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Niniane:
Zuerst Tomi Adeyemi - Children of Blood and Bone und die Fortsetzung Children of Virtue and Vengeance.

Wer mal ganz andere Fantasy möchte (ohne Elfen, Zwerge und alberne Pseudokelten), der ist hier richtig. Die Geschichte basiert auf der Sprache und den Legenden der Yoruba in Nigeria, und wirkt zwar am Anfang wie die 08/15-Auserwähltenstory, ist es aber ganz und gar nicht. Statt dass alle Zélie, der Hauptperson, zujubeln, erfährt sie gleichermaßen eine Menge Gegenwind. Wo andere Bücher mit einem "Happily ever after" schließen, geht "Children of Virtue and Vengeance" erst richtig los. Absolute Leseempfehlung, jetzt schon meine Buchhighlights 2020

Hans Rath - Und Gott sprach: Wir müssen reden!
Der abgehalfterte Psychologe Jakob Jakobi trifft den Clown Abel Baumann, der behauptet, Gott zu sein. Was zunächst wie das Setup für eine Komödie klingt, ist ein sehr hintergründiges Buch mit einem ganz feinen Humor, das zum Nachdenken anregt, aber dabei nie in Schwermut verfällt. Habe ich in einem Rutsch durchgelesen, auch, weil die Charaktere so wunderbar gezeichnet waren und es immer wieder unerwartete, aber passende Wendungen gibt.

Grey:
"Phantastische Raumfahrt" -- Ein Sammelband mit Geschichten über Sternenreisende aus 3600 Jahren Literaturgeschichte. ;) Den Anfang macht eine babylonische Sage aus ungefähr dem Jahr 1800 v. Chr., in der ein König von einem Adler so hoch hinaus getragen wird, dass ihm die ganze Erde winzig erscheint. Am Ende des Bandes wiederum steht die Geschichte "Micromegas" von Voltaire.

Fazit: Anstrengende, aber sehr faszinierende Lektüre. Die Stile der verschiedenen Zeitalter sind teilweise schwierig zu lesen. Eine der Geschichten (verfasst von Kepler) handelt praktisch nur davon, dass jemand einen Dämon beschwört und sich von ihm einen Vortrag über die Himmelsmechanik auf dem Mond halten lässt. Aber eine Gemeinsamkeit zieht sich durch alle Zeitalter: Wenn jemand seinen Helden einen fremden Himmelskörper (meist den Mond) bereisen lässt, findet dieser dort immer eine idealisierte Gesellschaft vor -- jeweils den Idealen der Kultur des Autors entsprechend. So entdecken die Helden der diversen Renaissance-Autoren etliche Variationen auf das christliche "Reich Gottes", wohingegen der antike griechische Dichter Lukian auf dem Mond eine Gesellschaft ohne Frauen ansiedelt, in der die Fortpflanzung über die Knabenliebe funktioniert.

Davon abgesehen sind die Spekulationen über das Weltall auf dem Kenntnisstand der diversen Zeitalter durchaus erfrischend. :)

schneeland:
Christoph Ransmayr - Atlas eines ängstlichen Mannes

Ich mochte sein "Die Schrecken des Eises und der Finsternis", wie ich ohnehin Reise- und Expeditionsromane gern mag. In diesem Fall lässt es sich allerdings etwas schwerfällig an. Mal schauen, ob sich das noch gibt.

Ludovico:
Witcher 1 - Das Erbe der Elfen
Andrzej Sapkowski

Die Actionszenen sind toll beschrieben, aber sonst... Ich hab mittlerweile den Eindruck, dass osteuropäische Autoren gerne viele Namen in ihren Werken unterbringen und sehr gerne viel Platz für das Rumphilosophieren nutzen.

Kurzum:
Zuviel Gelaber für mich

Deshalb hab ich auch Metro Exodus schlussendlich aufgegeben. Wieso ich mir das noch Antrag, obwohl die vorigen Teile mich nicht abholten... Keine Ahnung?

Die Spiele find ich um Längen besser.

Vash the stampede:
Ich lese mich noch durch die Flüsse von London und bin inzwischen ein richtiger Fan. Aktuell bin ich bei der Glocke von Whitechapel und der Oktobermann steht noch an. Im September und Oktober gibt es dann Nachschub (Comic und Roman).

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