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Filme und Serien - Smalltalk
Alexandro:
@Oppenheimer:
--- Zitat von: Lyonesse am 31.07.2023 | 15:46 ---Natürlich wird die gesamte Story zerhackt und durcheinander erzählt, aber das war irgendwo zu erwarten bei Nolan.
--- Ende Zitat ---
Hatte den Eindruck, dass Nolan (oder vielleicht auch nur seine Cutterin?) im letzten Drittel einfach aufgegeben hat. Bis zum Test der Atombombe sah es noch so aus, als würden sich die ganzen Vor- und Zurückblenden mosaikartig zu einem harmonischen Ganzen zusammensetzen, aber dann kam es mir so vor, als hätte jemand gesagt "Wir haben hier noch einen Haufen Szenen, die wir bisher nirgendwo im Film unterbringen konnten" und diese einfach ans Ende geklatscht. Das wirkt imo unrund und gibt dem (bis dahin okayen bis guten) Film ordentlich Schlagseite.
Ansonsten war Wednesday eine ziemliche Enttäuschung. Die ersten vier Folgen gehen noch, danach ändert sich die Charakterisierung der Figur schlagartig (plötzlich nicht mehr zynisch; interessiert sich plötzlich für Dinge, die ihr vorher egal waren; zeigt Angst in "gruseligen" Situationen...) - ich sage nicht, dass es nur die eine Möglichkeit gibt die Figur darzustellen (zwischen der S/W-Serie, den 90er-Filmen, und den 2020er Animationsfilmen gibt es durchaus erhebliche Unterschiede), aber wenn es innerhalb der Serie passiert, dann kann man das schon ankreiden.
Trotzdem wäre die Serie noch OK gewesen, wäre da nicht das Finale:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)- nirgendwo wurde vorher etabliert, dass man mit Monsterteilen Tote wiedererwecken kann - die Auflösung des Mysteriums kommt also komplett "aus der zweiten Reihe", was nicht OK ist
- Crackstone ist denkbar ineffektiv als Antagonist: poltert ein wenig rum, richtet kaum Schaden an, und wird dann relativ konsequenzenlos entsorgt (interessanter wäre es imo gewesen, wenn sie ihn damit konfrontiert hätte, dass die Art wie er wiederbelebt wurde ihn selbst zu einem Monster macht, und er - weil er das nicht ertragen kann - entweder seine Existenz beendet, oder zumindest lange genug abgelenkt ist, dass Wednesday & Co. etwas gegen ihn machen können)
- Laurel läuft erst weg, kommt dann aber doch zurück, um nochmal einen (genauso ineffizienten) zweiten Endboss zu mimen
- der Reveal von Enid wird komplett verhunzt (ihre Verwandlung wird gezeigt, bevor sie und Xavier überhaupt durch den Hyde bedroht werden)
- ganz am Ende spekuliert Wednesday noch unmotiviert aus dem Off, dass Laurel vielleicht für jemand anderen gearbeitet haben könnte (obwohl es keinerlei Hinweise darauf gab) - wäre imo besser und effektiver gewesen, wenn man Laurel einfach entkommen lassen hätte und Wednesday dann (wenn Christina Ricci nicht in Staffel 2 dabeisein will) ihre Leiche findet - fast so, als wollte sie jemand mundtot machen...
Um aber mit etwas positivem abzuschließen: ich bin vermutlich spät dran damit, aber ich habe mir endlich Glow angeschaut. Absolut großartige Serie, für jeden Wrestlingfan sowieso Pflichtprogramm, aber auch das Drama außerhalb des Rings weiß zu unterhalten. Witzig, traurig und zutiefst menschlich zugleich.
Jiba:
--- Zitat von: Lyonesse am 31.07.2023 | 15:46 ---Ich würde das Werk insgesamt zwar als eher weniger geglückt ansehen, dennoch würde ich für den großartigen Versuch
und den Aufwand noch eine 6.5 vergeben.
Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas fehlt es dem Film etwas an Herz, aber das ist bei Nolan jetzt auch nicht neu.
--- Ende Zitat ---
Um auch mal auf den Vash zu antworten: Ich schließe mich euren Einschätzungen zum Großteil an. Würde aber dem Film 7/10 geben, weil ich den Ton noch gelungen fand und auch einzelne Aspekte der Musik (die Blechbläser, etwa, die teilweise an Atomsirenen erinnern sollen). Und das Schauspiel ist durch die Bank toll, dafür, dass mit den Figuren selbst sonst nicht viel anzufangen ist (Mangel an Herz, wie schon beschrieben... besonders eklatant in der Story von Oppenheimer und seiner Frau... Emily Blunt versucht nach Kräften, ihre Eiskönigin irgendwie mit Nuance aufzuladen... und Oppenheimer muss sich mit seiner eigenen Untreue auch nie wirklich auseinandersetzen).
Ich persönlich gerne mehr Einstein gesehen. Und mehr Kommunisten. ;D
Haukrinn:
--- Zitat von: Ludovico am 22.07.2023 | 10:58 ---Kohlrabenschwarz
Soll noch einer sagen, Deutschland könne in Sachen Serien nix. Über die Hörspiele bin ich dazu gekommen.
Die Besetzung gefällt mir sehr, der Humor ebenso und die Prämisse ebenso.
--- Ende Zitat ---
Ich war auch wirklich angetan und von der Leistung der Schauspieler (die ich zumindest zum Teil bisher eher als falsche Humorist:innen eingeordnet hatte) sehr positiv überrascht. Diese Mischung aus typisch deutschem schrulligen Dorfkrimi und düsterer Phantastik ist echt gelungen.
(Auch wenn der Krappweis das natürlich alles von meinem Küstenkrimi-Rollenspiel abgekupfert und ins schnöde Oberbayern verlegt hat ;D)
ghoul:
Habe mit meiner Alain-Delon-Queste weitergemacht und folgende Filme gesehen:
Der Teddybär: Ein Chefarzt bekommt ein anonymes Päckchen mit einem kleinen Teddybären und wird von einem Unbekannten mit dem Tod bedroht. Langsam wird ersich all seiner Fehler im zwischenmenschlichen Umgang bewusst. Welche Konsequenz wird er ziehen?
Wie ein Bumerang: Der Sohn eines Unternehmers erschießt im Drogenrausch einen Polizisten. Der Vater setzt nun alles in Bewegung, um eine milde Strafe für seinen Sohn zu erwirken, doch dann bekommt die Presse Wind von der Gangster-Vergangenheit des inzwischen ehrlichen Unternehmers und nun kommt sogar die Todesstrafe für den Sohn ins Gespräch.
Haben mir beide gefallen.
Vash the stampede:
--- Zitat von: ghoul am 6.08.2023 | 08:36 ---... Alain-Delon ...
--- Ende Zitat ---
Da kann ich mitmachen.
Die Schwarze Tulpe
Schöner Abenteuer-Film, der mit der Buchvorlage von Alexandre Dumas nur sehr, sehr vage zu tun hat, aber dafür mit viel Witz und ein paar ernsten Noten umgesetzt ist. Alain Delon darf eine Doppelrolle spielen und was mir vor allem gefallen hat, ist, dass die weibliche Figur aktiv ist. Hinten raus vielleicht etwas zu lange, aber der Rest ist flott erzählt.
Meg 2 - Die Tiefe
Unglaublich, wie viel man falsch machen kann. Jede Figur, jeder Aufbau, jede Szene, jede Idee wurde in den Sand gesetzt. In sofern schon fast wieder Kunst. Aber nein, das ist einfach nur ärgerlich. Die Effekte sehen manchmal noch gut aus, aber Puh, das ist echt zu wenig. Und zur schlechten Inszenierung. Obwohl die Kamera mit Mord im Orient Express, Belfast und Tod auf dem Nil sowie der Editor mit Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Attack the Block, Baby Driver und Paddington 2 (!) richtig gute Referenzen aufweisen, fehlt es hier ungemein. Da passt nichts. Das muss man echt wollen. Noch nicht mal Trash-Niveau.
Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem
Cooler Stil, gute Musik, temporeich erzählt, glaubwürdige Figuren, stimmige Dynamik. Hier passt nahezu alles. Macht viel Spass und sieht toll aus.
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