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GURPS - Smalltalk
OldSam:
--- Zitat von: Irian am 27.06.2020 | 15:17 ---Persönlich mag ich einfach Ritual-lastige Magiesysteme, wo das Zaubern dauert, Komponenten und Aufwand braucht (im Vergleich zu Spruch-Schleuder-Zaubersystemen ...
--- Ende Zitat ---
Das kann ich gut nachempfinden, ist ja in ganz vielen Systemen ein Phänomen, dass Magie einfach eine recht voraussagbare taktische Komponente geworden ist, die meist auch nur sehr wenig Variation aufweist (Spruch A oder B?). Ich finde für ein Gefühl von Mysterium, was Magie literarisch meistens ja mitbringen soll, ist das nicht so gelungen, da sind Rituale - besonders mit interessanten (zu beschaffenden) Ingredienzen und an das Ziel angepassten Varianten - sehr viel stilvoller und atmosphärischer... :d
PS: Andererseits hat definitiv beides seinen Platz im RPG, im classic Dungeon Crawl style, will man ja auch Mages haben, die mal nen Feuerball werfen, Wurzeln aus dem Boden wachsen lassen, die Luft verdunkeln etc. und das geht halt kampfbezogen nur, wenn es schnell und "unkompliziert" geht... Immer schwierig mit den Ansprüchen... ;)
Irian:
Definitiv, beide Arten haben - auch je nach persönlicher Vorliebe - ihren Platz in verschiedenen (manchmal sogar den gleichen) Settings. Es ändert natürlich definitiv das Feeling und die "Stellung" des Magiers in selbigem. Aber das man sich bei GURPS sen Setting gut zusammenstellen kann, mit den Komponenten die zum Setting passen, ist ja idR eines der Verkaufsargumente.
thestor:
Ich habe mal einen Ausschnitt aus einem Fantasy-Film gesehen (vielleicht sogar im D&D-Setting), da hat die Magierin massenhaft Kampfzauber auf die Gegner geschleudert, das wirkte nicht magisch, sondern mechanisch, eine wie eine automatische Armbrust oder gleich ein Sturmgewehr.
Irian:
Das ist eben auch das Gefühl, dass sich mir - insb. im Live Rollenspiel - einstellt bzgl. Magie: Rein Mechanisch, ich drücke Hebel X und bekomme Effekt Y. Man könnte Magie problemlos durch Tech-Gadgets ersetzen, das Ergebnis und Feeling wäre das gleiche. Damals habe ich wohl angefangen, deutlich unberechenbarere & (auch für den Anwender) gefährliche, "mystische" und vor allem nicht so extrem spontane Magie zu bevorzugen, im Allgemeinen. Das ergibt, rein für mich, (häufig) ein deutlich stimmigeres Feeling. Natürlich hängen diese Faktoren auch vom Setting ab, in einem GURPS Technomancer macht sicherlich die "technische" Magievariante mehr Sinn (das ist ja rein vom Feeling her auf "viel" Magie angelegt), genauso im genannten Dungeon Crawler (außer man will, dass der Magier ständig außen vor ist). Da gibt es sicherlich viele, wo das kein Problem ist.
Fnord:
Hallo Irian,
wo hast du den langsame Magie für Spieler erfolgreich eingesetzt? Ich finde die Ritualmagie in Geschichten sehr stimmungsvoll, und ihm Live immer gut, weil der Krieger das Ritual bewachen muss, während der Magier es durchführen muss mit aller Performance.
.... ABER im Fantasy mit Monsterklatschen und Dungeonkrabbeln als langsamer Magier.... dass kann ich mir nicht vorstellen.
Ich frage deshalb, weil ich seit langem Conan leiten möchte, aber immer nicht weiß, wie der Spielermagier den Flair der Geschichten entspricht?
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