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[Film] Robin Hood - 2010
Falcon:
Das er nicht historisch korrekt war, war der kleinste Makel an dem Film.
Das er es von sich behauptet schon eher.
Ich würde ihn am ehesten mit King Arthur vergleichen. Da waren sie genau so großkotzig, anstatt einfach zu sagen, daß sie jetzt einen spannenden Unterhaltungsfilm machen wollen (nur fürs Protokoll, Robin Hood ist nicht spannend).
Das der Film mit seinen vielen bekannten Charakteren nicht umgehen konnte ist auch eine Parallele zu King Arthur. Ein Film, der vieles frei erfunden hat und das auch zugibt, aber trotzdem unterhaltsam war, war ihmo z.b. die Letzte Legion (der Film hatte andere Schwächen und hatte ein wesentlich geringeres Budget)
Ansonsten was YY sagt: Es schadet den Filmen nicht sich an die Fakten zu halten. Warum heissen die Leute denn überhaupt Prinz John oder Richard Löwenherz, warum haben sie nicht fiktive Namen?
Richtig, NICHT weil er unterhalten soll, sondern weil der durch bekannte Namen Geld machen soll.
Ausserdem ist es ja nicht so als wäre der Film BESSER geworden, weil man auf die Fakten gepfiffen hat.
@Nottingham:
Ich glaube Nottingham konnte man kein einziges mal im Film sehen. Das Dorf war wohl nur der Hof der Loxley Burg.
Das war wohl günstiger. Keine Ahnung wo wie hunderte Millionen Dollar hingeflossen sind.
@Lyonesse: Ich nehme die sogenannten "hohlen Hollywood Blockbuster" schon ziemlich lange auseinander, weil ich sowas einfach viel lieber gucke. Und was die da in jedem Film für Böcke schiessen ist nicht mehr feierlich. Da fragt man sich manchmal warum die überhaupt arbeiten dürfen.
Ihmo kann das also nur Absicht sein.
Niniane:
Also erstmal, ob Robin Hood selbst "historisch korrekt" war, ist natürlich ein anderes Blatt, weil es ja immer noch nicht zweifelsfrei bewiesen ist, dass es den Mann gab oder nicht.
Aber ich hatte auch dieses "King Arthur" - Gefühl, und teilweise den Eindruck, Ridley Scott konnte sich auch nicht so recht entscheiden, was er denn nun wollte. Robin Hood, Robin Hoods Vorgeschichte oder lieber doch die Magna Charta - Geschichte?
Letztere wäre sicher ein spannender Stoff für einen eigenen Film geworden, aber so sitzt man im Kino und ärgert sich einfach nur, weil ich finde, dass man mit solchen eigentlich doch weithin bekannten Ereignissen aus der Geschichte nicht solchen Schindluder treiben sollte. Ob nun die Schwerter, Bögen und sonstigen Dinge korrekt waren, keine Ahnung, da kenn ich mich nicht mit aus, und ich denke, ein guter Waffenschmied, der die Dinger wirklich so herstellt, wie sie 1198 aussahen, dürfte einiges mehr vom Budget verschlingen als der oben erwähnte Praktikant.
Dieser Ärger macht mir dann den Film madig, obwohl der nicht schlecht war, und ich die Schauspieler auch mochte, allen voran William Hurt und Cate Blanchett. Russell Crowe kann halt nur zwei Gesichtsausdrücke, aber das macht nichts, in Hollywood reicht bei vielen auch einer ;)
@Falcon: Ich meine mich zu erinnern, dass ganz zu Anfang, als der Loxley-Hof ins Bild kommt, bei diesem Dorf "Nottingham" eingeblendet wird.
Bluerps:
--- Zitat von: Niniane am 28.05.2010 | 11:00 ---Dieser Ärger macht mir dann den Film madig, obwohl der nicht schlecht war, und ich die Schauspieler auch mochte, allen voran William Hurt und Cate Blanchett.
--- Ende Zitat ---
Du solltest versuchen dein Fachwissen bei solchen Filmen abzustellen. Ich mach das auch immer wenn in Filmen Computer eine Rolle spielen und mal wieder ein Superhacker seinen Router durch die Firewalls linkt, um sich in die IPs des FBI einzuloggen. ;)
Solange der Film nicht gerade eine Aussage machen will, die sich auf die konkrete Technik bezieht, ist mir das egal.
Ich fand King Arthur jetzt auch nicht deswegen schlecht, weil er nicht historisch korrekt war. Der war einfach langweilig.
Bluerps
Niniane:
--- Zitat von: Bluerps am 28.05.2010 | 11:23 ---Du solltest versuchen dein Fachwissen bei solchen Filmen abzustellen. Ich mach das auch immer wenn in Filmen Computer eine Rolle spielen und mal wieder ein Superhacker seinen Router durch die Firewalls linkt, um sich in die IPs des FBI einzuloggen. ;)
Solange der Film nicht gerade eine Aussage machen will, die sich auf die konkrete Technik bezieht, ist mir das egal.
Ich fand King Arthur jetzt auch nicht deswegen schlecht, weil er nicht historisch korrekt war. Der war einfach langweilig.
--- Ende Zitat ---
Ja, das versuch ich auch immer, bei "Gladiator" ging das auch, den fand ich eigentlich recht unterhaltsam (und der Soundtrack ist schön :)), aber bei RH ist mir das nicht so recht gelungen.
Lustigerweise kann ich dann über diese Computersachen auch immer hinwegsehen und mich amüsieren ;)
Sashael:
Ich sag nur "Hackers" aus den frühen 90ern: "Woah! Sie hat ein 28er Modem! Wie unglaublich!!!"
Und das zu einer Zeit, als ISDN schon recht weit verbreitet war. ::)
Topic:
Zum Film an sich kann ich nicht viel sagen, da ich ihn mir nicht im Kino anschauen mag, obwohl er wahrscheinlich nur da noch ein bißchen wirken kann. Aber der Trailer mit der "Schlachtenszene" hat mir schon im Vorfeld sämtliche Motivation genommen. Ich fand schon im Trailer, dass das Ganze irgendwie in Richtung Gladiator goes Robin Hood ging ... und Gladiator fand ich ... doof.
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