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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons

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korknadel:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Vielleicht tauschen wir unsere Ausgaben dann einfach mal!  ;D

Dazu zwei Dinge: Ich sehe in vielen Handlungen ohne Schlacht eben durchaus genau das, was Du beschreibst: Konflikte und Lösungen, zum Beispiel gerade auch bei Arya. Da passiert in Hinsicht reibungsvoller Entwicklung doch einiges. Auch auf Victarions Reise, gerade auch durch das Dazustoßen des Priesters. Freilich wird das in Mereen nicht aufgelöst, aber zum einen mag das ja durchaus eine sinnvolle Vorbereitung auf kommende Geschehnisse sein, zum anderen finde ich es wie gesagt gerade reizvoll, dass die sich allenthalben eingeschliffene Dramaturgie eben auch außer Kraft gesetzt wird. Ich bin dieser Dramaturgie manchmal so müde. Natürlich will auch ich unbedingt wissen, wie es mit Victarion weitergeht, aber ich habe eigentlich nicht auf eine Seeschlacht gewartet. Und ich finde es wohltuend, dass ich bei diesem Buch eben auch darauf gefasst sein muss, dass ein solcher Handlungsstrang womöglich völlig im Sand oder Elend verläuft. Victarions Flotte kann innerhalb einer halben Seite von Drachen abgefackelt werden, bevor er irgendjemandem in Mereen Hallo sagen kann. Er kann von widrigen Strömungen so lange von der Landung abgehalten werden, bis Dany mit den Dothraki über Land abgezogen ist. Die Schiffsmannschaften können auch ratzfatz von einer Seuche hingerafft werden, und das war's dann auch. In der Fantasy ist so ein Grad an Unwägbarkeit eben wirklich selten und für mich entsprechend kostbar. Freilich ist auch im Genre der unerwartete Twist zur Mode und damit wieder erwartbar geworden, aber Martin macht ja durch die gigantische Ausdifferenzierung noch viel mehr.

Mir ist durchaus auch aufgefallen, dass Feast und Dance nicht die entscheidenden Höhepunkte wie die Vorgänger aufweisen, es kommt weder zu einer Entscheidung zwischen Stannis und den Boltons, noch wird der Mereenische Knoten gelöst. Dafür passiert in den einzelnen Handlungssträngen, bei den einzelnen Protagonisten aber so viel, dass ich auf den großen Knall gerne verzichten kann. Und bei der Art, wie Martin erzählt, bin ich mehr eben auch sicher, dass die großen Knalls, die bestimmt in Winds und Spring noch kommen werden, einigermaßen schal oder gar unverständlich bleiben würden ohne diese sehr gründliche Vorbereitung des Finales, die Feast/Dance ja im Grunde darstellen. So viel landläufige Dramaturgie steckt ja dann doch in der Serie.

Falls ich zu schnippisch war, bitt ich das nachzusehen.

Lord Verminaard:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hm, ich sehe deinen Punkt, aber ich finde doch, zum Ende der 10.000 ;D Seiten hin hätte es dann schon den ein oder anderen Höhepunkt geben müssen. Drei Kapitel für Viktarion und weder Schlacht, noch widrige Strömung, noch Drachenangriff, noch Seuche an Bord, sondern nur ein blöder Priester aus dem Meer gefischt? Dafür hätte doch bitteschön ein Kapitel gereicht. Aber nun gut. Jeder nach Facon. ;)

Samael:

--- Zitat von: Lord Verminaard am  2.07.2012 | 11:40 ---Hm, ich sehe deinen Punkt, aber ich finde doch, zum Ende der 10.000 ;D Seiten hin hätte es dann schon den ein oder anderen Höhepunkt geben müssen.

--- Ende Zitat ---

Ich kann nicht in Worte fassen wie sehr ich da zustimme.

korknadel:

--- Zitat von: Lord Verminaard am  2.07.2012 | 11:40 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hm, ich sehe deinen Punkt, aber ich finde doch, zum Ende der 10.000 ;D Seiten hin hätte es dann schon den ein oder anderen Höhepunkt geben müssen. Drei Kapitel für Viktarion und weder Schlacht, noch widrige Strömung, noch Drachenangriff, noch Seuche an Bord, sondern nur ein blöder Priester aus dem Meer gefischt? Dafür hätte doch bitteschön ein Kapitel gereicht. Aber nun gut. Jeder nach Facon. ;)
--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hat es Dir denn überhaupt keinen Spaß gemacht, die drei Kapitel für Viktarion zu lesen? Mir haben die nämlich gefallen, obwohl ich kein Fan der Eisenländer oder Viktarions bin. Und nun ist eben die Frage: Sind die Kapitel scheiße, weil es am Ende nicht zur Schlacht kommt? Es gibt nämlich auch in den ersten drei Bänden genügend ähnliche Kapitel, nur dass da eben am Buchende irgendwann der Knall kommt. Für mich scheint da der Weg wohl mehr das Ziel zu sein, und ich kann mich an diesen Kapiteln erfreuen, einfach, weil ich etwas Gutes lese (und im Genre ist Gutes echt schwer zu finden). Und etwas Gutes zu lesen, scheint mir wesentlicher als ein Knall am Ende.

Lord Verminaard:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hm, für "der Weg ist das Ziel" war dann zu wenig drin in den drei Viktarion-Kapiteln (wobei ich die Eisenmänner immer cool fand). "Er hat die Flotte aufgeteilt" ist doch kein Stoff für ein ganzes Kapitel und wäre es in Band 1 auch nie gewesen. Die Sache mit dem roten Priester ist ja ganz nett, aber letztendlich muss es doch irgendwo hin führen, aber um zu erfahren wohin, muss man weitere 60 Jahre auf "Winds" waren. Und das gilt für fast alle anderen Handlungsstränge ebenso.

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