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[Film] Robin Hood - 2010

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Niniane:
Wir waren schon vor einer Weile (kurz nach der Premiere) im Kino mit sechs Leuten, davon zwei Historiker und zwei Hobby -Historiker.

Man konnte wunderbar die kleinen und grossen Löcher in der Geschichte (in jeder Hinsicht) zerpflücken, teilweise solche Sachen, wo ich mich gefragt habe, ob Ridley Scott keinen Praktikanten einstellen kann, der die Fakten in der Wikipedia recherchiert.
Aber in der Diskussion meinte dann einer aus unserer Gruppe, was wir denn erwarten würden, der Film sei schliesslich aus Hollywood, und der durchschnittliche Amerikaner würde sich sowieso nicht für die historischen Fakten interessieren. Da musste ich jetzt wieder dran denken, nachdem ich Falcons Rezi gelesen habe.

Schlecht ist der Film nicht, aber ich mag mir einfach nicht ständig an den Kopf greifen müssen, weil so unsinnige Dinge passieren wie die Darstellung von Nottingham als kleinem Dorf oder
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)der unglaublich freie Umgang mit der Magna Charta, die eine wichtige Rolle in der englischen Geschichte spielt.Dann doch lieber "Ritter aus Leidenschaft", der nie behauptet hat, historisch in irgendeiner Form korrekt sein zu wollen.

Crimson King:
Derartige Filme scheren sich nie um historische Fakten. Müssen sie auch nicht, es ist schließlich Unterhaltungskino.

YY:
Es würde ihnen jedoch auch nicht sonderlich schaden...siehe z.B. Alatriste.


Aber bei Robin Hood ist ja schon die Vorlage historisch recht nebulös, da kann man sich in der Beziehung ohnehin etwas mehr rausnehmen  :)

Bluerps:
Behauptet denn dieser Robin Hood er wäre historisch korrekt? Braucht er das denn überhaupt?

In den meissten Fällen, finde ich, ist historische Korrektheit nur ein nice-to-have, aber nichts was viel damit zu tun hat, ob ein Film gut oder schlecht ist. Wichtig ist die Geschichte die erzählt wird, und die Charaktere um die es geht, nicht ob irgendwelche Details so wiedergegeben werden, wie sie in Geschichtsbüchern stehen.

Anders ists bei Filmen die einem tatsächlich etwas über Geschichte beibringen wollen, aber die kommen normalweise nicht im Kino und auch nicht aus Hollywood. Es werden beispielsweise viele Dokus mit Spielszenen ausgeschmückt, in denen man dann einen kurzen Ausschnitt aus dem damaligen Leben sieht. Da interessiert mich die historische Korrektheit viel mehr.


Bluerps

Ranor:
Scott wollte nie historisch korrekte Filme drehen, wozu auch? Die ganzen "Das Schwert gab es so damals nicht"-Diskussionen fand er schon bei Gladiator lächerlich. Robin Hood versagt aber leider auf anderen Ebenen als der der historischen Korrektheit...

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