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Coltrane:
Marion James - Der Kult
Der Kampf zwischen zwei "Gottesmännern" um eine Gemeinde im ländlichen fünfziger Jahre Jamaica. Ähnlich wie in seinem letzten , ganz hervorragenden Roman " Eine kurze Geschichte von sieben Morden" erzählt der Autor diese Geschichte wieder vielstimmig. Leider geht in der Übersetzung viel von den unterschiedlichen Idiomen verloren, was aber verzeihbar ist, da deutsche Übertragungen des jamaikanischen Patois schnell ins Lächerliche kippen.

Gorai:

--- Zitat von: Infernal Teddy am 17.07.2018 | 12:30 ---Tageslektüre:
Caliban's War, von James S. A. Corey

--- Ende Zitat ---

Ich lese davon gerade die deutsche Übersetzung: Calibans Krieg  8)

Menthir:
Ich habe die weiter oben genannte Lektüre über den Gallischen Krieg beendet, war ein ziemliches Loblied auf Caesar, aber ganz nett geschrieben. Es ist ein lockerer, gelehriger Einstieg in das Thema. Ich hätte sowas gerne als Begleitwerk im Lateinunterricht als Schüler gehabt. Obwohl ich einen guten Lateinlehrer hatte, der auch noch Geschichtslehrer war, konnte er die wirklich spannenden Parts von Caesars Werk nicht beleuchten. Im Nachhinein hätte ich ein solches Herangehen sehr geschätzt und mich wahrscheinlich insgesamt auch mehr für philologische Überlegungen erwärmt in meinem Leben.

Zudem habe ich das Buch über die Historische Referentialität von Goertz beendet, welches mir sehr gut gefallen hat. War aber auch schon etwas vorbereitet, weil ich Re-Thinking History von Keith Jenkins vor drei Jahren gelesen habe und damit in die Richtung konstruierender, subjektiver Geschichtswissenschaft gewappnet war. Dieses ergänzende Wissen zu haben, war für die Lektüre sehr bereichernd, aber ich will hier niemanden mit den Details von Geschichtstheorie langweilen. Zumindest nicht im Moment.

Zu der vielen, politisch-historischen oder historisch-theoretischen Lektüre der letzten Tage lese ich im Moment zum Ausgleich einen Roman von Wajdi Mouawad - Anima.
Eine Art Kriminalthriller, der aus der Sicht von Tieren geschildert wird, welche den Protagonisten auf seinem Weg beobachten.
Sehr interessant komponiert, manchmal ist die Brachialität des Inhaltes zu konstruiert für die jeweilige Szene, häufiger aber ist es sehr eindrücklich. Habe jetzt etwa 50% des Buches gelesen und bin insgesamt angetan, auch durch die vielen, detailreichen Einzelperspektiven. Manchmal will Mouawad zu viel mit dem Holzhammer, in anderen Szenen will er manchmal zu zärtlich sein. Ich werde es dennoch beenden und, da es Teil meiner Reading Challenge ist, auch noch genauer beleuchten.

Talwyn:
Nun endlich: Herman Melville - Moby Dick or The Whale

Bislang geht es sprachlich erstaunlich gut, als Rollenspieler hat man aber auch einen bemerkenswert altertümlichen Wortschatz, und wenn man wie ich so ziemlich jedes Freeport-Produkt gesammelt und gelesen hat, dann kommt man damit wirklich gut zurecht. Bin noch nicht so arg weit mit dem Buch und kann deswegen auch nicht wirklich was dazu sagen.

Noir:
Die Chronik der Drachenlanze - Drachenzwielicht

Zum ersten Mal. Und ich liebe es. Es ist kein Tolstoi. Aber es ist super. Hirn aus, Spaß an. Raistlin ist ne coole Sau >;D

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