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Avatar (nicht der "Last Airbender")

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Heinzelgaenger:
Regelrechte neuartige Geschichten erfinden wird ja auch zunehmend schwer;)
Den Nerv der Zeit treffen zu einem zeitlosen Thema ist schon eher das was ein Autor sich wünscht.
 
Star Wars ist zwar teilweise dreist geklaut gewesen, hat aber genau das geschafft; eine Heldengeschichte mit der Wucht eines Mythos innerhalb kürzester Zeit zu etablieren.

Ob Aliens das zeug zum Mythos hat, bezweifele ich ehrlich gesagt. (trotzdem ein absolut masstäbe setzender, fantastischer Film)

Matrix hat im ersten Teil alles richtig gemacht, das Lebensgefühl treffen, eine Art Erlöser aufzubauen, das digitale Zeitalter zu verarbeiten usw.
Teil 2+3 sind blosse Actionreisser mit schrecklichen Dialogen. Der Streifen nahm sich zu ernst und agierte viel zu plump auf der metaphysischen Ebene. Die dann im Endeffekt keine mehr war.

Herr der Ringe ist DAS High Fantasy Epos, nicht zuletzt durch Jackson.
Ein Standard für Elfen, Zwerge und Orks wurde de facto festgelegt.

Mit Avatar wirds jetzt interessant;
Der Film spielt geschickt mit den Mythen vom Paradies und von Menschenhand zerstörter Lebensgrundlage, paart das aber visionär, in dem beides in die Zukunft verlegt und mit dauernder Wirtschaftskrise, Konzernherrschaft und Umweltzerstörung verquickt wird. Dazu eine Prise Identitätskrise (immer gut) uns nat. Konflikt gut<>böse.
Zeitlose Themen und Schauplätze, aber irgendwie auch aktuell oder halbwegs vorstellbar, obwohl die Produktion auf Eskapismus pur setzt. Und das wiederum macht sie so gut, dass es anscheinend einen Trend gibt, dass Leute freimütig von einer gewissen Nach-dem-Film-Depression erzählen.

Für RPGler ist eine Art perfekter Elfenwald ein alter Hut.
Cameron hat ihn aber vom tolkienschen, perfekt bewirtschafteten Luxus-Forstgut befreit und ihn mehr dem Archetypus des perfekten Idylls mit edlen, spirituell überlegenen Wilden angenähert.
Die meisten Menschen haben das so noch nie rezipiert, und auch die Fantasyfans habens noch nie so intravenös goutieren können.

Wenn Cameron die nächsten Teile nicht verkackt, könnte er Lucas an Breitenwirkung sogar überholen, wenn auch nicht an Reichtum.

Heinzelgaenger:

--- Zitat von: Bluerps am 26.01.2010 | 22:43 ---Intelligenz ist halt nicht unbedingt das entscheidende Merkmal, das einen Helden sympathisch machen kann. Alleine wäre sie sogar nichtmal ausreichend, denke ich. Nimm den guten Dr. Jones - den mag man auch nicht, weil er soviel über alte Kulturen weiß. Oder die ganzen Kassandra-Wissenschaftler in Katastrophenfilmen, die man eigentlich auch erst mag, wenn sie mitten in der Zerstörung stecken, die sie selbst vorausgesagt haben.
Bluerps

--- Ende Zitat ---
Stimmt .
Vermutlich wollte ich eher ausdrücken, dass seine Zeilen manchmal nur Grunzer oder Hollywoodsche Drei-Zeilen-Machokraftspruch-Dialoge sind.
(Was jetzt? - Spring! -Oh Scheisse!)

Muss ihn mal im Original sehen.

Aber die Szene wo er vor den Omoticaya spricht fand ich dann um so besser.

Bluerps:
Naja, im Orignal wird der Charakter auch nicht cleverer sein. ;)

Reden halten können solche Charaktere aber so gut wie immer, das stimmt. :D


Bluerps

Karl Lauer:
*SCNR*

Medizinmann:
Er bewegt die Leute? Und das machen die an den Einnahmen fest?
Wie kommst Du denn darauf ?....obwohl ,wenn soviele sich den Film anschauen ,müssen die ihn ja mögen,sonst würden sie nicht reingehen

Nö, Ich mache das an der wachsenden Fangemeinde fest (was meinst Du ,warum Ich die Avatards erwähne ??)

@Karl
 cooler Trilogymeter, wo hast Du den her ?

JahtaHey
Medizinmann

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