Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Kleriker friedlicher Gottheiten
Arldwulf:
Wie gesagt - man kann das nicht Editionsübergreifend sagen. Die Behandlung von "normalen" Bewohnern der Welt (ob nun Spieler oder NSC) ist schlicht unterschiedlich.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: ragnar am 15.07.2009 | 18:56 ---Wie kommst du denn darauf das das die Regel sein sollte? In meiner alten AD&D-Kampange war das Equivalent zum Papst von der Klassifizierung her ein Gelehrter, d.h. er konnte was Wunder Anging gar nichts. Er tat sehr Weise, war sehr wissend und hatte einiges an weltlicher Macht. Hat auch gereicht :)
Aber AD&D tut ja heutzutage wenig zur Sache: Wenn man die 3.X-"Weltbastel"-Regeln im DMG zu Rate zieht, wird es außer Abenteuerern kaum jemanden geben der über die 10te Stufe hinausschießt. Insofern wäre auch das eher die Regel als die Ausnahme.
--- Ende Zitat ---
Aber sollte man nicht denken, dass gerade bei Priestern, die ja ihre Macht verliehen bekommen, nicht nur Abenteurer große Macht erreichen, sondern vor allem auch die Leute, die den jeweilgen Gott weltlich vertreten? Oder warum sollte ein Abenteurer-Magier mehr Magie beherrschen, als der "Turm-Magier", der den ganzen Tag Magie studiert?
ragnar:
--- Zitat von: Tudor the Deadish am 15.07.2009 | 21:36 ---Aber sollte man nicht denken,...
--- Ende Zitat ---
Warum sollte man sowas denken? Gibt es dafür irgendwelche Präzedenzfälle!?
Wenn du unbedingt eine Erklärung für meine Herangehensweise brauchst, nun als SL, sollte so ziemlich alles was wir sagen als Grundpfeiler für eine Kampagne von den Spielern zu akzeptieren sein. Denken wir uns einfach etwas aus: Die Wege der Götter sind halt unergründlich/Götter geben Wunder an Personen die eine Mission zu erfüllen haben, nicht damit sie auf dem Arsch sitzen, also werden wunder-wirkende Priester vor die Tür gesetzt um in aller Welt (für) ihren Glauben zu demonstrieren.
Wenn du es unbedingt so haben willst das Priester in hohen Ämtern auch starke Zauberkräfte haben sollten: Warum sollte ihnen ihr Gott in Risikosituationen nicht auch gleich Widerstandsfähigkeiten und Glück/Kampfgeschick zuschustern? Dann kannst du die Klerikerklasse ohne Probleme nutzen und die von dir angenommenen Spieler haben die Unterstützung/Gegenwehr die sie erwarten.
--- Zitat ---Oder warum sollte ein Abenteurer-Magier mehr Magie beherrschen, als der "Turm-Magier", der den ganzen Tag Magie studiert?
--- Ende Zitat ---
Warum sollte ein SC-Magier überhaupt mächtige Magie beherrschen, wo doch der Klischee-magier Jahrzentelang in seinem Turm sitzt um Magie halbwegs zu meistern? Komischerweise hat so mancher SC mit 10 Jahren "Felderfahrung" (d.h. Jahre vor dem alten Tattergreis) das obere Ende der möglichen Stufen erreicht.
Und wenn man nach D&D geht steigt man sowieso nicht dafür auf das man Studien betreibt. Sondern dafür das man gewisse Dinge überlebt. Ist Praxiserfahrung nach D&D vielleicht (nicht nur) für Magier wertvoller und die ewigen Studenten sind einfach nur zu feige vorsichtig was ihre Studien angeht?
Worauf ich hinaus will: Spätestens an der Stelle an der niemand (am allerwenigsten das Regelsystem) vom SL verlangt XP für seine NSC zu erspielen/festzuhalten sollte auffallen das SC und NSC unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten folgen.
Das kann zu Gunsten der Spieler sein (Der Schlachtfeldkleriker wirkt Wunder, im Gegensatz zum gelehrtem Papst), das kann zu ihren ungunsten sein (Der Tattergreismagier ist 5 Stufen höher als die Gruppe (ist ja nicht so das der SL Rechenschaft schuldig wäre woher er seine EP hat) und wird so gespielt als hätte er das Pimp-my-Character-board auf Wizards.com gefressen und stiehlt den SC die Existenzberechtigung).
Also ignorier mal die Konventionen des Regelsystems und prüfe auch ob deine Anforderungen an die Welt gerechtfertig sind. Danch mach was du für richtig und stimmig in deiner Kampagne hälst und vergebe die Fähigkeiten entsprechend.
Wenn du willst das der hohe Tempelhoschi wie ein Stufe 16 Kleriker zaubert aber wie ein Stufe 2 Commoner kämpft: Mach es so! Schon die Variante "Magier-Kampffähigkeiten mit der Zauberliste für Priester" ergibt (auf der Stufe auf der "anspruchsvolle" Wunder gewirkt werden) Charaktere die Kämpfern der Stufe 5 eine Heidenangst ( :) ) einjagen sollten und damit wirst du wahrscheinlich deinem Bild des Tattergreismagiers ebensowenig gerecht wie dem pazifistischem Archivar einer Wissengottheit. Und wenn du dich davon nicht trennen magst, kannst du auch gleich den Otto-Normal-Kleriker heranziehen, so viel besser kämpft der auch nicht.
Es bringt nichts sich an Mechanismen aufzuhängen die eigentlich nur dafür gedacht sind SC zu balancieren (und nebenbei ist es unter D&D3 sehr kompliziert solch eine Klasse zu "maßschneidern" und auch für's CR hilft das nicht im geringsten). Genausowenig bringt es sich vermeintlichen Genre-Konventionen ungeprüft aufzuhängen.
Yerho:
--- Zitat von: ragnar am 15.07.2009 | 23:19 ---Warum sollte ein SC-Magier überhaupt mächtige Magie beherrschen, wo doch der Klischee-magier Jahrzentelang in seinem Turm sitzt um Magie halbwegs zu meistern? Komischerweise hat so mancher SC mit 10 Jahren "Felderfahrung" (d.h. Jahre vor dem alten Tattergreis) das obere Ende der möglichen Stufen erreicht.
--- Ende Zitat ---
Das könnte man aber auch so auslegen, dass ein in der Weltgeschichte herumgurkender SC-Magier einfach bei einer bestimmten Stufe nicht weiter aufsteigen soll, während NSC-Magier durchaus höher angesetzt werden können, weil sie ihr Leben überwiegend der Magie widmen.
Eine andere Variante wäre, dass beide Wege zu einem ähnlichen Ergebnis, nämlich zur Meisterschaft in Sachen Magie führen. Eventuell mit leichten Modifikationen, die man als SL vornehmen kann ... Zum Beispiel, dass der NSC-Magier stärker und ausdauernder Zauber wirken kann, weil er konzentrierter ist. Dafür ist sein Magieeinsatz deutlich unkreativer, weil die Felderfahrung fehlt. Das könnte sich darin äußern, dass der NSC-Magier zwar sehr mächtig ist, aber nur ein, zwei Zauber einsetzt, in den er meisterhaft ist, während der gewitzte SC-Magier sein Repertoire an Zaubern zwar schwächer, aber dafür in Auswahl und Kombinationen vielfältiger wirkt.
Weitere Varianten wären, dass Turm-Tattergreis einen miserablen Magiewiderstand hat, von sonstigen Sekundärkompetenzen ganz zu schweigen, die sich ein SC-Magier jedoch erwerben kann. Dann kann der Tattergreis zwar meinetwegen ganze Städte einebnen (Ich übertreibe jetzt mal ...), aber ist sowohl magisch als auch physisch vergleichsweise leicht umzunieten, wenn er sich auch nur die geringste Blöße gibt.
Gaming Cat:
--- Zitat von: Mann Mit Fez am 14.07.2009 | 11:46 ---Friedliche Priester, Archivare usw sind keine Kleriker. Ein Kleriker ist eine Klassenbeschreibung die an einen
bestimmten spielerischen Archetypen angepasst ist; der Heiler/Anti-Undead sekundär-Tank. (...) Grundlegend ist DnD nunmal ein Kampforientiertes System...
--- Ende Zitat ---
Damit wäre alles gesagt... *unterschreibt*
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