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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons
scrandy:
--- Zitat von: korknadel am 28.07.2011 | 07:37 ---Ja, "Feast" ist vor allem beim zweiten Lesen beinahe zu meinem Lieblingsbuch der Reihe geworden.
--- Ende Zitat ---
Ist das bei dir so ein Bauchgefühl oder gibt es da konkrete Gründe für. Besonders weil ja viele hier die letzten beiden Bücher deutlich schlechter finden als den Rest, würde mich interessieren, was Feast für dich so interessant macht,
Lord Verminaard:
--- Zitat von: Samael am 27.07.2011 | 21:40 ---Hier mal eine Fan-Weltkarte:
http://www.herederosdeldragon.com/wp-content/uploads/2010/10/World_Map_of_Ice_and_Fire_by_Other_in_Law.jpg
Nicht besonders hübsch, aber aufschlußreicher als die Stückelkarten aus den Büchern.
--- Ende Zitat ---
Coole Sache! Ich finde sie eigentlich auch ganz hübsch. Erinnert mich an diese coole Kinder-Weltkarte, die man als Wandposter kaufen kann. :D
Grimnir:
--- Zitat von: scrandy am 28.07.2011 | 11:04 ---Ist das bei dir so ein Bauchgefühl oder gibt es da konkrete Gründe für. Besonders weil ja viele hier die letzten beiden Bücher deutlich schlechter finden als den Rest, würde mich interessieren, was Feast für dich so interessant macht,
--- Ende Zitat ---
Ich denke, ich kann da mit korknadel antworten, weil es mir ähnlich ging. Vorsicht: Einige Feast-Spoiler - aber nur Feast, da ich ADWD auch noch nicht ganz gelesen habe. Daher kein Spolier-Tag, jeder im Thread wird ja wahrscheinlich den vierten Band "Feast for Crows" gelesen haben.
Beim zweiten Lesedurchgang durch die Reihe habe ich verstärkt auf die ganzen Sub- und Nebenplots und auf Fantheorien geachtet, den Hauptplot kannte ich ja schon. Und da gibt es einige spannende Fragen, die angestoßen werden, in Oldtown, mit Maggy the Frog, Maester Qyburn, die Rolle der Westerlings und Sybel Spicer. Interessant waren die Geschichte verschiedener kleinerer Häuser wie den Conningtons und selbst das Herumirren von Brienne, das ich beim ersten Lesen ziemlich langweilig fand, hat einige interessante Charaktere näher beleuchtet wie Sams Vater beispielsweise. Herrlich fand ich die Sansa-Kapitel und die Gewitztheit, mit der Littlefinger im Vale agiert. Die Entfremdung von Jamie und Cersei war auch spannend und hat mit einem deutlichen Signal geendet. Und es war schön zu sehen, wie Cersei als eigentlich kleines Mädchen, das die Anerkennung ihres Vaters sucht, sich immer weiter in die Scheiße reinreitet.
Der zweite Grund kann sein, dass ich beim ersten Lesen ziemlich enttäuscht war, dass der Norden ausgespart wurde. Beim zweiten Lesen konnte ich mich drauf einstellen und habe die Geschichte der Häuser südlich des Neck mit ähnlichem Enthusiasmus gelesen.
Noch zu Samaels Weltkarte: Von dem Zeichner gibt es eine wunderbare Westeros-Karte:
http://www.fanboy.com/2011/07/the-wheres-waldo-of-westeros-maps.html
Man kann stundenlang die Karte studieren, jede einzelne Figur, jedes Bildchen, jedes Wappen. Die komplette Vorgeschichte von Westeros ist auf der Karte in Bildform subsumiert. Einfach klasse!
Es grüßt
Grimnir
EDIT: Bild neu verlinkt. Hoffentlich funktioniert es jetzt...
Lord Verminaard:
Link funzt nicht. :(
korknadel:
Danke, Grimnir, dass Du mir die Arbeit abgenommen hast! Ich fand Feast beim ersten Mal auch nicht schlecht, war aber nicht so begeistert. Erst beim zweiten Mal hat es geknallt.
Feast-Spoiler:
Ich fand es wahnsinnig wohltuend, dass nach der ganzen Dramatik und dem Chaos der ersten Bände einmal das Tempo rausgenommen wurde. Westeros, und vor allem die vom Krieg verheerten Teile davon, kommt/-en da erst richtig zur Blüte. Schon beim ersten Lesen war der Brienne-Plot für mich ein absolutes Highlight, diese dumme, quälende, von vornherein vergebliche Suche, konsequent sinnlos, aber mit so dermaßen vielen Details ausgestattet, die mich ergötzen ( ;)). Die Outlaws, der dumme Page, Sams Vater, das Kloster auf der Insel, die Gerüchte über den Hund und sein Untergang. Da werden einfach auch so viele Details und Aspekte berücksichtigt, die man sonst in der Fantasy vergeblich sucht, die ganzen Nachkriegswirren und -nöte. Und dann das herrlich bittere Ende, das nenne ich einmal eine Ritterqueste!
Sehr gefallen hat mir auch der Sansa-Plot, und Cerseis Paranoia nach dem Mord an ihrem Sohn. Und da werden am Rande auch wieder so viele Details weitergeführt (zum Beispiel Bronns Lordschaft und die "Kirchenreform"), da bekommt die Welt endlich mal den Raum, den sie zum Atmen braucht, und hetzt nicht von einem krassen Twist zum nächsten. Zumal ich die Entwicklungen auf den Iron Islands und in Dorne jetzt auch nicht gerade als ein Auf-der-Stelle-Treten empfinde, sondern im Gegenteil mit großer Spannung gelesen habe. Dass Arya zwischen zwei Kapiteln einen abscheulich-kaltblütigen Mord begeht, hat mich auch ungemein entzückt.
Und zu all dem kommt, dass ich die Bücher auch wegen des Essens liebe. Auch das ist etwas, was in der Fantasy für gewöhnlich viel zu kurz kommt.
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