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Magic-the-Gathering-Prinzip ins Rollenspiel übertragen?
Darkling ["beurlaubt"]:
--- Zitat von: Ein am 10.10.2009 | 13:50 ---Mir schwirrt gerade die Idee durch den Kopf, dass es mal eine hübsche Abwechslung wäre, die üblichen Zufallsmechanismen, die unser Hobby so dominieren, durch wenig abstraktes Ressourcenmanagement auszutauschen.
--- Ende Zitat ---
Hast du dir mal das Unisystem angeschaut? WitchCraft gibbet ja nicht nur kostenlos im Netz, sondern kommt ja auch von hause aus in den Geschmacksrichtungen "mit Würfeln", wie man das halt so kennt, "mit Karten", so dass die Spieler selbst entscheiden dürfen, wann sie die guten Karten für Proben ausgeben, die ihnen wichtig sind und wann sie Proben verhauen, weil sie schlechte Karten ausspielen müssen, oder "mit Zahlenvergleichen", so dass dann ganz ohne Würfel oder Karten nur noch der durchschnittliche Erfolgswert mit der jeweiligen Probenschwierigkeit verglichen wird.
--- Zitat von: Ein am 10.10.2009 | 13:50 ---Ich dachte dabei wichtige Elemente innerhalb der Spielwelt durch Karten abzubilden, die ein Objekt, eine Person oder eine Fähigkeit zeigen und die wie bei MtG getappt werden, um sie zu nutzen.
Was haltet ihr von der Idee? Gibt es sowas schon?
--- Ende Zitat ---
Von sowas habe ich allerdings tatsächlich noch nicht gehört..
Heretic:
@Ein: Das gabs mal, war ein Pseudo-RPG, als TCG angelegt, hatte extrem bescheidenes Artwork, und entschlief dann irgendwann...
Mir fällt nur der Name nicht mehr ein...
Robert:
Distant Horizons Games hatte mal ein M:TG-Rollenspiel in der Mache.
Paul Melroy, der Designer hat es noch in der Blue Box seines Blogs.
An der selben Stelle finden sich noch mehr nützliche bis skurrile PDF's ;)
Das Grundgerüst dürfte die Eclipse-Variante der D20 Regeln geliefert haben(übrigens auch nicht uninteressant),
wobei Magic-Karten Zauber, Follower und Magic Items darstellen.
Einige im Deckeditor erstellte Customkarten zeigen schön, wie man das erweitern kann,
ohne Wizards ein Vermögen für Booster in den Rachen zu werfen.
Ein:
Sorry, kam eben nicht dazu das näher auszuführen.
Also ich stelle mir das gerade so vor:
Ein Charakter besteht aus einer Anzahl von Karten, die seine verschiedenen Besonderheiten repräsentieren. Also quasi das Deck.
Der Spieler eines Wald-und-Wiesen-Elfen hätte dann halt z.B. die Karten Feenabkömmling, Meisterhafter Bogenschütze, Waldläufer, Elfenstiefel und Kompositbogen vor sich liegen. Während der Spieler des Mad Maliks die Karten Gasmaske, Militärstrategie, Hart wie Kruppstahl, Bayonett und Panzerfaust vor sich liegen hat.
Wenn jetzt eine Situation kommt, deren Ausgang fraglich ist, dann kann der Spieler eine passende Karte tappen und das Spiel geht zu seinen Gunsten weiter. Ansonsten geht das Spiel nach Laune des SLs weiter.
Der Spieler des Mad Maliks kann also bei dem Zusammentreffen mit dem Aluminiumdrachen z.B. seine Karte Panzerfaust tappen und den Drachen über den Jordan schicken.
Irgendwie müssten dann natürlich Karten auch wieder enttappt werden. Vielleicht einfach immer dann, wenn eine Situation zu Ungunsten der Spieler ausgeht, wird eine Karte wieder zurückgedreht.
Eventuell kann man dann das ganze noch soweit verfeinern, dass Karten mit einem Beschreibungstext versehen werden, der ihre Anwendbarkeit näher umschreibt. So dass die Panzerfaust "sehr effektiv gegen große und schwer gepanzerte Gegner" ist, aber der Kompositbogen "Präzisionsangriffe über große Distanz" erlaubt.
Charakterweiterentwicklung könnte dann über das Hinzufügen weiterer Karten zum Charakter"deck" erfolgen. Also z.B. dass die Spieler nach dem Besiegen des Drachens die Karten Drachenschuppenpanzer, Lüsternde Jungfrau und Dragon Bling unter sich aufteilen können.
@Robert
Auf der Seite findet sich wirklich viel schräges Zeug, aber wo ist diese Blue Box?
Holothuroid:
Hmmm. Wo ist der Vorteil einen Haufen Karten vor sich liegen zu haben und die zu drehen, statt einen einzelnen Zettel und da Häkchen zu machen, wenn ein darauf notiertes Element benutzt wird?
Der Witz bei TCGs ist doch das Ziehen vom (vergleichsweise großen) Deck, also erst einmal die Karten auf den Tisch zu bekommen.
Ich könnte mir, wo ich so drüber nachdenke, schon vorstellen, sowas zu tun. Und zwar für einen Teilnehmer, der wie ein SL agiert, bzw. eben für den SL. Der bekommt ein Abenteuerdeck und zieht davon Karten.
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