkeitswürfe an die Gruppe an.

Nth-Metal Justice:
Aber es ist schon interessant, wie schnell es doch auf die Diskussion über den Charaktertod hinausläuft, oder?

Dass es so schnell eben hierher führt zeigt aber auch, dass das den Leuten immer noch wichtig ist.
Der Charaktertod ist eben wichtig - was ich nicht so sehe ist, dass man hinterher eine zusätzliche Strafe braucht. Ob das nun 50 oder 75% der Erfahrungspunkte sind + Ausrüstung oder ob das ein Anfangen auf Stufe 1 ist. Die Logik dahinter erschliesst sich MIR nicht.

Aber das ist wahrscheinlich eine andere Diskussion, die sicher auch hier schon mal geführt wurde. Muss ich Mal suchen.

Das Problem ist eben die wohlmöglich abgerissene Story, wenn ein wichtiger Charakter draufgeht oder wenn sogar alle Charaktere draufgehen. Macht euch als SL das nichts aus? Oder als Spieler? Wollt ihr nicht das Ende einer Geschichte erleben? Ein BEFRIEDIGENDES Ende? Oder empfindet ihr "in den Ruinen der Nebelumschlungenen Magierstadt verschollen" als befriedigend? Nehmt ihr einfach den Faden wieder auf mit einer neuen Gruppe? Fehlt da nicht was? Genau das probieren wir bei Rise of the Runelords gerade. In meinem Fall ist das aber ein Zugeständnis. Ich will wissen, wie es zu Ende geht. Und ich empfinde es als überhaupt nicht befriedigend, das mit einer neuen Heldegruppe machen zu müssen. Die gesamte aufgebaute Spannung, die Vertrautheit ist weg. Wärre es da nicht wesentlich besser gewesen wenn man:
a) den vorhergehenden TPK vermieden hätte
b) Die Gruppe  in anderer Weise durch den Verlust des Encounters Geschwächt hätte (vielleicht zum Beispiel mit einem Fluch. Unsere Gegner waren immerhin Hexen)
c) zusätzlich einen neuen ZWischenschritt eingebaut hätte zum Brechen des Fluches
d) die Geschichte dann hätte weiterverfolgen können

Das wäre sehr, sehr viel befriedigender gewesen, als neu ansetzen zu müssen. Und trotzdem wäre klar gewesen, dass wir für usner Versagen bezahlen müssen.

Vielleicht ist das auch Genrebedingt. Wir spielen NICHT Sword and Sorcery, sondern im Endeffekt spielen wir eine Geschichte, die am Ende aus der Annahme beruht, dass das Gute siegt. Da draussen sind sicher Spieler, die offener an Geschichten rangehen können als DAS, aber ich mag meine Geschichten so.

Nth-Metal Justice:

--- Zitat von: Christian Preuss am 22.06.2009 | 10:18 ---Dafür muss ich dann keine Anpassung der Encounter an die Gruppe machen. Die einzige Konsession, die ich mache ist, dass ich die Tabelle auf Seite 42 für die Fertigkeitswürfe verwende. Damit passe ich natürlich automatisch die Fertigkeitswürfe an die Gruppe an.

--- Ende Zitat ---

Das kann als Anpassung natürlich auch reichen, wenn man wirklich so viele Möglichkeiten hat. Ich erlebe halt immer wieder Situationen, die lange nicht so offen sind. Es gibt in der Nähe keinen Goblinstamm, oder die Goblins haben keinerlei Interesse sich mit den SCs gegen den Drachen zu verbünden (vielleicht auch, weil in der Gruppe eben leider keiner wirklich gut Verhandeln oder bescheissen kann). Oder man muss dringend, innerhalb des nächsten drei Tage am Drachen vorbei. Der Drache ist definitiv bösartig.

Wenn man natürlich das ganze so offen gestaltet, wie du es sagst, dann kann man ganz anders mit der Sache umgehen. Wenn man das aber immer macht, kann es sein, dass die Spielwelt beliebig erscheint. Mir ist ein SEHR viel stärkerer Fokus (und auch damit einhergehende Limitationen) wesentlich lieber.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln