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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons

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korknadel:
Runciman hat -- falls darüber irgendwelche Unklarheiten existieren sollten  :D -- keinen Roman geschrieben. Von daher finde ich es extrem fragwürdig, ihn auf dieser Ebene mit Dance with Dragons vergleichen zu wollen. Mir ging es leidiglich um die Feststellung, dass mir die Lektüren beider Bücher ähnliches Vergnügen bereiten. Und das liegt daran, dass Martin eben nicht einfach seine Story hinbiegt, wie er sie braucht, sondern seine Welt ernst genug nimmt, dass darin eben auch mal "realistische" Scheiße passiert, und zwar nicht nur zum dramaturgisch günstigsten Zeitpunkt, wie man das so oft bei Fantasy hat, die sich "realistisch" nennt. Und so haben wir eben auch unerfreuliche geschichtliche Verläufe wie die (Heirats-)politik und den Krieg um Mereen nicht ausgeklammert, sondern "plausibel" durchgezogen. Ein gelungenes Beispiel einer Übertragung von Realgeschichte auf eine Fantasywelt.

Dennoch ist Dance with Dragons natürlich ein Roman und will etwas ganz anderes als Runciman. Deshalb werden eben auch nicht nur die einzelnen Verhandlungen und Verläufe chronistisch beschrieben, sondern der Leser erfährt auch, wie die Protagonisten das Geschehen erleben. Und in wen sie verknallt sind und wen sie ficken. Von daher finde ich es absurd, in dieser Hinsicht Runciman als Maßstab an Martins Serie anzulegen.

Und was Arya angeht, da scheinen wir wohl tatsächlich vollkommen andere Bücher gelesen zu haben, denn in meinem Dance with Dragons erfährt man in den wenigen Arya-Kapiteln durchaus Wichtiges. Und den Roten Priester möchte ich als gelungene Sword&Sorcery-Zutat nicht missen. Auch beim Victarion-Strang ist es mir absolut schleierhaft, weshalb man ihn raffen sollte. (Ich dachte eigentlich auch immer, dass es gerade dem Fantasy-Leser so wichtig sei, sich in Figuren hineinzuversetzen - aber klar, das gilt natürlich maximal für die Lieblinge. Was all die anderen Player so bewegt, ist dann wohl eher nur noch eine Zumutung?) Überhaupt: Wo taucht denn in dem Buch irgendwo ein "langes Kapitel" auf? Das sind doch allesamt 10- bis 20-seitige Miniaturen.

Nun ja, ich bin verwirrt. Aber egal.



Lord Verminaard:
@ Victarion:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Man kann nicht einfach eine gottverdammte Seeschlacht auf den Tisch legen und auf 10.000 Seiten dann keine Seeschlacht stattfinden lassen. Das geht einfach nicht.

korknadel:

--- Zitat von: Lord Verminaard am  2.07.2012 | 09:41 ---@ Victarion:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Man kann nicht einfach eine gottverdammte Seeschlacht auf den Tisch legen und auf 10.000 Seiten dann keine Seeschlacht stattfinden lassen. Das geht einfach nicht.
--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Nun, das macht Martin ja zumindest nicht. Zumindest meine Ausgabe von Dance hat gerade mal ein Zehntel der von Dir genannten Seitenzahl. Und die Victarion-Kapitel dürften darin maximal 50 oder 60 Seiten ausmachen.

Wahrscheinlich ist das aber einer der Punkte, weshalb ich so viele Äußerungen über Feast und Dance nicht verstehe: Offenbar ist für viele nur eine gottverdammte Seeschlacht wirkliche Handlung, und wenn ansonsten Leute ersaufen, geboren werden, betrügen, leiden, intrigieren, ficken, reisen, denken, reden, zaubern, dann ist das keine Handlung, und deshalb "passiert" überall da nichts, wo keine Seeschlacht ist. Eine solche Definition von Handlung und "was wichtiges passiert" kann ich nur mit Mühe nachvollziehen, da sie meinen Lesebedürfnissen überhaupt nicht entspricht. Ich kenne viele Bücher mit ausladenden Schlachten und Kämpfen, in denen weit weniger passiert als in fünf Kapiteln aus Dance.

Lord Verminaard:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Haha, schnippisch, mein Herr Korki! ;) Ein bisschen martialisch darf es zugehen, aber auch die anderen von dir genannten Ereignisse sind interessant, allerdings bin ich persönlich altmodisch und verstehe unter "Handlung" bzw. "dass etwas passiert" vor allem eine Auflösung oder Eskalation von Konflikten (genretypisch gelegentlich auch militärischer Natur), eine Weiterentwicklung der Situation, eine Veränderung für die Protagonisten. Wie eben z.B. dass die Ankunft der Eisenmänner die verfahrene Handlung in Mereen auflöst. Und, ja, verdammt, dass ein Haufen Schiffe brennen! Dass dieses Drachenhorn zum Einsatz kommt. Dass Victarion und Dany aufeinander treffen. Dass all die Dinge passieren, die der dramaturgisch erfahrene Leser erwartet, weil sie nun mal geplantet wurden. Oder statt dessen etwas anderes, total überraschendes, was der Handlung eine völlig neue Wendung gibt.

Ich habe gerade noch mal nachgesehen. Meine Ausgabe von A Dance With Dragon hat 10.000 Seiten. Das erklärt natürlich auch, warum sie so zäh zu lesen war. 8)

Xemides:

--- Zitat von: Lord Verminaard am  2.07.2012 | 10:41 ---Ich habe gerade noch mal nachgesehen. Meine Ausgabe von A Dance With Dragon hat 10.000 Seiten. Das erklärt natürlich auch, warum sie so zäh zu lesen war. 8) [/Spoiler]

--- Ende Zitat ---

Vermi, du machst zum zweiten Mal den selben Fehler. Es hat 1.000 Seiten (vie nUllen) nicht 10.000 (fünf Nullen)

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