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Filme und Serien - Smalltalk
Alexandro:
Der einzige wirklich gute Batman-Film den ich in den letzten 15 Jahren gesehen habe, war LEGO Batman. Die restlichen sind alle wie die Schafe zu derselben müden, ausgetrockneten Quelle gelaufen - Batman hat mehr zu bieten. Und einen guten Abgesang auf Keatons Batman-Figur habe ich schon 2014 gesehen: Birdman... da brauche ich keinen lahmen Aufguss, der nur existiert um Hype abzugreifen, und keinen Bezug zu den alten Filmen herstellt (generell das Problem bei Legacy-Sequels, wie Ghostbusters:Anusleben - ich gönne den Schauspielern den einfachen Paycheck für wenig Arbeit...hoffentlich kriegen sie dadurch nochmal eine Rolle in einem Film eines weniger inkompetenten Regisseurs). Wenn ein interessanter Film mit Keaton ins Kino kommt (egal ob er darin Batman spielt, oder eine andere Rolle), dann schaue ich mir ihn mir an. Aber ein Keaton-Cameo des Cameos wegen lässt mich kalt.
Inzwischen habe ich mir Blue Beetle angeschaut. Recht gelungen, ordentliche und bodenständige Geschichte, keine welterschütternden Ereignisse oder übertriebenes Kontinuitätsmanagement. Einfach nur ein klassisches "jugendlicher Held lernt seine Kräfte zu benutzen" - nichts komplett neues, aber in dieser Konstellation (puertoricanische Migrantenfamilie), sowie
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)dass Jamie zwar eine Geheimidentität hat, seine Familie aber unmittelbar in diese einweiht (weil er ihnen vertraut, dass sie mit diesem Geheimnis umgehen können) - dass ist eine erfrischende Abwechslung zum Superhelden-Klischee, bei dem der Held seine engsten Freunde belügen "muss", um sie "zu beschützen" (obwohl dieses Nichtwissen sie viel häufiger in Gefahr bringt).Der Schauspieler von Jamie ist etwas älter als in den Comics (und man sieht es ihm auch an, er geht definitiv nicht mehr als Teen durch). Die Handlung wurde größtenteils daran angepasst, aber manchmal schimmert halt noch durch, dass die Rolle eigentlich für einen Teenager gedacht war. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, in einem ansonsten recht soliden Superheldenfilm.
Outsider:
Ragnarök Staffel 1-3 (Netflix)
Mensch ehy, also Netflix hat ein echt schlechtes Händchen Serien zu beerdigen. Ragnarök Staffel 1 und 2 waren nicht die Überflieger aber interessant anzuschauen, mit frischen Charakteren und einem unverstellten Blick auf das Thema. Ein wenig wie Percy Jackson light. Meta ist schnell erklärt, ein junger Erwachsener entdeckt das in ihm mehr steckt also bloß ein Junge und er wird als Schlüsselfigur in den ewigen Kampf zwischen Göttern und Riesen mit hineingezogen.
Den Spoiler nur lesen, wenn man NICHT vor hat die Serie zu sehen oder man sich von sowas nicht abschrecken lässt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Auf jeden Fall merkt man der dritten Staffel an, dass irgendwo bei Folge 5 beschlossen wurde, hey wir stellen die Serie ein (auch wenn bereits 2021 angekündigt war das die dritte Staffel die letzte ist). Jedenfalls merkt man das über weite Teile der 3. Staffel nicht und selbst die 5. Folge der dritten Staffel hat Cliffhanger für eine 4. (verstehe das wer will). Jedenfalls in Folge 6 tata wird alles "gerade gerückt" nach dem Motto: Hey das ist alles nur in deinem Kopf passiert Junge, werde erwachsen, du hast dein Abi bestanden die Welt wartet. Es ist zeit mit diesem Kinderkram aufzuhören, schmeiß deine Comics weg. Lame. Gruselig schlecht.
Sonne und Beton (Film Amazon)
Überforderte Erwachsene, Berliner Problemstadtteil, "coole" Jugendliche, Nebendarsteller aus 4.Blocks = Nebendarsteller in "Sonne und Beton", leider ein deutscher Film ohne echte Konsequenzen. Am Ende wird halt auch im Kiez alles irgendwie gut, oder bei weitem nicht so schlimm wie es hätte werden müssen. 119 Minuten Ghetto auf Tatortniveau, nur lauter und mit mehr Schimpfwörtern. Alle Stereotypen werden bedient, Alkoholiker, Drogendealer mit Migrationshintergrund, eigentlich doch fremdenfeindliche Lehrer, dumme Polizisten, Wannabe´s, Verlierer und Verlorene. Zum einmal ansehen ganz okay, aber nichts das irgendwie einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Uebelator:
Komme gerade aus "Die letzte Fahrt der Demeter".
Warum gehts?
Bevor Dracula in England sein Unwesen getrieben hat, musste er ja erstmal aus Transylvanien übersetzen. Da tat er auf dem Schiff "Demeter", deren Mannschaft bei Ankunft in England komplett hinüber war. Und die Geschichte dieser Reise erzählt der Film.
Was fand ich gut?
Schöne Bilder, dichte Atmosphäre und gute Besetzung.
Was fand ich nicht so gut?
Die Crew hat sich teilweise komplett hirnrissig verhalten. Das Monsterdesign hätte für mich gern noch "monsteriger" sein dürfen und generell war Dracula viel zu oft viel zu gut zu sehen.
Was ist mein Fazit?
Im Grunde waren alle Zutaten für einen wirklich tollen "Alien"-artigen Horrorfilm da, aber letztlich scheiterte das Ganze für mich - wie leider so oft - am Drehbuch. Richtig schlecht war der Film nicht und wenn man sein Hirn ausschaltet und sich ein bissl von der düsteren Stimmung mitnehmen lässt, wird man schon ganz gut unterhalten. Für mich definitiv ein Kandidat für einen Film, den man mit einem Fanedit sicherlich um einiges spannender machen könnte.
6/10 Fangzähnen
ghoul:
Ist das sowas wie Titanic? Also in dem Sinne das das Ende eh klar ist.
KhornedBeef:
Es ist ein Film, natürlich ist das Ende nicht mehr offen!
Es hängt wohl davon ab, ob man Dracula für so bekannt wie die Titanic hält.
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