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[Film] Robin Hood - 2010
6:
Wenn Du sanft weg lässt, dann war John Wayne in den Western der 50-er und 60-er genau das: Die romantisierte Variante des amerikanischen Cowboys.
Genauso war Errol Flynn in jeder Rolle der romantisierte Gentleman der 40-er Jahre.
Im "Hofnarr" zitiert Hawkins nach der Bezauberung durch die Hexe immer wieder die gleichen Worte. Ich bekomme sie leider nicht mehr hin. Aber die beschreiben ziemlich zielsicher die Charaktereigenschaften der meisten Heldenrollen der damaligen Zeit. Die Cowboys waren nur etwas rauhbeiniger gegenüber den Frauen.
Lyonesse:
--- Zitat von: 6 am 27.05.2010 | 09:47 ---Wenn Du sanft weg lässt, dann war John Wayne in den Western der 50-er und 60-er genau das: Die romantisierte Variante des amerikanischen Cowboys.
Genauso war Errol Flynn in jeder Rolle der romantisierte Gentleman der 40-er Jahre.
Im "Hofnarr" zitiert Hawkins nach der Bezauberung durch die Hexe immer wieder die gleichen Worte. Ich bekomme sie leider nicht mehr hin. Aber die beschreiben ziemlich zielsicher die Charaktereigenschaften der meisten Heldenrollen der damaligen Zeit. Die Cowboys waren nur etwas rauhbeiniger gegenüber den Frauen.
--- Ende Zitat ---
Man sollte vielleicht auch bedenken, daß es damals noch eine Filmzensur und strenge Richtlinien und Vorgaben für das Movie-making gab. Vieles was heute gar kein Thema mehr ist, war damals ganz einfach nicht möglich bzw. undenkbar. Außerdem, auch wenn es der gleiche Stoff ist, so gehört Flynns Robin Hood doch einem anderen Genre an als Russel Crowes. Insofern vergleicht man hier schon ein wenig Äpfel mit Birnen.
Yerho:
--- Zitat von: Crimson King am 26.05.2010 | 20:46 ---Oha. John Wayne als sanfte romantische Figur wäre mir mal völlig neu.
--- Ende Zitat ---
Zwischen Errol Flynn und John Wayne zentralen "Schaffensperioden" liegen mal eben 25 Jahre. Als Flynn aufhörte, fing Wayne erst an - wenn man seine (nahezu unbekannten) Jugendrollen ausklammert, die ohnehin mit dem späteren Wayne-Stereotyp auch noch nichts zu tun hatten.
Gerade die Western der 40er-Jahre (Stichwort: Horse Operas) und die typischen Wayne-Western der 60er und 70er kann man formal-stilistisch und inhaltlich-topologisch, wenn überhaupt, nur ansatzweise vergleichen.
Crimson King:
Da liegen satte 5 Jahre zwischen. Die beiden sind sogar quasi gleich alt. Flynns Durchbruch erfolgte 1935 mit Captain Blood, Waynes 1940 mit Ringo.
Von Flynn kenne ich nur die Piratenfilme, Robin Hood und Der Günstling der Königin. Ob er in Western oder Kriegsfilmen härtere Männer dargestellt hat, weiß ich nicht. Jedenfalls hat Wayne deutlich länger seine Standardrolle gespielt, vor allem weil er deutlich älter wurde. Die beiden haben aber fast zeitgleich gestartet.
Lyonesse:
Ich finde Romantik bei Abenteuerstoffen jetzt auch nicht weiter störend; Naivität und Schwarzweissmoral sind heute jedoch nicht mehr so einfach drin - obwohl Jackson damit auf Mittelerde problemlos durchkam.
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