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[DER] Der Eine Ring / The One Ring - neues HdR/LotR RPG
Oberkampf:
Habe es mittlerweile auch gespielt. Das ist wieder so eins der Spiele, die ich ganz interessant finde aufgrund des Balancings (und aufgrund der Reiseregeln, und der Abstraktheit, und der Regeln für riskante soziale Interaktion mitsamt Ansehensstufen - erinnert mich ein bisschen an die Skillchallenges aus D&D4).
Wenn man daraus wieder nur ein weiteres (fantasy)realistisches Elbenvergötterungsspiel machen würde, fände ich das sehr enttäuschend.
Swafnir:
Na ja bei Tolkien sind die halt so toll. Ich würde sie daher gar nicht als Spielerrasse zulassen. Aber wenn ich sie als Spielerrasse mit reinnehme, dann sollte ich sie auch so darstellen wie das Literaturvorlage halt vorgibt. Ich leite ja eine Herr der Ringe-Kampagne nach dem CODA-System, da klappt es sehr gut ohne Elben als SCs.
Oberkampf:
Das Problem ist nicht, dass die Elben bei Tolkien so übermächtig dargestellt werden. Das Problem liegt viel eher darin, was man im Rollenspiel spielen möchte und was dafür das Regelwerk liefert. Soll es wieder mal eine Simulation von Mittelerde sein? Dann ist ein System mit Regeln für Überelfen gut geeignet, warum nicht Warhammer 1 oder so (bei Warhammer sind die Anfängfercharaktere vielleicht zu inkompetent). Will man aber - und ich glaube, darum geht es in diesem Spiel - kooperativ eine Geschichte im Geiste von Tolkiens Abenteuerliteratur erspielen, dann ist gegen ein Balancing der Hauptprotagonisten hinsichtlich ihres Einflusses auf die Story (SCs) nichts einzuwenden (im HdR sind es auch "nur" zwei Hobbits, die es nach Mordor zum Vulkan schaffen).
Deswegen hat TOR so viele Metaelemente und Abstraktionen.
Achamanian:
--- Zitat von: Swafnir am 25.02.2012 | 13:13 ---Na ja bei Tolkien sind die halt so toll. Ich würde sie daher gar nicht als Spielerrasse zulassen. Aber wenn ich sie als Spielerrasse mit reinnehme, dann sollte ich sie auch so darstellen wie das Literaturvorlage halt vorgibt.
--- Ende Zitat ---
Das würde ich nach soeben abgeschlossener Re-Lektüre des "Hobbits" so nicht stehen lassen. Es gibt da keinerlei Hinweise darauf, dass Elben prinzipiell "toller" sind als Menschen, Hobbits oder Zwerge. Wundersamer vielleicht, aber mitnichten automatisch Alleskönner und Kampfmonster. Der unsichtbare Bilbo tanzt ihnen wochenlang auf der Nase herum (also haben sie offenbar kein besonderes Magiegespür), und bei der Schlacht der fünf Heere wird explizit erwähnt, dass viele von ihnen fallen.
Auch in "Kinder Hurins" sind die Elben in den spielrelevanten Fähigkeiten nicht prinzipiell "toller" als die Menschen: Sie sind nicht per se die besseren Kämpfer oder Bogenschützen, sie sind auch nicht frei von Angst. Man kann sie überlisten, provozieren und besiegen.
Man kann jetzt wieder fragen, ob diese "Schwäche" bei den Elben glaubwürdig ist, wo sie doch zum Teil Tausende von Jahren alt sind, aber erst einmal werden sie bei Tolkien größtenteils recht "menschlich" dargestellt, in ihrem Charakter und in ihren Fähigkeiten.
LordBorsti:
Der Eindrück der "Überelfen" kommt, denke ich, auch zum Teil aus der Darstellung in den Filmen. Legolas wird da gerade in den Kampfszenen ziemlich "Larger-than-life" dargestellt. Vor allem im Vergleich zu den anderen Gefährten, die eher bodenständig agieren.
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