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Riddle of Steel
Guardsman:
Man könnte es auch so ausdrücken: Kopf und Gliedmassen sind Primärziele. Im Nahkampf zumindest, da :
1. Leicht mit Schnitten zu treffen.
2. Gute Verletzungswirkungen.
3. Sie meist leichter gepanzert sind.
Bei Fernwaffen zielt man immer auf das Grösste, den Torso.
--- Zitat von: Elor am 10.08.2004 | 00:58 --- Bei Ausgrabungen zur Schlacht von Visby wurden erstaunlich viele Beinverletzungen gefunden....
--- Ende Zitat ---
Ich wüsste jetzt mal gerne: Was für Beinverletzungen? Schnitte? Brüche? Bisswunden? Und wo? Oberschenkel oder Unterschenkel?
Fredi der Elch:
Unzufriden mit TRoS? Geht vielen so... :-\
Meine Kommentare:
--- Zitat von: Lord Verminaard am 9.08.2004 | 20:58 ---wenig Struktur
--- Ende Zitat ---
Absolut. Ich finde die Struktur und das Layout furchtbar. Wie auch immer, muss man durch (und es geht auch).
--- Zitat ---Wer TROS lernen will, wird dies auf die harte Tour tun müssen.
--- Ende Zitat ---
Mein Tip(p? Gna, Spiegel!): Das Forum. Also ich fand das Forum sehr hilfreich, da sind viele Ideen und Anregungen und auch Probleme besprochen. Ansosten: mit dem Kampfsimulator trainieren. Mal 10 Kämpfe machen, um zu sehen, was ght und was nicht. Und dann mit der Gruppe einen Abend nur kämpfen, zum Training.
--- Zitat ---Zu den Spielmechanismen: Charaktererschaffung mit Prioritäten, Skill Packages, Modifikationen nach Rasse und Herkunft, Ausrüstung für Geld zusammenkaufen, Bewegung und (!) Traglast berechnen - Ähnlichkeiten mit Shadowrun und D&D sind nicht bloß zufällig. Das alles erscheint mir deutlich umständlicher, als nötig gewesen wäre, und wenig elegant gelöst.
--- Ende Zitat ---
Das ist die Simulationistische Basis. Bei mir bewirkt sowas Drift... ;)
--- Zitat ---Auf der anderen Seite wird es mit Reichweiten- und Geländemodifikationen, Maneuvern usw. wahrscheinlich doch sehr heftig, so dass man einiges an Routine braucht, um einen flüssigen Kampf hinzubekommen.
--- Ende Zitat ---
Hm. Auch nicht schwieriger als d20 in einem Kampf mit Charge, Bull Rush, Sunder, Trip, 3 verschiedenen Sprüchen, 2 Monstrefähigkeiten und 5 Feats. Nur sind wir d20 eben gewöhnt. Die Komplexität kommt aufs selbe raus (auch wenn es trotzdem ziemlich kompliziert ist).
--- Zitat ---Also insgesamt enthält das Regelwerk aus meiner Sicht bisher nur ein paar nette Anregungen, ein bisschen wenig für 40 Tacken. Vielleicht muss man es einfach mal spielen, aber es ist vermutlich nicht besonders One-Shot-geeignet, und den Aufwand für eine längere Kampagne scheue ich, zumal ich dafür kaum Mitspieler finden würde. Schließe mich also bislang dem eher enttäuschten Tenor an, mal sehen, was die zweiten acht Bücher so bringen...
--- Ende Zitat ---
Wenn man keine Spieler findet, ist jedes Rollenspiel ... nutzlos? Schlecht? Naja, auf jeden Fall kann man nicht spielen... Ich muss sagen, dass ich es als eine Mischung von klassischen Elementen und den Spiritual Attribues ziemlich gelungen finde. Wenn einem die klassischen Sachen nicht gefallen, sollte man vielleicht was "radikaleres" probieren... :)
Lord Verminaard:
@ Fredi:
Mag ja sein, dass die Foren hilfreich sind. Wenn es ein Spiel als kostenloses Download gibt, finde ich es auch okay, mir Spieltipps aus dem Web zusammen zu suchen. Aber wenn ich viel Geld für ein teures Spiel ausgebe, dann kann ich eigentlich erwarten, dass ich dort dann alles finde, was ich brauche, und zwar vernünftig aufgearbeitet. :-\ Das Problem soll ja wohl bei HeroQuest ein ähnliches sein.
--- Zitat ---Nur sind wir d20 eben gewöhnt.
--- Ende Zitat ---
Ich nicht. ;) Aber ein DSA 4-Kampf hat auch seine Tücken, stimmt schon...
--- Zitat ---vielleicht was "radikaleres" probieren...
--- Ende Zitat ---
Ich hatte gehofft, es wäre was radikaleres... ;) Ich weigere mich einfach zu glauben, dass Sim = 1000 Sonderregeln für alle Situationen.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: Lord Verminaard am 11.08.2004 | 11:57 ---Aber wenn ich viel Geld für ein teures Spiel ausgebe, dann kann ich eigentlich erwarten, dass ich dort dann alles finde, was ich brauche, und zwar vernünftig aufgearbeitet. :-\ Das Problem soll ja wohl bei HeroQuest ein ähnliches sein.
--- Ende Zitat ---
Das ist auch mein größter Kritikpunkt an TRoS und HQ: Sie sind schlecht geschrieben und verwirrend. Und das bei dem Preis...
Zwei kleine Erklärungen dafür:
1. Es sind oft neue Konzepte. Conflict Resolution ist eben nicht leicht zu erklären. Sollte es aber trotzdem werden.
2. Es ist bei anderen Rollenspielen nicht anders. Schau in die FAQs un dForen von D&D und DSA (auch hier im Forum in die Boards). Die sind voll mir Regelfragen usw. Der Rollenspielmarkt scheint leider davon zu leben, schlechte Produkte zu verkaufen und dann dem Käufer die Arbeit zuzuschieben (wie der Softwaremarkt). Und ganz ehrlich: bevor ich 90 Euro für D&D ausgebe, sind mir 40 für TRoS oder HQ lieber. Nachfragen muss ich sowieso.
Allerdings: Es muss doch möglich sein, ein GUTES Rollenspiel zu schreiben, dass in 30 Min spielbar ist und keine (oder kaum) Regelfragen aufwirft... *träum*
--- Zitat ---Ich hatte gehofft, es wäre was radikaleres... ;) Ich weigere mich einfach zu glauben, dass Sim = 1000 Sonderregeln für alle Situationen.
--- Ende Zitat ---
Ist aber leider so. ;D Naja, kommt drauf an wasdu simulieren willst.
Guardsman:
So, ich habe mir den Thread hier nochmal durchgelesen, mich dem Afterword meines TROS-Bandes gewidmet und möchte jetzt mal kurz, weil mir rennt die Zeit davon, ein kleines Statement abgeben, wieso einige von diesem Spiel so begeistert, andere enttäuscht sind. Warum es also scheinbar so stark polarisiert.
Zuerst einmal: TROS ist weniger geschrieben worden um etwas neues zu machen, sondern eher aus einem ganz simplem menschlichen Gefühl heraus: Frust! Auch wenn Jake Norwood selbst schreibt, das man eine Lücke füllen wollte war es in erster Linie Frust, weil sonst kommt man gar nicht auf die Idee. Das es sich so gut verkaufen lässt, damit hat wohl keiner gerechnet.
TROS ist mehr oder minder so ne Art Gegenangriff auf das Kampfsystem von D20(speziell wohl D&D) und Co. und wohl auch deshalb so erfolgreich, trotz aller Mängel. (Und das in Amiland!) Der Rest ist eher drumherumgeschrieben, auch wenn das Magiesystem und erst recht die Spiritual Attributes ein Schuss ins schwarze waren.
Im Grunde ist es das Spiel für alle, denen es bisher zu „nett“ und stumpfsinnig war. Kein langsames dahin schmelzen irgendwelcher Lebenspunkte, bedingt dadurch ständig die Möglichkeit sich zurückzuziehen, oder selbst große Stürze zu überleben, also immer sicher zu sein das im Grunde nichts wirklich schlimmes passiert. Dazu versuchte er seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Kampfkünste umzusetzen um diesem ständigem eintönigen ich hau Dir auf Deine Rüstung und Du mir Kampf zu entkommen. Nachteil dabei ist, das viele RPGs mit ihren Kampfmechanismen dermassen abstrakt an der Realität vorbeifliegen, das Spieler dieser Spiele erst mal mit TROS ein echtes Problem haben. Wobei TROS selbst auch nichts anderes als eine Abstraktion eines lebendigen Vorganges ist. Aber diese ist schon mal ganz passabel gelungen und deshalb mag ich TROS. Und weil ich endlich mit zwei Waffen so richtig loslegen kann, ohne Ambidexterity besitzen zu müssen.
Also auf Sie! Aber erstmal müssen die Bogenschützen die feindlichen Reihen lichten, das sind noch zu viele!
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