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Was lest ihr gerade?
Grey (away):
--- Zitat von: Luxferre am 26.06.2026 | 10:44 ---@Grey: da ich vom Mobiltelefon tippe undhier keine weitere Aufdröselung will: ja klar hab ich den Fürsten schonmal gelesen. Leider ist sein Werk aktueller denn je. Teile und Herrsche im ursprünglichen Sinne scheint wieder en vogue zu sein.
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Die Idee der regelbasierten internationalen Ordnung steht gerade ziemlich unter Druck. Allerdings gibt es auch Zeichen, die mir Hoffnung machen, dass wir da noch mal die Kurve kriegen.
--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 10:47 ---Der gute Niccolo hat eben einfach die Erkenntnisse, die er von seinem Arbeitsplatz mitgenommen hat, in Worte gefasst. Ich fand es schon immer unfair, dass man ihm Verherrlichung von Gewaltherrschaft unterstellt hat. Er sagt ja eigentlich nicht, dass das alles supidupi toll sei, sondern beschreibt einfach nur, wie die Mechanismen so sind.
--- Ende Zitat ---
Exactement! :d Im Vorwort meiner Ausgabe wird "Il Principe" in den Kontext eingeordnet, dass damals Fürstenratgeber ein boomendes Genre waren. Nur, dass die meisten Autoren sich an den Kardinaltugenden abgearbeitet und den idealen Fürsten als geradezu naiv gütig skizziert haben, wohingegen Machiavelli mal brutal empirisch seziert hat, was in Realitas bei welchem politischen Verhalten herauskam. Was er selbst, wenn er mal in Amts- oder Regierungsverantwortung stand, so fabriziert hat, war meines Wissens doch stark am Gemeinwohl orientiert.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ja, das ist auch noch so ein Aspekt, weshalb ich Niccolo eigentlich mag. Als er selber Regierungsbeamter war, hat er recht anständige Entscheidungen getroffen.
ghoul:
Das amerikanische und das deutsche Nationallaster. Zwei Wege wirtschaftlicher und sozialer Selbstvernichtung.
(anonyme Veröffentlichung von 1932 - aus meiner Verwandtschaft)
Chaos:
--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.06.2026 | 10:47 ---Der gute Niccolo hat eben einfach die Erkenntnisse, die er von seinem Arbeitsplatz mitgenommen hat, in Worte gefasst. Ich fand es schon immer unfair, dass man ihm Verherrlichung von Gewaltherrschaft unterstellt hat. Er sagt ja eigentlich nicht, dass das alles supidupi toll sei, sondern beschreibt einfach nur, wie die Mechanismen so sind.
--- Ende Zitat ---
Empfehlenswert als Sekundär"literatur" zum Thema: Overly Sarcastic Productions
Lyonesse:
Granger in Gefährten des Grauens (1952) mit Cyd Charisse und einem Kätzchen, das offenbar die Ruhe weg hat.
Don Shiach: The Last Of The Swashbucklers - Stewart Granger (2005)
So wie er schreibt, ist Shiach jedenfalls kein großer Freund von Stewart Granger, denn der Schauspieler bekommt hier eine Breitseite nach der anderen reingedrückt. Für Grangers nachhaltige Probleme - sowohl in Karrierefragen wie auch im Privatleben - macht er sein großes Ego, einen schlechten Charakter, ein mieses Urteilsvermögen und seinen ausgeprägten Chauvinismus verantwortlich. Sollte man vielleicht verfilmen.
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