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Traveller - Smalltalk
mattenwilly:
--- Zitat von: Wawoozle am 9.12.2014 | 09:40 ---Ich weiß nicht welche schrecklichen Erfahrungen du mit Life Path Systemen gemacht hast und du kannst deine Meinung darüber auch gerne behalten, die will ich gar nicht :D
Ich verwende die Mongoose Variante weil sie die eingängigste Travellerinkarnation ist. Quellenmaterial hole ich mir aber auch aus Gurps Traveller, MgT und CT. Das ist ja gerade das schöne, dass soviel Zeug dafür zur Verfügung steht.
--- Ende Zitat ---
Wo MungoT die eingängiste ist muss man mir immer noch erklären. Das Regelsystem ist kompliziert und führt wegen mangelnder Details (Was kann mein Bording / Sensorfuzzi / Pilot machen um ....) und unklarheiten (Ist es ein Mensch? Ist es ein Fahrzeug?) dauernd zu Diskussionen auch in den MungoT Foren. Die Qualität des Materials schwankt massiv und einige Bücher wiedersprechen sich in Spielaspekten (Sektor Fleet und HighGuard etwa, SF ist eigentlich NICHT für MungoT geschrieben worden sondern für GT)
mattenwilly:
--- Zitat von: Arkam am 9.12.2014 | 10:40 ---Hallo zusammen,
Traveller ist prima als Sandbox oder gar Solospiel. Alles lässt sich auswürfeln und so wird der Spielleiter eben zum Würfler oder entfällt eben ganz. Kommerzielle Abenteuer sind da eher spezielle ausgearbeitete Szenarien für den Fall das die Charaktere daran Interesse zeigen und weniger Szenarien die man gezielt anspielen soll.
Falls man doch so spielen will würde ich die Regeln für den Bau von Charakteren, ja die gibt es, empfehlen. Hier kann man dann gezielt einen Charakter erschaffen.
Gruß Jochen
--- Ende Zitat ---
Wenn du mit "Regeln für Charbau" das "Point Buy Feigenblatt" meinst - das klappt nicht. Das ist halbgar und liefert nicht die selben Ergebnisse wie die normale CharGen wenn man die Default-Werte aus dem Regelwerk verwendet. Unklarheiten im Detail kommen dazu, Das ist bestenfalls ein NSC Generator
Chiarina:
Ich finde eure Diskussion interessant, den Stil, in dem sie geführt wird, aber völlig daneben. Wenn ihr ernst genommen werden wollt, mäßigt euch mal (gilt nicht für alle, aber einige Diskutierende).
Chiarina.
Achamanian:
Ist ja echt lustig hier!
Ich finde mattenwillys Rant gar nicht so schlecht nachvollziehbar; mich bringt es ja auch manchmal richtig auf die Palme, wenn ein Regelsystem nicht das macht, was ich mir wünsche.
Dass Lifepath-Auswürfel-Systeme in der Regel ganz andere Sachen machen als Charakterbau-Systeme, bei denen man jederzeit die freie Auswahl hat, versteht sich ja praktisch von selbst. Und dass man, wenn man als Gruppe gerne ein gemeinsames und ich sich schlüssiges Kampagnenkonzept entwickeln will, mit ersteren nicht unbedingt besonders gut bedient ist, dürfte ebenfalls solarklar sein.
Dass man mit einem Lifepath-Würfel-System andererseits total viel Spaß haben kann, wenn man die Würfelergebnisse als Anregungen bzw. Herausforderungen betrachtet, etwas daraus zu machen (was dann im Gesamtbild durchaus ein bisschen abstrus sein darf), sollte eigentlich total klar sein. Dungeoncrawl Classics geht ja auch ein bisschen in die Richtung (wenn auch längst sich so ausgefeilt wie MongooseTraveller), und schwupps spiele ich da einen Ex-Steuereintreiber - wäre ich so auch nicht drauf gekommen.
Lifepath-Gewürfel geht vielleicht manchmal (zumindest zu Anfang) mehr in Richtung "Theatersport auf Zuruf" und verlangt eine gewisse Metagame-Haltung - man muss bereit sein, die Ergebnisse erst mal so hinzunehmen und dann innerhalb der Rollenspielwelt eine schlüssige Erklärung für sie zu suchen.
Charakterbau ist dann wahrscheinlich mehr "wir schreiben und inszenieren zusammen ein Stück unter der Regie des SL", und man hat mehr das Gefühl, dass das Regelwerk ein neutraler Werkzeugkasten ist, der einem nur strukturelle Vorgaben macht, aber keine (oder kaum) inhaltliche.
Ich mag, wie gesagt beides, wobei ich, je weniger Zeit ich für Rollenspiel habe, desto mehr die Variante "Theatersport auf Zuruf" bevorzuge - also Systeme, die mir Stichworte und sogar ganze Stichwortcluster zuwerfen, aus denen ich dann irgendetwas mache. Das muss nicht per Zufall sein, Numenera macht das mit seinen Foki beispielsweise auch sehr gut. Für MongooseTraveller habe ich mir immerhin drei oder vier SC zusammengewürfelt und viel Spaß dabei gehabt, es aber erst einmal wirklich als One-Shot gespielt.
Andererseits kann ich mich auch gerade für Splittermond begeistern, wo man seinen Charakter bis ins Detail nach Wunsch zusammenpuzzeln kann. Tolle Sache, das - nur halt was ganz anderes.
So, ich habe euren Streit salomonisch gelöst. Ihr dürft jeder mit einem halben Kind nach Hause gehen!
Vargy72:
Ich nehme die größere Hälfte. ;)
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