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Was lest ihr gerade?
Menthir:
--- Zitat von: Menthir am 18.09.2018 | 07:53 ---Jetzt lese ich von Nathaniel Philbrick - Valiant Ambition - George Washington, Benedict Arnold, and the Fate of the American Revolution. Philbrick gehört der erzählenden Geschichtswissenschaft an und ich habe sehr viel gutes über das Buch gehört, sodass ich auf die Lektüre sehr gespannt bin. Ich habe das erste Kapitel bisher gelesen, und tatsächlich hat Philbrick einen sehr evokativen Schreibstil. Wahrlich faszinierend. Zudem gefällt mir die Prämisse des Buches, dass nicht Washingtons Persönlichkeit allein, sondern eher der Verrat Arnolds an der Sache die Revolution gerettet hat. Des Weiteren beschäftigt sich Philbrick mit den Problemen des Kongresses und seinen inneren Querelen. Ich werde berichten. :)
--- Ende Zitat ---
Nachdem es jetzt drei Monate auf meinem To-Do-Stapel gereift ist, nachdem ich nur das erste Kapitel gelesen habe (Washingtons Flucht aus New York), ist es jetzt dran und wird noch bis Weihnachten beendet sein.
Weil dann habe ich fast alle 2018 angefangenen Bücher (mit Ausnahme eines Lyrikbandes aus den 50er-Jahren - genauer ein Schulbuch von Westermann für Mittelstufenschüler, herausgegeben von Walter Vontin: Das Tor) beendet. Ziel ist es, kein offenes Buch zurückzulassen. :)
Menthir:
Hochmut kommt vor dem Fall. ;)
Nachdem ich alle Bücher, die ich 2018 begonnen habe, auch 2018 noch beenden konnte, habe ich natürlich noch zwei Bücher begonnen. Da ich mich kenne, habe ich keine Brecher angefangen, aber natürlich gleich wieder zwei Bücher. Das erste ist zum Glück nur knapp 100 Seiten lang und das zweite Buch ist um die 300 Seiten lang, sollten also dieses Jahr noch zu schaffen sein. Aber irgendwie bin ich gerade sehr in Leselaune. :)
Curt Maronde - Rund um den Tee
und
Heinrich Böll - Als der Krieg ausbrach (Erzählungen)
Menthir:
Beide Bücher beendet, beide gut lesbar, aber vor allem Böll hat mich tief beeindruckt. Habe erstmals in meinem Leben etwas aus dem Gesamtwerk Bölls gelesen und werde sicher dem noch einiges folgen lassen. Ich mag die subtile Schwere seiner Kurzgeschichten, die nicht ohne Humor sind.
Ansonsten habe ich von einem Freund, der sich immer Sorgen um meine Sozialisierung macht ( ;) ), zu Weihnachten ein Buch zu diesem Thema bekommen.
Didier Eribon - Rückkehr nach Reims
Menthir:
Das zuletzt genannte Buch gelesen und als interessant befunden, aber auch widersprüchlich und stark, sehr stark konstruiert. Der Soziologe Eribon versucht sein Leben zu interpretieren, doch oftmals konstruiert er es mehr. Seine Analysen, die über seine Autobiographie hinausweisen, sind oftmals interessant, nachvollziehbar und spannend, manchmal auch widersprüchlich und teils auch zum Haare raufen.
Seine unterschwellige Arroganz ist bisweilen schwer zu ertragen, seine Suche nach sich selbst und nach sozialer Zugehörigkeit bleibt dennoch menschlich und wird gerade wegen seiner Widersprüchlichkeit spannend und nachvollziehbar.
Die Autobiographie und ist die Konstruktion des Selbst ist insofern nicht abgeschlossen, und gerade das macht das Werk lesenswert.
In einer Sache widerspreche ich ihm jedoch deutlich: und zwar lässt Eribon durchscheinen, dass die neue Rechte, die er kurz analysiert, nur oberflächlich und fern irgendeiner Form gesellschaftlicher Intelligenzija sei. Leider ist die neue Rechte sehr stark von universitären und elitären Gruppen gestützt, etwas, was bei Autoren wie Timothy Snyder deutlich besser und glaubhafter zu Tage tritt.
Zum Jahresabschluss gibt es ein Werk, welches mich aufgrund seines Umfanges bis in den Januar begleiten wird. Ein umfassendes, knapp 800 Seiten langes Werk über Preußen.
Christopher Clark - Iron Kingdom - The Rise and Downfall of Prussia 1600 - 1947
Samael:
„Iron Kingdom“ ist der Haupttitel. Ich habs auch noch vor mir, wenn ich auch die Übersetzung besitze, die einfach „Preußen“ heißt.
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