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Lodland - gibt's das noch?

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Falcon:
Zwischenzeitlich hatten sie das Regelwerk doch sogar gratis angeboten.
Wir sind hauptsächlich wegen des Artworks und Layouts darauf reingefallen

Sie haben sich mit ihrem Pseudorealismus viel verbaut. 99,999% der Kartenfläche ist nämlich gar nicht betretbar (wir hattens uns damals darauf gestürzt und wollten Unterwasserstädte auf dem Ozeanboden besuchen und stolperten ständig über diese "wissenschaftlichen Rechtfertigungen" Wir sahen dann, daß die größte Tauchtiefe 300m oder so war und sich alles nur im Schelfbereich (*gäähn*) abspielt.
Und pseudorealismus deswegen, weil die Völker für sich genommen im Gegenzug ein reiner stereotyper, gleichförmiger Haufen gesichtsloser Klischees sind, sich aber so krass voneinander unterscheiden, daß sich kein stimmiges Bild ergibt. Es ist ein bisschen wie ein billiges Computerspiel mit untereinander völlig unabhängigen Parteien ("hey, du nimmst die NOD, ich die GDI"). 

Ausserdem, denke ich, können sich viele Rollenspieler (u.a. Ich) einfach nur schwer vorstellen, was man Unterwasser überhaupt alles so machen soll. Und Lodland liefert darauf keine Antworten, es ist nicht wirklich ein Spiel, sondern sagt einfach nur "das ist unsere Computerpielwelt, jetzt macht halt mal was, was ihr wollt". Das DSA merkt man schon ziemlich stark darin.
Und wie alle postmodernen Settings haben wir es gespielt wie immer: Wie Shadowrun :P

das sie die Quellenbücher mit ihren 80Seiten softcover für 25Euro anbieten kann auch Teil des Problems sein.

Ein:
Oh, das mit dem 300m Tauchbereich wusste ich gar nicht. Das ist natürlich schon irgendwie fatal.

Falcon:
hab das nochmal nachgeschaut.
also 600m sind schon so der Durchschnitt (vor allem diese Heldengruppen-Traveller-Transporter). Dann gibt es 2 Schiffe (eine Kapsel, ein großer Pott), die 4000 Meter schaffen. Der Ozeanboden der Karte reicht bis 9000m.

Jetzt erinnere ich mich wieder, wo, glaube ich, das Problem war: Die Städte befinden sich alle nur in gelben und grünen Wassertiefen (eben bis max 400m ca.), so, daß man eben nur ein paar Pünktchen auf der Karte überhaupt anfahren kann.
In Ausnahmefällen kommt man dann halt tiefer, aber wozu? Es wirkt dadurch halt schon ein bisschen wie Weltraum, aber nur mit ca.8Planeten.
Vielleicht hätte allein schon ein mysthisches Element wie Atlantis inklusiver alter Unterwasserdungeons schon viel geholfen. Irgendwas, woran man erkennen kann, daß es ein Spiel sein soll.

Ein:
Ich denke, dass die Unterwasserthematik auch recht schwierig anzugehen ist, da abgesehen von seaQuest DSV die großen Vorbilder fehlen.

Blue Planet hat es ja auch probiert, aber eben so wenig Erfolg, wobei man sich bei BP einfach nicht entscheiden konnte, ob man nun cinematisch werden oder realistisch bleiben wollte.

Falcon:
ich denke, daß ist hier auch der Fall.
Am meisten (neben der nicht zugänglichen Karte) stört mich die fehlende Eigenständigkeit

sieht das aus wie Shadowrun oder nicht?
http://www.lodland.de/images/shop/view/LODLAND12.jpg
http://www.lodland.de/images/cm/00601.jpg
http://www.lodland.de/images/cm/00785.jpg

als Vorbilder gäbs da vielleicht noch Aquanox (PC Spiel)
Für Transhuman Space gibts noch Under Pressure, aber daß Setting ist sowieso unspielbar (ja, anderes Thema).

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