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Jason Momoa ist Conan

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Lyonesse:
Schlechter als Dungeon Siege?! Das darf nicht wahr sein, denn das war einer der miesesten Fantasyfilme des letzten Jahrzehnts.

Mit Thulsa Doom und dem Schlangenkult hatte ich trotz valusianischem Hintergrund kein Problem, da Howard seine Storyelemente ja auch immer recht variabel verwendete und höchstens die größten Puristen, von denen es Anfang der 80er aber bestimmt nicht sonderlich viele gab, einen eins zu eins original Howardplot erwarteten.

Thulsa Doom ist im Finale des ersten Conanfilms aber nicht komplett wehrlos. Er versucht den Barbaren mental (magisch?) zu beeinflussen (''Mein Sohn!''), bevor dieser schließlich den Bann bricht und ihm die Rübe weghaut. Wobei ich Thulsa Doom im Film immer eher als einen mächtigen, manipulierenden Sektenführer gesehen habe, als als gefährlichen Magier.

Haukrinn:

--- Zitat von: Lyonesse am 14.09.2011 | 18:26 ---Schlechter als Dungeon Siege?! Das darf nicht wahr sein, denn das war einer der miesesten Fantasyfilme des letzten Jahrzehnts.

--- Ende Zitat ---

Lässt man die Lowbudget-Schiene mal Außen vor war es der mieseste Fantasyfilm des letzten Jahrzehnts. Aber Conan kommt da durchaus ran. Und Dungeon Siege kann halt auf der Seite der Schauspieler einfach eher punkten (hier wirft Conan wirklich nur komplette Vollnieten ins Feld, egal ob jetzt "Mimik ist nicht meine Stärke" Momoa, "Mit Pornos würde ich nicht so viel verdienen" McGowan oder "Ich möchte nur einen Satz sagen mehr kann ich mir nämlich nicht merken" Lang  - Ron Perlman, der einzige Lichtblick des ganzen Films ist da die rühmliche Ausnahme - aber den kann man sich wiederum auch in Dungeon Siege angucken...  ;)).

Wär's ein XBox-Spiel gewesen hätte das ganze sicherlich noch etwas für sich gehabt (nämlich Interaktivität) - so aber habe ich zwei Stunden lang einem unterirdischen Plot durch wahllos zusammen gewürfelte Sets und Szenen folgen dürfen. Die Dialoge (falls man sie überhaupt so nennen darf - reden Menschen wirklich so?) hätte ich gern übersprungen (was auf der XBox wahrscheinlich möglich gewesen wäre), die SFX und gerenderten Szenen waren einfach nur schlecht (und wären vielleicht auf der XBox besser gewesen) im Sinne von einfallslos, grobkörnig modelliert und langweilig texturiert.

Wer gerne sehr viel Blut und offene Brüche anschaut ist sicherlich gut bedient (denn davon gibt es reichlich) - alles andere sucht man hier meiner Meinung nach vergebens.

Lyonesse:
@ Haukrinn: Hm, klingt auf jeden Fall plausibel und Boll hatte, auch wenn als Regisseur unterirdisch, gerade in Dungeon Siege einen Allstar-Cast zur Verfügung - mensch, was man mit den Leuten hätte machen können.

Chaosdada:
War gestern drin. Fand ihn nicht so schlecht wie manch einer schimpft, auch wenn ich es genauso wenig schlimm finde, dass es garantiert kein Sequel dazu gibt (da er ziemlich gefloppt ist). Sich über fehlende Mimik bei Jason Momoa zu beschweren finde ich sinnfrei. Er kann grimmig dreinschauen und das reicht völlig. Das selbe gilt für den "absurd hohen Gewaltfaktor" - der eben nicht absurd ist, sondern völlig angemessen.
Nah an der literarischen Vorlage war jedenfalls - leider -, dass es sehr episodenhaft war. Es wirkte auch alles sehr gehetzt, 20 Minuten mehr Zeit hätten dem Film bestimmt gut getan. Gerne hätte ich auch mehr von den coolen Städten & Orten gesehen; vermutlich war dafür kein Geld da.
Der Milius-Conan ist in sämtlichen Qualitätskriterien, außer vielleicht bei den Special Effects (und den Filmplakaten, obwohl es für den alten auch viel bessere gab, als die, die letztlich benutzt wurden), um Lichtjahre voraus. Im ganzen, neuen Film gab es keine einzige Szene, die so kraftvoll und beeindruckend ist, wie praktisch der komplette alte Film. Und Tyler Bates muss sich, bei einem Vergleich, den man natürlich anstellt, in Grund und Boden schämen.

Das Finale im alten Conan-Film war ganz klar der Kampf "gegen eine ganze Armee". Und wenn das entsprechende im neuen Film das Krakenmonster gewesen sein soll, war das nicht nur recht lahm, sondern auch noch viel zu früh.

Jed Clayton:
Ich habe mir den Film vor wenigen Stunden angesehen (gegen 20 Uhr), habe also ganz frische Eindrücke:

Richtig toll war der Film natürlich nicht, aber so schrecklich wie Dungeon Siege fand ich ihn sicherlich auch nicht. Ich fand es begrüßenswert, dass dieser Zem (Zim?) - also der Oberbösewicht - immerhin eine gewisse Vorgeschichte und Motivation mitbrachte und nicht einfach nur der finstere Warlord oder "das pure Böse" war. Seine Frau wurde als Hexe verbrannt und er will sie mit dem Artefakt zurückholen. Alles klar. Das klingt immerhin wie der Aufhänger zur Geschichte eines D&D-Schurken.

Auch Marique (ich habe Rose McGowan bis zum Schluss nicht unter der weißen Schminke erkannt) wäre eine interessante Vorlage für eine Hexe/Klerikerin in einem Fantasy-Spiel.

Die Locations wie vor allem die Vorzeigestädte Messantia und Shapur fand ich schöner als die im alten Conan-Film von 1981.

Insgesamt hatte dieser neue Conan aber eine völlig andere Ästhetik und ein anderes Erzähltempo. Bisher bin ich der Meinung, dass bislang noch gar keine Conan-Verfilmung tatsächlich an die Robert E. Howard-Storys oder die Comics herankommt. Das ist ohnehin eine ganz andere Welt. Dass der Film ausgerechnet eine Ab-18-Einstufung hat, aber fast jeder andere Action- und Horror-Quatsch bei uns höchstens ab 16 ist, hat mich überrascht.

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