Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[Mystix] Fragen und Antworten

<< < (2/16) > >>

scrandy:
Also prinzipiell finde ich es schade, dass nur immer die Würfelprobe im Visier ist, denn die tut zwar exakt das was sie soll, ist aber wirklich nicht DIE Innovation an meinem System. Das sind andere Sachen, Pseudowissenschaften, Situationsvorteile, selektive Wahrnehmung, Drama-Sektion und der Versuch die Anleitung zum Spielen und Spielleiten mit ins Regelwerk zu schreiben.

Zur Würfelprobe:
Ja, ich habe das sehr gut statistisch durchgerechnet und zwar während ich in meinem Mathe-Studium Stochastik hatte. Ich habe die Wahrscheinlichkeiten sowohl tabellarisch als auch graphisch vor mir gehabt und durch vergleich vieler Probenkomplexe schließlich einen Kompromiss aus Glocken-Kurve (dafür braucht man nen Pool) und Geschwindigkeit bekommen.

--- Zitat ---Aber ganz ehrlich scheinen mir mehrere Vergleiche auf einer 1W20 Skala, auch noch gleichzeitig, vom Aufwand her deutlich höher zu sein, als Fertigkeitswert+10 gegen Schwierigkeit (Ephorân), 2W6+Fähigkeit gegen Schwierigkeit (Traveller) oder Karten ziehen (Engel/Everway/Primetime Adventures).
--- Ende Zitat ---
Diese Proben haben entweder eine Rechnen-Komponente oder haben lineare Verteilungen (das System von Engel kenne ich nicht). Außerdem heißt es nicht das mein Würfelsystem die Welt revolutionieren wird. Es tut einfach nur das was es soll und das auch noch recht schnell.

oliof:
Danke für die Antwort. Leider ist sie mir nicht präzise genug.

Bei Dir gibt es aber doch auch Rechenkomponenten, oder nicht? Erklär doch bitte nochmal, wie das funktioniert, am Besten mit einem Beispiel.

Nebenbei: Weder Ephorân noch Traveller sind linearverteilt; ich halte sie trotzdem für intuitiv erfassbarer (is ja auch klar, sonst würde ich hier nicht nachfragen).

Zu den Pseudowissenschaften etc. komme ich später noch, keine Angst. Aber derzeit ist das Würfelsystem die Hürde, über die Du mir helfen mußt …

scrandy:

--- Zitat ---Scrandy: Ich verstehe jetzt, dass Du Dir bestimmte Skalen für Fähigkeitswerte und Schwierigkeitswerte zurechtgelegt hast. Wie funktioniert das denn nun genau?
--- Ende Zitat ---

Ok rein mechanisch:

- Man sagt, was man machen möchte.
- Der SL sagt z.B.: "mach mal ne 3er Schleichen Probe"
- Die Spieler nimmt seinen Schleichen Wert vom Charakter-Bogen packt sich seine Würfelschale, schüttelt sie ein wenig hin und her und läßt sie dann auf dem Tisch ab.
(Da es W20 sind rollen sie wunderbar in der Schale und ermöglichen erst das schnelle Schüttteln und hinwerfen Konzept.)
- Dann werden die Würfel abgelesen und jeder Würfel kleiner gleich dem Fähigkeitswert gibt einen Erfolg. Rote Würfel (3 von den 6) zählen als zwei Erfolge.
- Die Erfolgszahl muss größer oder gleich der Schwierigkeit sein. Hier größer als 3.

Inhaltlich:
- In der Regel würde man versuchen die Umgebung, seine Gegenstände usw. sprich die Situation für seinen Vorteil zu nutzen. Daraus ergeben sich dann bis zu 3 Bonuserfolge, die einfach oben drauf gerechent werden und das Ergebnis nochmal kippen können (Wirkt ähnlich wie Fanmail jedoch abhängig von der Ingame Bedeutsamkeit und nicht als direkte Belohnung).
- Da alle Spielhilfen als Pseudowissenschaften gebaut sind und zu entsprechenden Spielbereichen erklären worin die Schwierigkeiten für ein Fachgebiet bestehen können was relevant für Erfolg und Misserfolg sein kann und welche Handlungs- und Spielmöglichkeiten man hat, ergibt sich daraus ein Gespräch über die Ingame Umsetzung zwischen SL und Spieler, das schließlich zu den Bonuserfolgen führt.

Ein Beispiel: Im Stealth Kapitel steht, etwas über Sichtkontakt, Unsichtbarkeit in Schatten, Ablenkung, Geräusche und tote Winkel von Räumen. Gibt es nun die obige Schleich Situation, dann erklärt der SL zum Beispiel, welches Sichtfeld die Wache hat, wie die Umgebung beschaffen ist usw. Nutzt der Spieler diese Situation zu seinem Vorteil in dem er  angibt, dass er nur auf dem Teppich läuft, dass er eine gewisse Route durch den Raum wählt oder wie er am entscheidenden Moment eine Ablenkung erzeugt, dann bekommt er entsprechende Bonuserfolge. Dabei muss der Spieler natürlich nicht die Vorlieben des SL erraten. Vielmehr ergibt sich aus dieser Mechanik ein kreatives Gespräch bei dem der SL sagt, was seiner Meinung nach geht oder nicht geht, aber bei dem er auch auf die Vorschläge des Spielers eingeht und sie in seine Szenenvorgaben einfließen läßt.

Zum Beispiel gab es in meinem letzten Abenteuer eine Alarmanlage, die von rotierenden Wachen regelmäßig betätigt werden sollte. Eigentlich sollte sie eine geringe Rolle spielen und einfach zerstört werden. Jedoch hatte der Tekker die Idee eine Vorrichtung zu bauen die die Taste regelmäßig drückt. Also haben wir beredet wie er das macht und welche Möglichkeiten er nutzt. Da er seine Materialien sehr kreativ und sinnvoll eingesetzt hat, dass man sich wirklich vorstellen konnte, dass das klappen würde, hat er noch entsprechende Bonuserfolge bekommen und die nicht ganz einfache Probe gelang und sie hatten eine wirklich Coole Alarmüberbrückung.

scrandy:
Ja, hab das von vornherein in zwei Posts packen wollen.

2W6 + Schwierigkeit hat aber eine Rechenkomponente. Bei mir gibt es lediglich bei den Bonuserfolgen ein wenig zu rechnen aber da geht es in der Regel um +1 +2 oder verdammt selten auch um +3. Manche Aktionen bekommen aber auch gar keine Bonuserfolge.

Am besten probierst du die Probe selbst mal auf. Nach drei mal würfeln oder so siehst du bestimmt wie schnell sie ist. Ansonsten mach ich ja eine Runde auf der Feencon und auf dem Sommertreffen. Da würde ich dich gerne überzeugen

oliof:
Und noch ein paar Folgefragen:

Ich bekomme also 1-12W20 und muß Ergebnisse auf einer Skala von 1-9 zählen? Wie ist das dann bei Wettkämpfen, bei denen drei oder mehr Seiten beteiligt sind?

Was ist einfacher: 4 Erfolge bei Fertigkeit 6 und Schwierigkeit 6 oder 2 Erfolge bei Fertigkeit 3 und Schwierigkeit 3? Was sind "normale"/"gute" Fertigkeitswerte. was bedeutet "3er Probe" gegen "6er Probe"? Ist es bei niedrigen Werten nicht geradezu zwingend notwendig, sich Bonuserfolge zu erspielen, weil man sonst eh kaum eine Chance hat, gegen Gegner oder … 'herausfordernde' Aufgaben zu bestehen?

Ist eine 3 eine hohe oder eine niedrige Schwierigkeit?

Hast Du für Interessierte Beobachter Deine statistischen Betrachtungen irgendwo greifbar?

PS: Dieses Schachern um Boni mit dem SL hielte ich für relativ nervig. Wenn es allerdings kaum eine Rolle spielt, dann würde ich es nur für nervig halten, wenn es bei einer Probe eng wird, weil man dann schnell zu dem kommt, was bei WuShu einige Leute Powertelling nennen, also Erzählen um der Bonuserfolge wegen und eben nicht, um die Ereignisse inhaltlich auszuschmücken. Also, eine Bevorteilung der Leute, die schon gut erzählen können, anstatt alle an gute erzählerische Leistungen heranzuführen.

PPS: Ich kenne diese Leute auch, die das Würfelsystem ganz genau verstehen wollen aus verschiedenen Diskussionen zu TSoY. Gehört zum Handwerk.

PPPS: Insgesamt scheint mir das System zu viele verschiedene Stellschrauben zu haben, weil ich ja die ganzen Bonusmechanismen für zusätzliche Erfolge etc. noch gar nicht angeschnitten habe.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln