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Sashael:

--- Zitat von: Infernal Teddy am 11.09.2017 | 06:38 ---In anbetracht der schieren Bandbreite die Moorcock in seinem Werk hat - SF, Protosteampunk, Zeitreise, Fantasy, Protoslipstream... - ja, deine Position ist uninformiert.

--- Ende Zitat ---
Wenn mich ein Autor nach rund 2.000 Seiten nicht von sich überzeugen kann, liegt mir seine Schreibe wohl einfach nicht.

Grey:
Susanne Gerdom: "Dracyr -- Das Herz der Schatten". Jugendfantasy, klassisches Fäntelalter-Genre.

Liest sich auf den ersten 150 Seiten wie "Fifty Shades of Dragon Fire". Die jugendliche Heldin schleicht sich unter falschem Namen auf der Burg ihres Erzfeindes ein, um ihn zu ermorden. Dort lernt sie zwei attraktive Kerle kennen: Einen fröhlich-Humorvollen, der sich von der Schokoladenseite als anständiger Kerl präsentiert und ihr galant den Hof macht; und einen Emo-Psychopathen, der ihr bei der ersten Begegnung mit dem Rapier die Bluse vom Leib schneidet und sie bei der dritten Begegnung mit Reitgerte und Peitsche gleichzeitig vertrimmt. In wen verliebt sie sich wohl?

Naja, der Plot hat durchaus auch überraschende Wendungen aufzubieten und eine davon verspricht gerade, dass die Handlung jetzt richtig Fahrt aufnimmt. Es droht Action am Horizont. Und es ist immerhin unterhaltsam geschrieben, was ich von 95% der aktuellen Fantasy, Science Fiction und sonstigen Phantastik leider nicht sagen kann (Gerade von so gehypetem Kram wie "Der Name des Windes", "Das Lied der Dunkelheit" oder "Elantris"). Von "Dracyr" bin ich zwar nicht gerade mitgerissen, fühle aber zumindest lauwarme Neugier, wie es weitergeht. Mal gucken, ob ich bis zum Ende durchhalte.

Niniane:
Das ist Jugendfantasy? [emoji32]

@topic: ich lese "All about the money" von Felix Münter. Danach starte ich meine Sword and Sorcery-Fortbildung

Grey:

--- Zitat von: Niniane am 11.09.2017 | 10:24 ---Das ist Jugendfantasy? [emoji32]

--- Ende Zitat ---
Japp. Steht sogar drauf.

Bislang blieb auch alles jugendfrei. Nicht viel nackte Haut zu sehen bzw. zu lesen. "SM für Teenies", so auf dem Niveau.

Moonmoth:
Glen Cook, The Black Company.

Nach zig Jahren wärmster Empfehlungen habe ich dann doch mit der "Schwarzen Schar" angefangen - im Original. Ich brauchte doch eine Weile, um mich an den ziemlich ungewöhnlichen Schreibstil  zu gewöhnen, aber dann war ich doch schnell Feuer und Flamme für eine Geschichte voller eigentlich nicht besonders sympathischer Charaktere: Es sind alles Söldner, die noch dazu nicht gerade auf der Seite des Guten stehen und sich nur dadurch auszeichnen, manchmal ein klein bisschen nicht so schlimm zu sein wie andere.

Cooks Schreibe erinnert mich ein wenig an Gene Wolfe, aber es fällt mir schwer es genau an Details festzumachen. Vielleicht der subjektive Erzähler - Croaker, der Feldarzt der Black Company - bestenfalls ein Antiheld.

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